Robert Jung im Interview

„Mehr Wolf als Fuchs“

Robert Jung beschreibt sich als Wolf. Der Trainer vom FK Pirmasens schaffte es mit seiner Mannschaft durch sein mathematisches Auge und eine gewiefte Taktik, Vize-Meister Werder Bremen aus dem DFB-Pokal zu werfen. Imago

Robert Jung, ein Sieg im Pokal gegen Werder Bremen, schon sind Sie auf dem Weg zur Trainerlegende. Im TV-Interview gingen Sie als „Trainerfuchs“ durch.

Na, sie wollen sich ein bisschen lustig über mich machen. Aber das ist mir egal, ich bin nämlich ein gewiefter Taktiker.

Das müssen Sie auch sein, als Trainer des FK Pirmasens.

Die anderen Vereine der Regionalliga sind nicht nur professioneller strukturiert als wir. Sie zahlen auch mehr, verfügen über mehr Erfahrung in der Liga, sind zweikampfstärker und meist in der Offensive besser besetzt als wir. Wir müssen also sehr viel über die Laufbereitschaft und die Taktik machen. Ich beobachte ja die Spiele der anderen Mannschaften und lasse mir die passende Marschroute einfallen.

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Ihr Rezept für den SV Werder?

Ich habe ein mathematisches Auge und erkenne nach zehn Minuten die Struktur des Spiels. Da können Sie jetzt lachen, aber ich hatte erkannt, dass das Ausschalten von Werders Womé ein Schlüssel zum Sieg sein wird. Klose hat keinen Kopfball auf unser Tor gesetzt, weil Womé nicht zum Flanken kam. Dazu habe ich nur große Spieler hinten rein gestellt, auch auf die Posten der Außenverteidiger. Klar, am Ende braucht man auch das nötige Glück. Das Werder vorne so verzweifelt ist, das entsprang meinen taktischen Überlegungen.

Sie Fuchs!

Eigentlich bin ich vom Trainertyp eher ein Wolf, ein Einzelgänger. Ich habe alleine ein Buch, meine Diplomarbeit und mein Staatsexamen, über Fußball geschrieben.

Wie lautet Ihre Prognose für die Regionalliga?

Wir sind nicht die Truppe, die jeden schlagen kann. Wir kommen über die Geschlossenheit und die Taktik. Aber wir werden bis zuletzt um den Klassenerhalt kämpfen.

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