Klaus Allofs im Interview

„Wir spielen kein Monopoly“

Als Werder-Manager baut Klaus Allofs in Bremen auch ohne die ganz große Namen Jahr für Jahr ein Spitzenteam zusammen. Er beschreibt den Ablauf von Vertragsverhandlungen und berichtet über sein Verhältnis zu Thomas Schaaf.

Klaus Allofs, was ist ein perfekter Deal?
Den perfekten Transfer gibt es nicht.

Warum denn nicht?
Ein aktuelles Beispiel: Miro Klose. Natürlich ist es schön, einen Spieler, der drei Jahre Top-Leistung gebracht hat, für deutlich mehr Geld zu verkaufen als er ursprünglich gekostet hat. Aber wir haben mit ihm auch einen tollen Spieler verloren, den wir erstmal ersetzen müssen.

Dann beschreiben Sie doch einmal Ihre Utopie von einem Deal.
Ein Traum wäre es, einen Spieler, den man ablösefrei bekommen hat, und der in der Mannschaft nicht Fuß fassen konnte, teuer weiter zu verkaufen, ohne, dass er der Konkurrenz weiterhilft (lacht). Aber das wäre gemein.

Bayern München hat im Frühling 10 Millionen Euro für Miro Klose geboten. Nun haben Sie 15 Millionen Ablöse für ihn bekommen. Respekt, Sie beherrschen das Pokern.
Das hat wenig mit Pokern zu tun. Wir sind in der angenehmen Situation, nicht auf jeden Euro angewiesen zu sein. Ursprünglich waren wir uns einig, Miro nur im Ausnahmefall gehen zu lassen, etwa wenn er ein Angebot aus dem Ausland annehmen möchte. Auch die Bayern wussten das.

Aber ein verbessertes Angebot hat Sie letztlich umgestimmt?
Nein, vor allem die veränderte Situation in den letzten Wochen. Anfang Mai hat Miro bekannt gegeben, dass er seinen Vertrag bei uns bis 2008 erfüllen will. Wenn er dabei geblieben wäre, hätte es nie eine einzige Verhandlung mit dem FC Bayern gegeben.

Was hat diese Voraussetzungen verändert?
Irgendwann kam von ihm der Vorstoß, dass er doch wechseln wolle. Diese Bitte hat er mehrfach wiederholt. Dann kamen diese unerfreulichen Gerüchte aus seinem Privatleben – völlig aus der Luft gegriffen. Wir fingen an, uns Gedanken zu machen. Als dann die Bayern ein verbessertes Angebot vorlegten, haben wir uns letztlich so entschieden.

Hätten Sie ihn unter diesen Voraussetzungen nicht auch für 10 Millionen gehen lassen müssen?
Auf keinen Fall.

Aber bringt ein Spieler, der weg will und sich unwohl fühlt, noch Leistung, wenn Sie ihn unter Zwang halten?

Ich bin mir sicher, wir hätten das hinbekommen, dafür kennen wir Miro lange genug. Glauben Sie mir, wir wissen, wann man einen Spieler abgeben sollte oder wann es sich lohnt, ihn zu halten.

Wie sehr zerrt so ein Klose-Transfer an Ihren Nerven?
Leicht war er nicht, weil die Diskussionen im Vorfeld sehr viel Energie gekostet haben. In der Durchführung war er letztlich simpel, weil wir mit den Verantwortlichen von Bayern München zu tun hatten und nicht mit unbekannten Rechteinhabern oder Beratern aus dem Ausland.

Das heißt, ein Anruf in München und die Sache war geregelt.
So ungefähr. Es gab zwei Telefonate mit Uli Hoeneß im Mai. Dann war vier Wochen lang Funkstille. Irgendwann spitzte sich die Situation zu, und er fragte noch einmal, ob wir uns treffen können. Dann gab es das Meeting am Bremer Flughafen und die Sache war erledigt.

