Österreichs Christian Fuchs nach dem 4:4

»Ich muss schlafen«

HaHoHe, die deutsche Gruppe ist Ohke! Deutschland gewinnt gegen Kasachstan, die Türkei verliert gegen Aserbaidschan und Österreich spielt gegen Belgien 4:4 – wir sprachen mit einem deutlich angeknockten Christian Fuchs. Österreichs Christian Fuchs nach dem 4:4

Christian Fuchs, noch wild am Feiern?

Im Gegenteil, ich habe eine Stunde geschlafen, bin nach dem Spiel gegen Belgien über Wien nach Frankfurt geflogen und jetzt auf dem Heimweg. Ich muss schlafen!

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Welch ein Spiel gegen den Gastgeber aus Belgien: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3, 4:3, 4:4. Wie nimmt man als Profi so eine Partie wahr?

Quasi in Trance. Wie sagt man so schön? Ein Wechselbad der Gefühle. Ich kann auch ehrlich gesagt noch gar nicht begreifen, was da in Brüssel passiert ist.

Nach 62 Minuten stand es noch 3:2 für Österreich, nach 90 Minuten 4:3 für Belgien. Bis Martin Harnik in der dritten Minute der Nachspielzeit noch das 4:4 erzielt hat. Wie war die Stimmung direkt nach dem Spiel?

Erstmal ist da pure Freude. Wenn du so spät den Ausgleich erzielst, dann bleibt dir gar nichts anderes übrig, als dich zu freuen.

Und nach ein paar Minuten?

Setzt Ungläubigkeit ein. Was ist da eben passiert? Acht Tore? 4:4? Als wir in der Kabine saßen, kam dann noch eine dritte Gefühlsebene hinzu.

Und zwar?

Ein bisserl Enttäuschung. Das Spiel hätten wir auch gewinnen können.

Warum hat es nicht sollen sein?

Die rote Karte für Paul Scharner nach 68 Minuten war sicherlich ein Knackpunkt in unserem Spiel.

War der Platzverweis berechtigt?

Ich stand auf der anderen Seite, konnte also nicht genau sehen, was da passiert ist. Aber was ich bislang von den Kollegen gehört habe, war die Entscheidung wohl nicht vollkommen unbegründet. Was die Mannschaft anschließend abgeliefert hat, ist aber aller Ehren wert.

Eine Viertelstunde vor Schluss hatte Ihr Kollege Marko Arnautovic beim Stande von 3:2 die Chance zum vermeintlichen Siegtreffer auf dem Fuß...

Den muss er abspielen, ganz klar. Stefan Maierhofer stand völlig frei. Aber so etwas kann einem jungen Spieler nun mal passieren.

4:4, die letzten drei Tore in den letzten sechs Minuten. So etwas schon einmal erlebt?

Raten Sie mal.

Das 4:3 in Wolfsburg am 2. Spieltag der laufenden Bundesliga-Saison?

Ganz genau. Solche Spiele sind doch fantastisch und da macht es auch keinen Unterschied, ob es dein Verein oder deine Nationalmannschaft ist, die da auf dem Platz steht. Die Emotionen sind dieselben.

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