Michael Rensing über Lukas Podolski

»Er ist die Figur des 1. FC Köln«

Für unseren Heimatroman »Uns Poldi« trafen wir uns auch Michael Rensing. Der Torwart spielte schon beim FC Bayern mit Lukas Podolski zusammen. Ein Gespräch über das Münchener Pflaster und Führungsrollen. Michael Rensing über Lukas Podolskiimago
Heft#113 04/2011
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Michael Rensing, für Lukas Podolski war die Zeit bei den Bayern in seiner erfolgreichen Karriere ein Bruch. Wie haben Sie ihn als Teamkollege beim FCB erlebt?

Michael Rensing: Er war bei Bayern so wie er hier auch ist. Sicher, die Zeit in München war nicht leicht, weil München einfach ein anderes Pflaster ist. Aber ich habe ihn deswegen nie längerfristig frustriert erlebt.

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Haben Sie Ihm dennoch ab und an seine Unzufriedenheit angemerkt?

Michael Rensing: Er ist ein Typ, der sich nie hängen lässt. Mag sein, dass seine gute Laune, die er naturgemäß versprüht, an machen Tagen auch mal aufgesetzt war. Wer will es ihm verdenken? Wenn es sportlich nicht läuft, kann es privat noch so gut sein, dann ist man nicht vollends glücklich. Das spreche ich aus Erfahrung.

In Köln sollte man, bei den Bayern muss man jedes Spiel gewinnen. Hat ihn das am Anfang  überfordert?

Michael Rensing: Ich glaube nicht. Das wird bei FC Bayern gleichmäßig auf andere Schultern verteilt. Es gab ja damals noch andere Spieler, die wesentlich mehr im Fokus standen. Oliver Kahn hat noch gespielt, da gab es Leute, die noch mehr Verantwortung getragen haben. Natürlich sind es andere Zielvorgaben als in Köln, aber ich glaube, dass es nie ein Thema für ihn gewesen ist. Wenn er sich wohl fühlt mit dem, was er tut, bringt Lukas immer seine Leistung.

Ist der Druck in Köln nicht genauso groß wie in München – speziell für ihn?

Michael Rensing: Hier ist er »Poldi«, der Spieler und die Figur des 1. FC Köln. Und beim FC wird er von jedem Fan und jedem Bürger geliebt. In der Mannschaft ist er unumstritten. Das ist sportlich eine ganz andere Voraussetzung.

Wie sehr braucht er selbst als Kapitän noch Führung?

Michael Rensing: Die Führungsspieler versuchen ihm unter die Arme zu greifen, das wäre für ihn alleine sonst eine große Last. Auch in Köln sind die Anforderungen nun einmal so, dass Erfolg nur über mehrere starke Schultern funktioniert.

In der aktuellen Ausgabe von 11FREUNDE: Von einem der auszog, um nach Hause zu kommen. Wie Lukas Podolski nach dem Bayern-Intermezzo bei seinem 1. FC Köln doch noch zum Leitwolf wurde.

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