In welcher Atmosphäre spielt sich so ein geheimes Treffen in einer Flughafen-Lounge ab?
Es hängen weder die Lampen tief, noch steigen Rauchschwaden auf. Wir sitzen oft mit den Bayern zusammen, und Klose war auch nicht der erste Transfer eines Spielers von Bremen nach München. Kurz: Wir pflegen eine seriöse und anständige Zusammenarbeit, bei der keine Seite ein Pokerface aufsetzen muss. Es geht nur noch darum, für die unterschiedlichen Vorstellungen einen gemeinsamen Nenner zu finden.

Mal konkret: Treffen Sie sich zum Essen, trinken eine Flasche Wein und besprechen dabei die letzten Details?
Uli Hoeneß und ich – wir müssen beide abnehmen. Deshalb wird nichts mehr gegessen, nur noch stilles Wasser getrunken.

Und nach Vertragsunterzeichnung auch kein Glas Champagner?
Ganz ehrlich, mir war nicht nach Feiern zumute, weil Miro uns verlässt. Aber der Fußball ist Veränderung. Selbst Thierry Henry verlässt Arsenal – wer hätte das gedacht?

Torsten Frings hat sich in der Bild-Zeitung lange vor dem Wechsel zum Thema Klose geäußert: Er solle halt gehen, wenn er weg wolle. Ist so ein Kommentar in einer Situation, in der Sie einen Spieler eigentlich halten wollen, nicht kontraproduktiv?
Es gibt bei uns keine festen Regeln, wer wann etwas sagen darf. Der Verein verlangt gerade von Torsten Frings sehr viel. Dann müssen wir ihm auch zugestehen, dass er seine Meinung zu Dingen äußert, die im Verein passieren. Aber Torsten hat das natürlich nicht in unserem Auftrag gesagt.

Dabei sitzt Frings im Porzellanladen. Schließlich hat er vor kurzem mit einem Wechsel zu Juventus geliebäugelt.
Torsten hat einen neuen Vertrag unterschrieben und steht 100-prozentig in der Verantwortung für Werder. Was vorher war, ist völlig egal.
Wären Sie manchmal gerne in der Rolle von Uli Hoeneß? Wenn ich eine Antwort auf diese Frage gebe, die Raum für Spekulationen bietet, ist das schlecht. Deshalb sage ich: Nein, wäre ich nicht!

Gibt es denn einen Manager, der für Sie Vorbildfunktion genießt?

Als Spieler hatte ich schon keine Idole. Damals waren für mich Leute wie Reiner Geye oder Dieter Herzog Vorbilder. Leute, die ich traf, wenn ich auf den Trainingsplatz marschierte. Und so ist es auch jetzt: Es gibt viele Manager, die gute Sachen machen und mich inspirieren. Insofern ist Uli Hoeneß ein absolutes Aushängeschild für unseren Berufszweig. Er ist erfolgreich, hat wie kaum ein anderer bei der Entwicklung des FC Bayern mitgewirkt und ist, mit kleinen Ausnahmen – wie dem Treffen mit Miro Klose im April in Hannover –, immer zuverlässig.

Gönnen Sie Hoeneß, dass er vor dieser Saison richtig tief in die Tasche greifen konnte und für Spielertransfers das Festgeldkonto des FC Bayern plündern darf?

Wir spielen in der Bundesliga kein Monopoly, wo alle Mitspieler vor der Saison das gleiche Startkapital erhalten. Bayern hat andere Möglichkeiten als wir, und es macht die Liga interessant, wenn hier demnächst Franck Ribéry und Luca Toni spielen. Allerdings haben die Einkäufe des FC Bayern für uns den Nachteil, dass durch die Investitionen die Preisspirale für Neueinkäufe nach oben geht.

In einem aktuellen Ranking hat dafür der SV Werder, was die Bonität der Bundesligavereine anbetrifft, den FC Bayern überholt.
Ich glaube keiner Statistik, wenn ich sie nicht selbst gefälscht habe. Tatsache ist, dass Bayern München sehr viel reicher ist als Werder Bremen – und das wohl auch immer bleiben wird.

Wo sehen Sie den SV Werder denn, gemessen an den Eliteklubs der Bundesliga, wirtschaftlich?
Auch Borussia Dortmund, der HSV, Schalke 04 oder der VfB Stuttgart haben durch ihr Umfeld oder das Stadion viel bessere Voraussetzungen als wir. Wenn der VfB Meister wird, steigt sofort Daimler wieder ins Sponsoring ein. Wenn es läuft, geht es diesen Vereinen viel schneller als uns sehr, sehr gut.

