17.12.2010

Marc Keller über den AS Monaco

»Prinz Albert ist unser größter Fan«

Seit 2004 hat der AS Monaco einen einzigartigen Absturz erlebt. In Frankreichs Eliteklasse kämpft der Klub aus dem Steuerparadies ums Überleben. Sportdirektor Marc Keller über Winnie Schäfer und Prinz Albert.

Interview: 11Freunde Bild: Imago
Marc Keller über den AS Monaco

Hat das Fürstentum, speziell Prinz Albert, auch einen Finanziellen Einfluss auf den Klub?  

Jetzt muss ich aufpassen, was ich sage. Nur so viel: Prinz Albert ist unser größter Fan, er kommt zu fast allen Heimspielen und hat natürlich auch ein Interesse daran, dass der Verein in der ersten Liga spielt. Verstehen Sie?

Von 1996 bis 1998 spielten Sie in einer völlig prinzenfreien Zone: Beim Karlsruher SC...  

Dafür hatten wir unseren König: Winnie Schäfer!
 
Schäfer soll viel dafür getan haben, dass Sie zum KSC gekommen sind.  

Das stimmt. Er wollte mich schon 1994 nach Karlsruhe holen, aber ich zog mir einen Kreuzbandriss zu und hing plötzlich in der Luft. Winnie aber rief mich an uns sagte: »Mach dir keine Sorgen, ich will dich haben. Wenn du wieder fit bist, kommst du zu uns!« Was dann tatsächlich auch so passierte. Das hat mir confidence geben..., wie sagt man auf Deutsch?

Das nötige Selbstbewusstsein?

Genau. Winnie war ein sehr wichtiger Trainer in meiner Karriere. Unter ihm wurde ich französischer Nationalspieler. Er war ein verrückter Typ, aber so einen braucht jeder Verein. Es war einfach eine tolle Zeit damals beim KSC. Mit Icke Häßler, Sean Dundee, dem Russen Kirjakow und dem großartigen Claus Reitmeier hatten wir eine wunderbare Mannschaft.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihren alten Kollegen?

Natürlich, speziell zu Thorsten Fink. Sie werden sich wundern, wie viel Deutschland noch in mir ist! Ich nehme extra die »Sportschau« auf, um sie mir dann am Sonntag anzuschauen. Samstag spielen wir ja meist selber. Ich liebe die Bundesliga, sie ist einfach fantastisch!
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