Marko Marin über sein Idol Dejan Savicevic

»Sein Trikot hängt in meiner Wohnung!«

Marko Marin über sein Idol Dejan Savicevic
Heft#116 07/2011
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Marko Marin, als Ihr Idol Dejan Savicevic den AC Mailand 1994 zum Champions-League-Titel führte, waren Sie fünf Jahre alt. Warum ist gerade er mein Vorbild?

Daran ist wohl mein Vater Schuld, der mir später ein Video vom Finale zeigte. Das habe ich mir so häufig angeschaut, bis das Band irgendwann völlig ruiniert war. Milan gewann 4:0 und Savicevic war der überragende Spieler. Ich wollte so sein wie er!

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Was hat Sie so an ihm fasziniert?

Er war schnell, unglaublich trickreich und der Spaß am Fußball spritzte ihm förmlich aus den Füßen. Später trug ich sein Trikot mit Stolz über die Frankfurter Bolzplätze und erst vor kurzem war mein Kumpel Stevan Jovetic vom AC Florenz bei uns in Bremen zu Besuch. Er hat das Trikot mit nach Montenegro genommen und von Savicevic unterschreiben lassen. Jetzt hängt es eingerahmt in meiner Wohnung.

Ein legendäres Video zeigt Savicevic, wie er einen pöbelnden Fan wüst beschimpft. Wünschen Sie sich nicht auch manchmal frei Schnauze reden zu können?

Vielleicht, aber so wie er würde ich nicht reagieren. Er war ein großer Fußballer, aber dass er über ein beeindruckendes Repertoire an Schimpfwörtern verfügt, hat damit überhaupt nichts zu tun.

Andere Fußballer in ihrem Alter bewundern Ronaldinho oder Kaká. Wissen ihre Mannschaftskollegen denn überhaupt etwas mit dem Namen Savicevic anzufangen?

Die älteren Spieler schon, die Jüngeren müssen sich erst via google und youtube von seiner Klasse überzeugen lassen. Aber wenn ich einem Tim Borowski oder Torsten Frings von Dejan Savicevic erzähle, dann schnalzen die mit der Zunge!

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