Warum hat Werder Bremen trotz konstanten Erfolgs immer noch diesen Wettbewerbsnachteil?
Weil die Stadt und das Umfeld nicht über Firmen mit großer Wirtschaftskraft verfügt, und wir auch kein Stadion mit einer Kapazität von 80 000 Zuschauern besitzen wie Borussia Dortmund.

Macht Ihnen bei Transfers auch die schwache Infrastruktur zu schaffen?
Nein, ein Spieler, der um jeden Preis in einer Metropole leben muss, der ist sowieso nicht der Richtige für uns.

Müssen Sie Top-Spielern vor einem Wechsel noch verklickern, dass Werder ein Sprungbrett zu internationalen Spitzenklubs ist?
Nein. Pizarro, Frings, Ailton, jetzt Klose. Jeder weiß, von Bremen aus geht es nach ganz oben. Dass Bremen keine Endstation sein muss, das wissen die Spieler, die hierher kommen. Aber hier können sie sich so entwickeln, dass sie in die Nationalmannschaft kommen und in der Champions League spielen. Und man kann bei uns inzwischen auch sehr gut verdienen – wenn auch nicht so gut wie bei Bayern München.

Wie nahe geht Ihnen der Weggang eines Spielers, der beim SV Werder zum Star wird?

Natürlich schmerzt es, wenn sich ein Spieler aus finanziellen Gründen von uns trennt. Aber in meiner Position muss ich in der Lage sein, schnell wieder zur Tagesordnung überzugehen.

Wie geht das? Verfahren Sie nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn?
Es gibt im Managerberuf zwar keinen Medizinerschwur, aber für meine Kollegen aus der Geschäftsführung und mich steht eines über allem anderen: das Wohl des Vereins. Und dem müssen wir auch Personalien unterordnen. Beim Klose-Transfer wurde ich gefragt, wie es mit Miro in München nun weitergehe. Da habe ich gesagt: »Das ist nicht mehr mein Problem.« Es belastet mich auch nicht. Aber natürlich schauen wir genauer hin, wie es mit Spielern weitergeht, wenn sie uns verlassen. Bisher habe ich bei Spielen des FC Bayern besonders auf Claudio Pizarro geachtet, denn auch er bleibt ein Stückweit immer »unser« Spieler.

Hätten Sie erwartet, dass Claudio Pizarro nach den etwas missglückten Jahren beim FC Bayern noch mal bei einem Spitzenklub wie dem FC Chelsea unterkommt?
Warum nicht? Claudio hat bei Bayern eigentlich die meiste Zeit unter Wert gespielt. Wenn er bei uns geblieben wäre, hätte die Öffentlichkeit vielleicht eine höhere Meinung von ihm als Stürmer.

Claudio Pizzaro hätten Sie schon gerne behalten, oder?
Es ist immer ärgerlich, wenn wir eine Mitschuld tragen, dass ein Spieler uns verlässt: Bei Pizarros Verpflichtung mussten wir das Zugeständnis machen, ihn für eine festgeschriebene Ablösesumme ziehen zu lassen. Die hat Bayern gezahlt.

Welche Neuverpflichtung des FC Bayern tut Ihnen aus der jetzigen Perspektive am meisten leid?
Sie können nicht von mir erwarten, dass ich dazu etwas sage. Nur soviel: Ein Spieler kann noch so gut sein, wenn er sich in der Gruppe nicht durchsetzen kann, hat er schlechte Karten. Deswegen kann niemand voraussagen, wie sich das neue Team von Bayern München sortiert. Der Kader hat völlig neue Fixpunkte, verglichen zur letzten Saison.

Welcher Bereich Ihres Jobs macht Ihnen eigentlich besonders Spaß?
Interviews nach einem Sieg zu geben (lacht).

Und welcher fällt Ihnen eher schwer?
Wenn ich einem Spieler mitteilen muss, dass er keinen neuen Vertrag mehr erhält. Stellen Sie sich vor, Sie müssen so was einem Spieler sagen, der große Verdienste für den Verein geleistet hat. Ich erinnere mich gut an die Gespräche mit Andi Herzog, Dieter Eilts, Frank Verlaat oder zuletzt mit Andreas Reinke.

