René Tretschok über René Tretschok

»Ich konnte alles«

Winter – Zeit für Budenzauber. Mit René Tretschok, dem Trainer der U19 von Hertha BSC Berlin, sprachen wir über seine Stärken als Hallenfußballer, das Auge von Steffen Karl und die Wünsche ehemaliger Profis. René Tretschok über René Tretschok

René Tretschok, am 8. Januar spielen Sie beim FlexStrom-Cup in der Berliner Max-Schmeling-Halle. Was macht den Hallenfußball für Ex-Profis so interessant?

Als Ehemaliger ist man irgendwann von der Bildfläche verschwunden. Ein Hallenturnier ist eine schöne Gelegenheit mal wieder vor Zuschauern Fußball zu spielen und sein Können zu präsentieren. Heute spiele ich gerne in der Halle, als Profi war das anders.

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Hatten Sie keine Lust auf Budenzauber?

Gegen ein Spielchen in der Halle hätte ich nichts gehabt. Auch die Sorge der Trainer, dass sich ihre Spieler auf dem Hallenboden verletzen könnten, war nicht mein Problem. Ich hatte Angst vor der übertriebenen Härte anderer Profis.

Steht in der Halle nicht der Spaß im Vordergrund.

Leider haben einige Bundesligaspieler den Sinn dieser Turniere nicht immer erkannt und dachten, es würde um Punkte gehen. Eigentlich geht es beim Hallenfußball um tolle Technik und nicht um einen grob erkämpften Sieg.

Welcher Spieler ist Ihnen als besonders guter Hallenzocker in Erinnerung?

Dariusz Wosz, der typische Hallenspieler. Er ist klein und quirlig. Wenn er hinfiel, stand er dank seines niedrigen Körperschwerpunkts sofort wieder auf und spielte weiter. Wenn wir aber von guten Hallenspielern sprechen, muss ich meinen Spezi Steffen Karl nennen.

Hatte er auch einen guten Körperschwerpunkt?

Nein, er war aber ein Stratege vor dem Herrn. Wenn es in der Partie nicht lief, wurde der Torwart ausgewechselt und Steffen stellte sich hinten rein, um unser Spiel aufzubauen. Mit solchen Jungs macht es in der Halle richtig Spaß.

Warum sind Sie ein guter Hallenspieler?

Ich war ein multifunktionaler Spieler, ich konnte alles. Vom Libero bis zum Stürmer wurde ich in meiner Karriere überall eingesetzt. Wer auf jeder Position spielen kann, ist ein genau richtig für die Halle.

Die großen Hallenturniere wie das Masters gibt es heute nicht mehr. Ist das ein großer Verlust?

Für die Fans war das immer ein großes Spektakel und eine schöne Überbrückung der freien Zeit im Winter. Der Ligabetrieb startet aber schon Mitte Januar und macht somit ein solches Turnier unmöglich. Es gäbe aber Alternativen.

Nämlich?

Mit ehemaligen Profis könnte man eine Serie starten. Viele Ehemalige warten auf solche Gelegenheiten, um mal wieder ein bisschen präsenter zu sein. Und für die Zuschauer wäre es auch interessant. Da kann der Vater seinem Kind zeigen, wen er früher einmal bewundert hat. Alle wären zufrieden.

René Tretschok wird beim FlexStrom Cup 2011 gegen den Ball treten. Auch Ihr wollt am 8. Januar 2011 in der Max-Schmeling-Halle Fußball-Legenden live erleben? Dann schickt eine Mail mit eurer Anschrift an flexstrom-cup@11freunde.de Wir verlosen 5x2 Karten für den Fanblock von Hertha BSC. Viel Glück!

Alle Infos zum FlexStrom-Cup 2011!

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