12.01.2014

Jörg Bach, Ex-Fußballer und Alkohol-Experte

»Fußball und Bier gehören zusammen«

Jörg Bach hielt jahrelang als Verteidiger in der ersten und zweiten Bundesliga seine Knochen hin. Bis ihn eine schwere Verletzung vorzeitig ausbremste. Bach schulte um und arbeitet heute für eine Kölner Brauerei. Ein Fachgespräch über Fußball und Alkohol.

Interview: Alex Raack Bild: Imago

Jörg Bach, Sie mussten Ihre Karriere als Bundesliga-Spieler im Jahr 2000 frühzeitig wegen einer Verletzung beenden, heute arbeiten Sie für eine Kölsch-Brauerei – diesen zweiten Bildungsweg müssen Sie uns erklären!
Ich hatte auch die Option, im Profifußball zu bleiben. Stattdessen entschied ich mich für eine zweijährige Ausbildung zum Industriekaufmann und heuerte bei einer Brauerei in Düsseldorf an.

Eine Altbier-Brauerei, nehmen wir an.
Korrekt. Als langjähriger Spieler von Fortuna Düsseldorf (Bach spielte von 1995 bis 1999 bei der Fortuna, d. Red.) hatte ich natürlich als Vertriebler für mein Düsseldorfer Produkt eine ganz gute Grundlage. Die Vergangenheit als Fußballer hat mir viele Türen geöffnet, die ich wohl sonst erst mühevoll hätte aufstemmen müssen.

Jetzt sind wir gespannt: Wie kam der Wechsel zu einer Kölsch-Brauerei zustande?
(lacht) Ich weiß, das wäre so, als wenn man zwischen dem 1. FC Köln und der Fortuna hin und her wechseln würde. Aber als meine Privatbrauerei 2004 an einen Großkonzern verkauft wurde, suchte ich mir einen neuen Arbeitgeber und fand ihn bei einer anderen Privatbrauerei in Köln.

Sie müssen es ja wissen: Gehören Fußball und Bier unwiederbringlich zusammen?
Ich finde ja. Und die Verbindung hat ja auch eine lange Tradition, die es weiterhin zu pflegen gilt.

Hand aufs Herz: Wie viel Alkohol wurde während Ihrer aktiven Zeit konsumiert?
Da dürfen Sie sich keine romantische Vorstellungen machen: Auch in den neunziger Jahren waren wir Vollprofis, die sehr auf sich geachtet haben und nur in Ausnahmefällen mal einen über den Durst tranken.

Ein paar Gläser Bier nach erfolgreichen Spieltagen waren also drin?
Selbstverständlich. Und das ist sicherlich auch heute noch so. Die allermeisten Spieler waren und sind verantwortungsbewusst genug, dass es dann auch bei ein paar Gläsern bleibt.

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