Da hat auch ein cleverer Manager einen Kloß im Hals.
Früher schon, inzwischen habe ich etwas Routine bekommen. Aber natürlich ist es schöner, einem Spieler einen neuen Vertrag anzubieten und der antwortet: »Oh, soviel habe ich gar nicht erwartet.«

Kommt das vor?
Heutzutage leider nicht mehr (lacht).

Sind Sie mit allen Spielern per Sie?
Nein, aber wir pflegen hier einen lockeren Umgangston. Mit Torsten Frings und Frank Baumann, die schon lange hier sind, bin ich zum Beispiel per Du. Wichtig ist, dass die alle wissen, wo die Grenze ist.

Geben Sie auch Spielern, deren Leistungskurve nach unten zeigt, aufgrund Ihrer integrativen Fähigkeiten oder der sozialen Kompetenz innerhalb der Gruppe einen neuen Vertrag?
Nein, ein Profiklub braucht kein Mannschaftsmaskottchen, das unheimlich gut Teamabende organisiert, aber im Training jeden Ball verliert.


Wie ist bei der Führung der Mannschaft eigentlich die Aufgabenteilung zwischen Thomas Schaaf und Ihnen?

Ist er der gute Cop und Sie der böse? Das wechselt. Wenn ich Spielern mitteilen muss, dass ihr Vertrag nicht verlängert wird, bin ich der böse. Wenn aber einer bei einem Spiel aus dem Kader fliegt, kann ich auch ausgleichend wirken und ein paar tröstende Worte sprechen. Dann ist der Trainer der bad Cop.

Sie haben mit Schaaf Anfang der 90er noch drei Jahre zusammen gespielt. War er damals schon so wortkarg?
Er hat sich nicht großartig verändert, eine Quasselstrippe war er nie. Aber Sie täuschen sich, wenn Sie ihn für einen Schweiger halten. In wichtigen Dingen kann er sich stets Gehör verschaffen. Aber er spricht eben nicht um des Redens willen.

Schaaf war nicht unbedingt ein Führungsspieler. Hätten Sie ihm eine Karriere als Spitzentrainer zugetraut?
Bemerkenswert war, dass er schon damals eine konkrete Vorstellung hatte, was nach seiner Karriere passieren soll: Er wollte immer den Trainerberuf in Werders Jugendabteilung von der Pieke auf lernen. Das zeichnet ihn aus. Er ist ein akribischer Arbeiter, ein absoluter Fachmann und hat deshalb auch das nötige Quäntchen Glück gehabt.

Ist die Arbeit von Thomas Schaaf stark von der Otto Rehhagels geprägt?
Das lässt sich nicht vermeiden. Thomas Schaaf hatte nie einen anderen Profitrainer als Otto. Und auch ich habe in Düsseldorf und Bremen insgesamt viereinhalb Jahre unter ihm trainiert.

Die größte Stärke von Rehhagel?
Sein Umgang mit Spielern. Otto hat zwar immer viel vom Team verlangt, aber nie die menschliche Komponente vergessen. Und er hatte die Fähigkeit, genau zu erkennen, was nötig ist, um eine Mannschaft zu verbessern.

Ist Thomas Schaaf ein Freund von Ihnen?
Bei der Zeit, die wir miteinander verbringen, muss man sich respektieren und Vertrauen zueinander haben. Aber unsere Familien fahren nicht gemeinsam in den Urlaub.

Was bedeutet in Ihrem Fall gegenseitiges Vertrauen?
Ein Beispiel: Wenn Thomas von einem Spieler total überzeugt ist, glaube ich ihm. Umgekehrt ist es genau so.

Haben Sie schon mal eine Verpflichtung gegen den Willen des Trainers durchgeboxt?
Nein, aber oft ist es so, dass die Begeisterung für einen Spieler beim anderen erst wachsen muss.

Bei welcher Verpflichtung waren Sie sich von Anfang an einig?
Entgegen der öffentlichen Meinung waren wir beide von  Anfang an davon überzeugt, dass Miro Klose uns weiterhelfen kann.

