Peter Neururer über sein Erfolgsrezept

»Es gibt nichts Geheimes«

Duisburg und Peter Neururer wollen zurück in die Bundesliga. Mit einer Serie von neun ungeschlagenen Spielen rückt dieses Ziel immer näher. Wir sprachen mit Neururer über seine Zauberkraft und seine Heimat, den Pott. Peter Neururer über sein ErfolgsrezeptImago

Herr Neururer, MSV-Präsident Walter Hellmich sagt, Ihrer Vertragsverlängerung stehe nichts im Wege. Sie sagen aber, dass noch einige Bedingungen erfüllt werden müssten. Welche sind das?

Im Grunde sind wir uns einig.

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Es heißt, Sie würden gerne weiterhin mit Sportdirektor Bruno Hübner zusammenarbeiten. Was macht diese Zusammenarbeit so wertvoll?


Die Zusammenarbeit ist sehr gut, sie ist perfekt. Für den MSV ist sie im Augenblick sehr, sehr wirkungsvoll und sehr fruchtbar. Unser Verständnis ist gut. Wir haben die gleiche Philosophie. Es passt alles zwischen Bruno Hübner und mir.

Seit Sie in Duisburg übernommen haben, geht es bergauf. Was haben Sie mit der Mannschaft gemacht, dass sie nun so erfolgreich spielt und sich den Aufstiegsplätzen nähert?

Wir haben einige Spieler aussortiert, den Kader zusammenschrumpfen lassen auf 22, 23 Spieler. Vorher waren es 31 Spieler. Jetzt habe ich einen besseren Überblick und kann damit eine größere Qualität rausholen. Aber eigentlich weigere ich mich, Zwischenbilanzen zu ziehen. Es ist zwar schön, dass wir gerade eine gute Serie hinlegen und wieder an den Aufstiegsplätzen schnuppern dürfen. Das war ja eigentlich auch die Zielsetzung des MSV Duisburg. Es geht aber  nicht um Zwischenbilanzen, die Endabrechnung zählt.

Es fällt auf, dass es Ihnen immer wieder gelingt, schwächelnde Teams in kurzer Zeit aufzubauen...

...wenn es jemanden schlecht geht und man hat eine Therapie zur Hand, dann ist es doch klar, dass dem »Patienten« geholfen wird. Damit erreicht man eine gewisse Qualität. Irgendwann kommt man dann aber an einen Punkt, an dem diese Qualitäten ausgereizt sind, dann ist es vorbei.

Würden Sie ein »Geheimrezept« formulieren?

Es gibt kein Geheimrezept. Jeder kann zugucken, wie ich mit der Mannschaft umgehe, mit den Spielern rede. Da gibt es nichts Geheimes.

Sie stammen ja selbst aus dem Ruhrgebiet...


...ja, das stimmt. Ich kenne damit natürlich die Mentalität des Umfeldes und der Menschen, die im Umfeld arbeiten. Das hat aber keine Auswirkung auf meine Arbeit mit der Mannschaft. Von den Spielern stammen nur Adam Bodzek und Markus Brenzska aus dem Ruhrgebiet, die anderen kommen ja nicht aus dem Pott.

Ich wollte eigentlich darauf hinaus, wie Sie, als im Ruhrgebiet Aufgewachsener, in Ihrer Kindheit und Jugend den MSV wahrgenommen haben?

Da war es ja noch der Meidericher SV. Den MSV Duisburg gab es damals noch gar nicht. Es gab aber auch noch den Lokalrivalen, dem die Sympathien der Familie Neururer gehörten, da mein Vater in der Nähe geboren wurde. Das war Hamborn 07. Dort waren wir früher als Kinder. Der »große« Meidericher SV war der Rivale. Inzwischen spielt Hamborn 07 aber in der Landesliga oder der Verbandsliga.

Kann sich der MSV zwischen den Schwergewichten Schalke, Dortmund und auch Bochum wieder in der Bundesliga etablieren?

Die Möglichkeit, sich in diese Reihe einzugliedern, hat der MSV Duisburg schon. Dieses Ziel muss man auch verfolgen. Was nützt uns eines der schönsten Stadien Deutschlands, wenn es nicht voll ist?

Was hat Sie denn am MSV gereizt und überzeugt?

Die Zielsetzung, in die Bundesliga zurückzukehren, was ja auch mein Ziel ist, und die Nähe zu meiner Heimat.

Sind Sie denn optimistisch, dass der Aufstieg noch in dieser Saison gelingt?


Er kann gelingen. Wenn es so weiterläuft wie im Augenblick, mit neun ungeschlagenen Spielen in Folge, dann kann der Aufstieg gelingen, aber er muss nicht. Wenn er aber dieses Jahr nicht gelingen würde, muss eine entsprechende Planung erfolgen, dass man im nächsten Jahr auf jeden Fall dabei ist.

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