Jose Manuel Villa über seinen Sohn

»Er war eine Rakete«

Mit fünf Toren in fünf Spielen war »El Guaje« Spaniens Lebensversicherung auf dem Weg ins Halbfinale. Vor der Partie gegen Deutschland sprachen wir mit David Villas Vater über seine Form, die DFB-Elf und Sporting Gijon. Jose Manuel Villa über seinen SohnImago

Jose Manuel Villa, verraten Sie doch mal, wie man Ihren Sohn David am besten stoppen kann...

Gar nicht. Nein, im Ernst, David ist toll in Form. Er spielt eine großartige WM. Er hat schon während der Saison für Valencia viele Tore geschossen und macht jetzt einfach weiter.

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Das kann man wohl sagen. Momentan führt er die WM-Torschützenliste an.

Das freut mich natürlich, aber eigentlich ist das nicht so wichtig. Bedeutender ist, dass Spanien durch Davids Tore Weltmeister werden kann.

Wie groß ist die Chance, dass Spanien Deutschland aus dem Weg räumt?

Puh, das wird schwer. Die Deutschen spielen ein großartiges Turnier. Klasse, wie offensiv die sind. Ich bin überzeugt, wir sehen am Mittwoch das beste Spiel der WM. Ich erwarte einen Klassiker.

Viele sagen, Spanien sei nicht mehr so stark wie noch vor zwei Jahren.

Ach, warten wir es ab. Es wird immer viel geredet vor den Spielen. Nach dem Spiel werden wir wissen, wie stark die Teams wirklich sind.

Als David Spanien vor zwei Jahren zum Europameistertitel schoss, waren Sie mit in Österreich und erzählten allen, ihr Sohn wäre schon mal besser gewesen. Warum?

Damals, als er noch bei Sporting Gijon spielte, da war er eine Rakete. David war so schnell, kein Verteidiger kam hinter ihm her. Heute hat sich sein Spiel verändert, er ist jetzt am Ball noch stärker und hat mehr Übersicht. Das kommt mit dem Alter.

Sie sind glühender Sporting-Anhänger. Schmerzt es Sie nicht, dass Ihr Sohn in der kommenden Saison für den FC Barcelona aufläuft und nicht nach Gijon zurückgekehrt ist?

Barça gehört zu den zwei Großen hier in Spanien. Wenn du dort angekommen bist, hast du den Gipfel erreicht. Mehr geht nicht. David macht jetzt noch drei, vier Jahre in Barcelona und beendet dann in Gijon seine Karriere (lacht).

Um ein Haar hätte Ihr Sohn gar kein Profifußballer werden können.


Stimmt, als David vier war, hatte er diesen Unfall. Er stieß mit einem viel größeren Jungen zusammen und brach sich das Bein. Das war ein komplizierter Bruch, wir haben uns große Sorgen gemacht damals. Er war ja noch so klein. Ein Glück, dass alles gut geworden ist.

Señor Villa, wer wird denn neuer Weltmeister?

Wenn ich das wüsste. Deutschland hat aber gute Chancen, das ist schon mal sicher. Sie werden mir aber verzeihen, dass ich mich darüber nicht freuen würde.

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