Hat Sie das 1:4 im Achtelfinale getroffen? Liam Gallagher: Nein, ich bin nicht patriotisch. Wenn England mal etwas reißen sollte, freue ich mich, doch das wird eh nie passieren. Schon gar nicht mit diesem Italiener an der Seitenlinie.
Sie sind gegen Capello? Liam Gallagher: Der soll abhauen. Das ist eine englische Nationalelf, da muss jemand her, der Englisch spricht. Du kannst nicht an die Linie gehen und »Scusi, scusi« sagen. Du brauchst einen, der ruft: »Ey, you fucking cunt, what are you doing there?«
Vielleicht sollten Sie übernehmen. Zumindest Wayne Rooney würde auf Sie hören, er gilt als großer Oasis-Fan. Liam Gallagher: Selbst so Leute wie Beckham kommen zu den Konzerten. Aber seien wir ehrlich: Die meisten Spieler haben keinen Geschmack, weder was Musik noch was Kleidung betrifft. Die laufen total lächerlich rum und hören Black Eyed Peas. Mindestens 90 Prozent der Spieler sind absolute Idioten.
Wenn man Fußballer und Musiker vergleicht: Wer erlebt den größeren Kick in seinem Job? Liam Gallagher: Kann man nicht vergleichen. In einem Spiel geht es darum zu gewinnen, bei einem Konzert darum, eine gute Zeit zu haben. Was aber beide gemeinsam haben, ist die Treue der Fans. Und da ist noch was...
Wir sind gespannt. Liam Gallagher: Die Band beziehungsweise das Team ist das Wichtigste. Wenn einer dabei ist, dem das Ganze nicht passt, dann: Tschüss, hau ab! Das ist wie bei Oasis, als Noel gegangen ist. Niemand ist unersetzlich, und niemand ist größer als die Band oder der Verein.
Um im Bild zu bleiben: Auf welcher Position spielte denn Noel? Liam Gallagher: Er war immer nur ein Verteidiger.
Und Sie? Liam Gallagher: Ich bin ein Außenstürmer, der nach innen zieht, pfeilschnell mit dem Tor im Blick. Wie Arjen Robben. Doch ich schieße den Ball nicht noch mal, ich laufe einfach mit ihm ins Netz.