Jürgen Röber im Interview

„Eine Scheißsituation“

Jürgen Röber ist ein Feuerwehrmann, dem die Flammen über den Kopf schlagen. Er kam zur Winterpause, um den BVB an die UEFA-Cup-Ränge heranzuführen, jetzt geriet in den Abstiegskampf – und trat soeben zurück. Imago

(Das Interview wurde Sonntagabend, also vor Röbers Rücktritt geführt.)

Jürgen Röber, die Vereinsführung weicht einem klaren Bekenntnis zum Trainer aus und hat 2000 in ähnlicher Situation die Pferde schon einmal gewechselt. Sitzen sie am kommenden Wochenende noch auf der Bank?

Ich weiß nicht, wie es weitergeht. Die handelnden Personen und obersten Entscheidungsträger werden beraten und müssen dann eine Entscheidung treffen.

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Die Lage im Abstiegskampf ist dramatisch, nur ein Punkt trennt ihre Mannschaft jetzt noch von Platz 16. Ist der BVB auf das ungewohnte Szenario eingestellt?

Wir stecken in einer Scheißsituation. Aber so ist das, wenn man die Seuche hat. Es klappt nichts, und beim Gegner geht es irgendwie. Wir haben die Einstellung vermissen lassen und teilweise auch die nötige Leidenschaft. Andererseits stehen da einige richtig angeschlagene Spieler auf dem Platz, die es momentan einfach nicht besser können.

Die Borussia hat eine defensive Grundeinstellung gewählt und kassierte dennoch zwei Kontertore. Wie ist dies zu erklären?

Das ist absolut nicht nachvollziehbar. Wir stehen eine Halbzeit lang gut, weisen in der Pause zum wiederholten Mal auf die Gefahren hin und rennen dennoch in den Konter, und das nach nur zwei Minuten. Da fasse ich mir an den Kopf. Ich frage mich, wieso ich eine Woche lang nur davon geredet habe.

Das Kurztrainingslager in Kaiserau hat diesmal nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Werden sie dennoch wieder auf diese Maßnahme zurückgreifen?

In unserer Situation sollten wir am besten am Montag wieder dort einziehen.

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Bernd Kraus erging es in seiner Zeit als BVB-Chefcoach ähnlich wie Jürger Röber: http://www.11freunde.de/interviews/100746
 

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