Kevin Walker, ein Fußballprofi gewinnt Schwedens bekannteste Castingshow

»Eine andere Welt«

Kevin Walker spielt in der zweiten schwedischen Liga für GIF Sundsvall. Eigentlich. Denn heute steht er im Finale der Castingshow »Swedish Idol«. Ein Gespräch über Generalproben unter der Kabinendusche und verschobene Spiele.

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Am Samstag gewann Kevin Walker Schwedens berühmtester Casting-Show »Swedish Idol«. Doch Kevin Walker ist nicht nur Sänger, sondern auch Fußballprofi. Wir haben vor dem Finale mit ihm gesprochen.

Kevin Walker, im Februar tritt der GIF Sundsvall in einem Freundschaftsspiel gegen Real Madrid an. Ist es möglich, dass die Partie ohne Sie stattfindet, weil Sie auf Tournee sind?
Auch wenn ich das Finale gewinnen sollte, den Fußball würde ich niemals aufgeben. Und mal im Ernst: Wer lässt sich denn ein Spiel gegen Real Madrid entgehen?

Spieler, die nebenbei studieren, gibt es immer wieder. Dass ein Fußballprofi abseits des Platzes zum Popstar wird, ist allerdings eher selten. Wie kam es dazu?
Von klein auf hatte ich zwei große Leidenschaften: Fußball und Musik. Als ich den Sprung zu den Profis schaffte, habe ich trotzdem nie mit dem Singen aufgehört. Im Sommer habe ich mich dann aus Spaß bei der Show beworben, ohne mir großartig Gedanken darüber zu machen. Jetzt bin ich auf einmal unter den letzten beiden - von 14.000 Teilnehmern. Das ist total verrückt.

Wie ließen sich die zahlreichen Auftritte in der Castingshow mit ihrem Beruf als Profifußballer vereinbaren?
Während der ganzen Zeit habe ich kein einziges Training verpasst. Und auch auf meine Leistungen hat sich die Show nicht ausgewirkt. Ganz im Gegenteil: Ich spielte sogar stärker als in den Partien zuvor.

Fanden die Proben in der Kabine vor versammelter Mannschaft statt?
Manchmal habe ich nach dem Training unter der Dusche geprobt. Ansonsten war mir immer die klare Trennung zwischen der Show und dem Fußball wichtig. Das sind für mich zwei verschiedene Welten.

Stimmt es, dass man Ihretwegen zwei Ligaspiele verschieben musste?
Es wurden zwei Spiele verschoben, das ist richtig. Allerdings hat das nicht der Verein veranlasst, wie häufig fälschlicherweise geschrieben wurde, sondern der TV-Sender, der unsere beiden Spiele live übertragen hat.



Haben Sie sich schon entschieden, welches Lied Sie beim Finale singen werden?
»Where the streets have no name« von »U2«. Mein absoluter Lieblingssong, da brauchte ich nicht lange nachzudenken. Außerdem muss ich meinen irischen Wurzeln ja treu bleiben.

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