16.10.2011

Napalm-Death-Sänger Barney Greenway über Aston Villa

»Wenger ist ein Anti-Faschist mit Sturmmütze«

Barney Greenway ist Sänger der legendären britischen Crustcore-Band Napalm Death und Hardcore-Fan von Aston Villa. Wir sprachen mit ihm über seine Fußballleidenschaft, Hooligans, Hertha-Fans und den »Arschtreter« Arsene Wenger.

Interview: Titus Chalk Bild: Promo


Wie zufrieden sind Sie mit der derzeitigen Ausrichtung des Klubs unter Besitzer Randy Lerner?

Barney Greenway: Wir haben ein gutes Team. Und mit der Verpflichtung von Darren Bent gelang uns ein regelrechter Coup. Dass Ashley Young geht war klar. Angefressen bin ich wegen Stewart Downing (Young wechselte vor der Saison zu Manchester United, Downing zum FC Liverpool, d. Red.).

Warum?

Barney Greenway: Wir haben Downing geholt, als ihn niemand haben wollte, er war der vergessene Spieler der Premier League. Verdammt, hat sich irgendjemand für ihn interessiert, als er noch bei Middlesbrough war? Wir haben ihn gekauft, als er verletzt war, wir haben ihn wieder fit bekommen, sein Gehalt bezahlt. Danach spielte er eine gute Saison für uns, dann kam Liverpool – und er verpisste sich wieder.

Wie kommen die Fans mit Trainer Alec McLeish klar? Er stand letzte Saison noch beim Rivalen Birmingham City unter Vertrag?

Barney Greenway: Die Leute meckern über ihn. Doch ich sage: Kommt drüber hinweg! Falls es nicht gut ausgeht, kommen wir auch damit klar. Aber ich bin einigermaßen zuversichtlich. Auch wenn ich damit leben könnte, nicht jedes Spiel unentschieden zu spielen,. Ich bin sehr optimistisch, auch weil Gabriel Agbonlahor so gut in Form ist.

Greift Villa diese Saison oben an?

Barney Greenway: Wir werden Siebter oder Achter. Und wenn wir Glück haben und es zudem schaffen, Spieler wie N´Zogbia auf ein Top-Level zu bringen, dann könnten wir auch mal Fünfter werden. Zumal ich glaube, dass Tottenham nachlassen wird.

Und Manchester City?

Barney Greenway: Ach, jeder redet nur noch von ManCity, aber ich glaube, dass Manchester United weiterhin unerreichbar ist. United hat den natürlichen Antrieb und den Elan, während mir City immer noch ein bisschen kostruiert erscheint. Mein Tipp für die Abschlusstabelle: Meister ManUnited, Zweiter ManCity, Dritter wird Chelsea, danach Arsenal.

Wie denken Sie über die Kritik an Arsene Wenger?

Barney Greenway: Das war schlichtweg unfair. Er kann manchmal ein ziemlicher Sturkopf sein, aber so hat er Arsenal dorthin gebracht, wo sie heute stehen. Ich habe Sympathien für ihn, er ist ein ziemlich anständiger Typ. Ich habe einige Sachen über ihn gehört, die vermuten lassen, dass Wenger im Geheimen auch ein Anti-Faschist ist.

Weil er sich stets lautstark über Rassismus im Fußball äußerte?

Barney Greenway:  Genau, Ich kann mir gut vorstellen, dass er manchmal mit einer Sturmmütze rausgeht und gewissen Leuten kräftig in den Arsch tritt.

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