06.08.2007

Peer Kluge im Interview

„Hier zieht jeder mit“

In seinen sieben Gladbacher Jahren erlebte Peer Kluge über 100 Mitspieler, die allesamt nicht den Erfolg brachten, den sie verhießen. Nun ist er nach Nürnberg gegangen, um endlich Stabilität zu finden. Wir sprachen mit ihm über seine Hoffnungen.

Interview: 11Freunde Bild: Imago
In Gladbach haben sie in sieben Jahren sehr turbulente Zeiten durchlebt. Sie waren sozusagen die einzige Konstante im Team. Könnten Sie noch alle Spieler aufzählen, mit denen sie in Gladbach zusammen gespielt haben?

Oh, das ist nicht einfach. Die vielen Spielertransfers sind ganz sicher ein Grund gewesen, warum die Entwicklung in Gladbach rückwärts ging anstatt nach vorne. Es ist sehr schade, welche Entwicklung die Borussia genommen hat, denn der Verein ist mir in all den Jahren sehr ans Herz gewachsen. Das haben wir uns in Gladbach alle anders vorgestellt.

Haben die Verantwortlichen mit Ihnen oder anderen Führungsspielern über die Einkaufspolitik gesprochen, sich zum Beispiel mal einen Rat aus der Mannschaft eingeholt?

Mit den Spielertransfers haben wir nichts zu tun gehabt, und das ist auch nicht unsere Aufgabe, darauf Einfluss zu nehmen. Wir sollen auf dem Platz stehen und unsere Leistung bringen.

Dem Vernehmen nach wären Sie sogar bereit gewesen, mit Gladbach in die zweite Liga zu gehen. Unter welchen Vorraussetzungen?

Wenn ich in Gladbach genauso das Gefühl gehabt hätte, dass sich um mich bemüht wird, wie ich es hier jetzt in Nürnberg verspüre. Erst Christian Ziege (seit März neuer Sportdirektor in Gladbach, d. Red.) hat sich stark für meine Vertragsverlängerung eingesetzt, aber da war es schon zu spät.

Sie sagen, der Club habe sich um Sie bemüht. Was bedeutet das konkret?

Es ist wichtig zu merken, dass der Verein einen unbedingt haben will. Man steht mit den Verantwortlichen in Kontakt und tauscht sich aus. Man muss wissen, worauf man sich einlässt, wie die Mannschaft aussehen soll, und wie man sich die Zusammenarbeit vorstellt. Bei Hans Meyer weiß ich, auch aus meiner Zeit in Gladbach, was mich erwartet.

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