Nuri Sahin im Interview

»Ich fühle mich erwachsen«

Borussia Dortmund trat an diesem Wochenende beim Turnier zum 100-jährigen Vereinsbestehen von Feyenoord Rotterdam an. Für Youngster Nuri Sahin war der Besuch eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte.  Nuri Sahin im InterviewImago

Herr Sahin, sind Sie an diesem Wochenende erstmals wieder zu Besuch in Enschede?

Ja, ich war das letzte Mal in der Stadt, als wir Ende April das niederländische Pokalfinale gewonnen haben. Ich freue mich auf die Rückkehr und auf das Stadion »De Kuip«.

Sie werden sicher einige Bekannte wiedersehen .

Mein bester Freund bei Rotterdam, Michael Mols, hat schon angerufen. Auch Kevin Hofland hat sich bei mir gemeldet. Ich habe insgesamt noch ein gutes Verhältnis zu meinen ehemaligen Mitspielern.

[ad]

Werden Sie auch Ihre Ex-Trainer Bert van Marwijk und Dick Cookie Voorn treffen, die jetzt für den niederländischen Fußballverband KNVB arbeiten und die Sie schon bei Borussia Dortmund trainiert haben?

Ob Bert van Marwijk da ist, weiß ich nicht. Cookie wird da sein. Ich freue mich, ihn wiederzusehen. Mit ihm kann man immer viel Spaß haben, er macht fast alles mit. Das war schon bei Borussia Dortmund so.

Zurück zu Ihrem Jahr in Rotterdam. Sie waren das erste Mal weiter weg von zu Hause. Hat Sie die Saison in den Niederlanden Ihrer Meinung nach verändert?

Ich denke, dass es mir sportlich und menschlich einiges gebracht hat. Ich bin selbstständiger geworden. Und ich fühle mich jetzt noch erwachsener.

Nach Ihrer Rückkehr zum BVB hatten Sie lange Verletzungsprobleme in der Vorbereitung. Seit Mitte der Woche trainieren Sie aber jetzt wieder mit der Mannschaft.

Ich habe die ersten Wochen die Jungs beim Training gesehen und konnte selbst nur im Kraftraum arbeiten. Da habe ich das Training einfach vermisst, denn ich habe mich immer als Teil der Mannschaft gefühlt. Ich muss immer noch etwas nachholen und weiter Muskelmasse aufbauen. Ich bin ja erst 19 Jahre alt, da ist das eh nicht verkehrt. Deshalb mache ich auch noch Extraschichten mit unserem Athletiktrainer Oliver Bartlett. Aber im Mannschaftstraining bin ich inzwischen wieder dabei. Und es macht richtig Spaß. Das Knie macht keine Probleme mehr. Es fühlt sich einfach wieder gut an.

Als Sie Dortmund in Richtung Rotterdam verließen, waren Sie ein offensiver Mittelfeldspieler. Bei Feyenoord spielten Sie häufig als Sechser und damit als defensiver Mittelfeldspieler vor der Abwehr. Wo sehen Sie jetzt Ihren Platz beim BVB?


Ich habe ja bisher noch nicht gespielt, will deshalb keine Ansprüche stellen. Ich will mich erst mal zeigen. Vom Typ her bin ich natürlich schon offensiv, aber ich sehe mich als ganz flexiblen Mittelfeldspieler.


Hinweis: Wenn Du feststellst, dass hier extremistisches Gedankengut verbreitet wird, Nutzer diskriminiert werden oder Diskussionen einen unschönen Ton annehmen, dann informiere uns bitte per Mail! Wir werden dann gegebenenfalls eingreifen. Diskussionen bei 11FREUNDE sollen sportlich und sauber ablaufen! Diskriminierung und Intoleranz werden von uns nicht akzeptiert! Niemals! Danke für deine Hilfe!