12.02.2010

Piplica über seinen Job als Nationaltrainer

»Das Größte im Fußball«

Tomislav Piplica wird Co-Trainer der bosnischen Nationalmannschaft. Hier erklärt der Kultkeeper von Energie Cottbus, was aus seiner Tätigkeit in Cottbus wird und was ein Trainerlehrgang mit seinem neuen Job zu tun hatte.

Interview: Ron Ulrich Bild: Imago
Piplica über seinen Job als Nationaltrainer
Herr Piplica, Sie werden Co-Trainer von Bosnien. Wie kam es dazu?

Elvir Baljic ist bereits Co-Trainer, wir beide haben im letzten Jahr zusammen in einer Trainerschule in Bosnien die A-Lizenz erworben. Als dann alles neu aufgestellt worden ist nach der Nichtqualifizierung Bosniens, wurde ich ins Gespräch gebracht. Ich habe in einem Interview vor ein paar Wochen gesagt, dass ich mir vorstellen könnte, für die Nationalmannschaft zu arbeiten. Das haben wohl einige gelesen.



Waren Sie dann überrascht, als das Angebot kam?

Ja, ich war überrascht. Alles passierte in dieser Woche. Aber ich bin schon lange im Geschäft, von daher bestanden da auch gute Kontakte. Als das Angebot kam, war ich natürlich begeistert und habe aber gesagt, dass ich mich noch mit dem Verein Energie Cottbus abstimmen muss.

Warum?

Ich habe von Anfang an gesagt, dass ich weiter in Cottbus bleiben will. Ich betreue die zweite Mannschaft und die A-Jugend hier, das will ich weiterhin machen. Zu den Terminen der Nationalmannschaft fliege ich dann, aber ich bleibe weiter in Deutschland. Hier kann ich die bosnischen Spieler in der Bundesliga auch besser beobachten, ich kenne ja die meisten Spieler, habe noch gegen sie gespielt.

Was hat Energie gesagt?

Ich habe heute mit Herrn Lepsch gesprochen und er hat mir das Okay gegeben. Ich denke, dass es für alle Seiten eine hervorragende Sache ist. Eine Nationalmannschaft zu betreuen ist das Größte, was es im Fußball gibt. Da ist für Energie auch schön, wenn ein Cottbusser wie ich eine solche Funktion inne hat.

Was kann die bosnische Mannschaft denn erreichen?

Wir haben uns nicht für die WM qualifiziert, aber haben nun eine interessante Gruppe für die EM-Qualifikation zugelost bekommen. Ich denke, dass wir uns für die EM qualifizieren werden. Wir müssen jetzt mit dem Team den nächsten Schritt nach vorne machen.

Jetzt haben Sie zwei Aufgaben. Haben Sie sich schon darauf vorbereitet, dass es in nächster Zeit für Sie sehr stressig werden wird?

Klar ist das Ganze anstrengend. Aber von Stress kann keine Rede sein, die Termine mit der Nationalmannschaft sind fünf- oder sechsmal im Jahr angesetzt. Ich werde mit dieser Doppelfunktion schon klarkommen.
Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden