28.07.2011

Ioannis Amanatidis über seinen Eintracht-Rauswurf

»Ich bin etwas lautstark«

Ioannis Amanatidis war bei Eintracht Frankfurt Publikumsliebling. Dann kam ein neuer Trainer, Michael Skibbe. Der Stürmer verlor erst die Kapitänsbinde, später den Stammplatz. Zuletzt lud man ihn aus dem Training aus. Jetzt sucht Amanatidis einen neuen Verein. Ein Abschiedsgespräch.

Interview: 11Freunde Bild: Imago
Eine hypothetische Frage: Wäre Frankfurt noch in der ersten Liga, wenn Funkel damals nicht gegangen wäre?

Ioannis Amanatidis: Diese Frage lasse ich jetzt mal so stehen. Nur so viel: Er hat Frankfurt in der ersten Liga etabliert. Wir hatten mit 46 Punkten in der vorletzten Saison das beste Ergebnis der letzten Jahre. Das war sein Verdienst.

Vermissen Sie Friedhelm Funkel?

Ioannis Amanatidis: Wir hatten eine gute Zusammenarbeit. Es gab auch bei uns Meinungsverschiedenheiten, das weiß jeder. Aber wir haben uns immer ausgesprochen.  Deswegen haben wir einen guten Draht. Wir telefonieren hin und wieder. Er ist sehr geradeaus. Er schützt seine Mannschaft nach außen, zu hundert Prozent. Ich habe nie erlebt, dass er öffentlich etwas Schlechtes über seine Spieler gesagt hat. Das regelt er nach innen, sehr offen und direkt. Er hat das richtige Gespür, die Zügel etwas anzuziehen und wieder locker zu lassen.

Stellen wir uns mal vor, Sie wären noch im Kader der Eintracht. Könnten Sie sich überhaupt für die zweite Liga motivieren?

Ioannis Amanatidis: Ich habe frühzeitig gesagt: Ich bin bereit in die zweite Liga zu gehen.

Spiele gegen Paderborn oder Ingolstadt...

Ioannis Amanatidis: Fußball bleibt Fußball. Egal, wer dir gegenübersteht. Wenn du gewonnen hast,  ist das Glücksgefühl das gleiche, egal ob in Paderborn oder Dortmund.

Im Februar sagten Sie in einem Interview: Die Türen sind in jeder Hinsicht offen. Die Tür zu Eintracht Frankfurt ist jetzt zu. Haben Sie Angst vor der Zukunft?

Ioannis Amanatidis: Ich verfalle nicht in Hysterie. Ich setzte mich hin und gucke, was sich bewegt und wie der Markt aussieht. Ich will gerne ins Ausland, Neuland erfahren.
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