Patrick Ochs über Hunde

»Ein Pudel passte auf mich auf«

Jeder Fußballer braucht ein Hobby. Frank Rost liebt seine Modelleisenbahn. Maik Franz kocht gerne. Der Frankfurter Patrick Ochs verbringt die freie Zeit am liebsten mit seinen Hunden. Ein Gespräch über Terrier und einen Pudel. Patrick Ochs über Hunde

Patrick Ochs, wie viele Hunde besitzen Sie?

Mittlerweile sind es vier. Das ergibt sich, wenn die Hunde aus Spanien kommen und so niedlich sind. Eigentlich habe ich sie zur Pflege hier, doch dann will ich sie plötzlich doch behalten.

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Wie heißen Ihre Hunde?

 
Speedy, Tini, Lila und Jackie – ein Rüde und drei Hündinnen. Das Männchen braucht ja etwas, das er dominieren kann.

Ihre Hunde kommen aus Spanien und nicht von deutschen Züchtern oder aus deutschen Tierheimen. Warum?

Mein erster Hund ist von einem deutschen Züchter. Ich rate aber jedem davon ab, einen Hund von einem Züchter zu kaufen. Man sollte sich lieber bei Tierschutzvereinen umschauen, die Hunde aus Spanien vermitteln. Dort geht es den Tieren richtig dreckig. Seit ich weiß, wie Tiere dort behandelt werden, habe ich drei Hunde aus Spanien gekauft.

Was ist in deutschen Tierheimen anders als in Spanien?

In Deutschland werden eher Kampfhunde ins Tierheim gebracht, da deren Hundesteuer zu teuer ist. Außerdem geht es den Tieren dort verhältnismäßig gut. In Spanien werden speziell die Jagdhundrassen Podenco und Galgo nach der Saison hingerichtet und an Bäumen aufgehangen. Da versuche ich natürlich zu helfen und ihnen in Deutschland ein besseres Zuhause zu vermitteln. Meine Freundin und ich engagieren uns im Tierschutzverein »Dogs-and-Friends«, der sich auf die Vermittlung von Hunden aus Spanien spezialisiert hat.

Dabei kommt Ihnen ihre Bekanntkeit zu Gute.


Richtig. Letztens habe ich zum Beispiel eine Autogrammstunde gegeben, bei der auch ein Trikot von mir versteigert wurde. Dabei kamen 160 Euro zusammen, was für den Verein eine tolle Sache ist. Mit diesem Geld kann man zwei Hunden das Leben retten.

Woher kommt eigentlich Ihre Tierliebe?

Meine Eltern hatten einen Pudel, der immer auf mich aufgepasst hat, wenn ich schlafen gegangen bin. Auch wenn jemand Fremdes zu mir gekommen ist, hat er seine Zähne gezeigt und mich beschützt. Leider ist er gestorben, als ich sechs Jahre alt war. Danach habe ich mir erst mit zwanzig wieder einen Hund angeschafft.

Was bedeuten Ihnen Hunde?

Ich kann mir ein Leben ohne Hunde gar nicht mehr vorstellen. Sie vermitteln einem Freude und es macht einfach Spaß Ihnen etwas beizubringen. Wenn man sieht, wie die Tiere auf Mallorca oder in Alicante behandelt werden, ist es schön, wenn man ihnen in Deutschland ein neues zu Hause bieten oder sie an andere Leute vermitteln kann.

Sie investieren viel Zeit in die Tiere. Was bekommen Sie von Ihren Hunden im Gegenzug zurück?  


Vertrauen. Auch wenn es einem schlecht geht oder man von einem schlechten Spiel nach Hause kommt, merkt man, dass sie sich freuen, dich zu sehen. Man entwickelt eine ganz besondere Beziehung zu den Hunden, je länger man mit ihnen zusammen lebt. Die Bundesliga ist schon ein abgezocktes Geschäft, wo es um viel Geld geht. Bei den Hunden geht es nicht um Geld. Die wollen einfach nur geliebt und betüdelt werden.

Wie sieht Ihr Alltag mit den Hunden aus?


Ich habe eine Zeit lang in einer Wohnung gelebt, was schon ziemlich anstrengend war. Da bestand mein Alltag daraus ins Training zu fahren, mittags essen zu gehen und mich anschließend um die Hunde zu kümmern. Jetzt wohne ich in einem Haus mit einem großen Garten. Ich kann einfach die Terrassentür aufmachen, die Hunde rauslassen und mich um andere Dinge kümmern.

Sie haben sich mit dem Torwart Markus Pröll für die Tierschutzorganisation PETA ablichten lassen. Wie kam es dazu und warum engagieren Sie sich für den Tierschutz?

Tiere und Menschen sind gleichwertig zu behandeln und daher möchte ich den Tieren helfen. Die Aktion mit PETA entstand während der Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver. Damals habe ich eine Reportage über das Robbenschlachten in Kanada gesehen. Diese Videos, in denen man sieht, wie primitiv die Tiere geschlachtet werden, haben mich sehr bewegt. Das alles nur, um an das Fell der Robben zu gelangen, woraus Pelze produziert werden. Daraufhin kamen wir auf die Idee diese Aktion der PETA zu unterstützen, so dass mehr Leute darauf aufmerksam werden.

Berti Vogts wird »Terrier« genannt. Welche Hunderasse passt zu Ihnen?

Teilweise werde ich auch »Terrier« genannt. Da ich sehr schnell bin, würde vielleicht auch »Windhund« passen.  

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