Markus Rosenberg verschenkt alle seine Möbel

»Wir hätten sie nicht mitnehmen können«

Markus Rosenberg verlässt nach anderthalb Jahren den englischen Klub West Brom und verschenkt alle seine Möbel an eine Wohltätigkeitsorganisation – vom Esstisch bis zur Spielkonsole. Wir erwischten ihn am Telefon - bei der Wohnungssuche in Schweden.

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Herr Rosenberg, warum haben Sie all ihre Möbel verschenkt?
Es war klar, dass wir England verlassen würden. Meine Frau, die Kinder und ich fühlten uns in der Gegend aber sehr wohl, kamen außerordentlich gut mit den Leuten aus der Nachbarschaft aus. Meine Frau hatte dann die Idee, unsere Möbel an die Wohltätigkeitsorganisation »Sue Ryder« zu spenden.

Die Liste ihrer Spenden ist lang: Betten, Tische, Spiegel, Küchengeräte, ein Trampolin undsoweiter. Was stand am letzten Tag eigentlich noch in Ihrem Haus?
Nur noch die Betten und einige wenige Spielsachen der Kinder. Für die war das aber auch ok, sie haben in Schweden sowieso schon so viel Spielzeug. Wir konnten die Möbel sowieso nicht alle mitnehmen zurück nach Schweden. Da ist es besser, wenn man damit anderen Menschen hilft.

Wie reagierte die Organisation auf Ihre Idee?
Ein Freund von mir kannte die Verantwortliche und erzählte ihr von der Idee. Sie hat es aber für einen Scherz gehalten, also musste ich es ihr gegenüber noch mal wiederholen, dass wir es ernst meinten. Letztendlich ist es auch gut, dass »Sue Ryder« dadurch bekannter wird. Die machen einen sehr guten Job.

Was hatten Sie bei Ihrer Rückkehr nach Schweden noch dabei?
Nur eine Tasche mit Kleidungsstücken.

Sie waren bei West Brom nicht sehr erfolgreich. Ging es Ihnen auch darum, nicht mehr an Ihre Zeit in England erinnert zu werden?
Nein, gar nicht. Es ging bei der Sache ja auch gar nicht um mich, sondern darum zu helfen. Natürlich war es sportlich für mich bei West Brom eine sehr harte Zeit, das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber die Menschen in England sind derart freundlich und zuvorkommend, dass ich immer gerne an diese Zeit denken werde. Meiner Familie und mir gefiel es wirklich sehr. Aber jetzt richten wir uns nun mal in Schweden neu ein. Gerade sind wir auf der Suche nach einem Haus.

Verfolgen Sie noch Ihren Ex-Klub Werder Bremen?
Ja, auf jeden Fall. Viele Grüße bitte an alle Bremer. Ich schaue mir immer noch die Spiele an. Sie haben sich zurückgekämpft, werden aber auch spielerisch immer besser. Ich bin fest überzeugt, dass Werder die Klasse hält.

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