Was können Schaaf und Sie im Team besser als Felix Magath beim VfL Wolfsburg als Manager und Trainer in Personalunion?
Wenn Trainer und Sportmanager gut zusammenarbeiten, ist die Verantwortung verteilt. Sollte eine Position einmal neu besetzt werden müssen, ändert das nicht gleich das Konzept des Klubs. Aber, mal ehrlich, auch Felix Magath zieht da keine One-Man-Show ab. Kein Mensch ist in der Lage, sich gleichzeitig um einen 24-Mann-Kader, Transfers, Scouting und die Spielvorbereitung zu kümmern.

Ihre Scoutingabteilung genießt einen hervorragenden Ruf. Was unterscheidet einen guten von einem schlechten Scout?
Ein schlechter Scout reist nicht gerne.

Mehr nicht?
Wie wichtig ist das gute Auge? Natürlich, ein guter Scout erkennt, welcher Spieler in unsere Mannschaft passen könnte. Er gibt Denkanstöße, schafft Kontakte, gibt Ratschläge.

Wie läuft ein Scouting beim SV Werder konkret ab? Geben Sie als Manager Vorgaben, wie: »Ich brauche einen Flügelspieler, Linksfuß, EU-Bürger, bis 25 Jahre«?
Nein, wir haben kein Schema-F, nach dem gescoutet wird. Unsere Chefscouts Hune Fazlic und Kalli Kamp sehen viele Spiele und wissen auf welche Positionen wir besonderes Augenmerk legen. Sie geben Empfehlungen ab, dann folgt Fleißarbeit: Bei uns kommt kein Spieler in die engere Auswahl, den wir nicht minimum drei Mal gesehen haben.

Es gibt umfassende Scouting-Software. Hängen Sie viel vor dem Rechner?
Die Programme laufen auch bei mir. Wenn ein Spieler interessant erscheint, sehe ich mir dort seine Daten an. Aber ich gebe nicht bestimmte Kriterien in die Suchmaske ein und warte gespannt, was das Programm ausspuckt.

Klaus Allofs, Sie sagten, für Topspieler muss der SV Werder nicht Endstation sein. Wie sieht das der Top-Manager Allofs?
Ich träume nicht davon, Manager von Real Madrid zu werden. Theoretisch wäre für mich ein Engagement in Frankreich vorstellbar, weil ich aus meiner Zeit als Spieler das Land und die Sprache kenne. Aber solange ich hier eine Aufgabe habe, bei der ich etwas bewegen kann und mit Menschen zu tun habe, die mir vertrauen, bin ich sehr zufrieden. Mal sehen, wie lange es noch so weitergeht.

Mit anderen Worten: Das Kapitel Werder ist auch für Sie überschaubar.
Im Fußball kann niemand mit Sicherheit sagen, dass er ewig an einer Station bleibt. Auch Thomas Schaaf wird hier nicht ewig Trainer sein. Ich schließe aber nicht aus, dass wir beide hier noch sehr lange weitermachen.

Wo sehen wir den SV Werder am Ende dieser Spielzeit?
Ich hoffe, auf dem 1. Platz der Bundesligatabelle.

Spektakuläre Einkäufe haben Sie noch nicht vermeldet. Besser als im letzten Jahr wird es – zumindest in der Champions League – für Sie wohl nicht laufen.
Aber auch nicht schlechter. Die Mannschaft ist gefestigter und vielleicht hat sie diesmal das Glück, in der Vorrunde nicht gleich auf den FC Barcelona und den FC Chelsea zu treffen.

Wann haben eigentlich Sie das letzte Mal vom Fall Miroslav Klose geträumt?
Geträumt noch nie.

Aber das Thema nach Büroschluss in Gedanken mit nach Hause genommen?
Natürlich. Wenn ich abends die Geschäftsstelle verlasse, nehme ich nicht nur meine Aktentasche mit. Werder Bremen ist immer präsent. Nicht nur, weil meine Kinder danach fragen oder einer Ihrer Kollegen meint, mich auch nach 22 Uhr noch anrufen zu müssen…

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