Helmut Schulte über Schalke gegen St. Pauli

»Schalke landet im Mittelfeld«

Heute spielt Schalke gegen St. Pauli. Mit dabei: Helmut Schulte. Er war Trainer und Jugendkoordinator beim Revierclub und ist jetzt Sportlicher Leiter der Hanseaten. Ein Gespräch über Jubel auf Schalke und den Erfolg von St. Pauli. Helmut Schulte über Schalke gegen St. Pauli

Helmut Schulte, heute Abend spielt St. Pauli auf Schalke. Es spielen die beiden Klubs gegeneinander, für die Sie am längsten arbeiteten. Können Sie auf Schalke für St. Pauli jubeln?

Auf jeden Fall! (lacht) Damit hätte ich wirklich gar keine Probleme. Ich bin beim FC St. Pauli mittlerweile genauso lange in Amt und Würden wie damals beim FC Schalke 04. Dann geht das.

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Schalke ist Ihnen aber nicht egal, oder?

Für mich zählt nur der FC St. Pauli. Ich kann und will meine elf Jahre auf Schalke aber natürlich nicht einfach weg streichen. Den Königsblauen habe ich viel zu verdanken. Ich war dort auch gerne Cheftrainer und habe bei Schalke viel gelernt.

Nämlich?

Ich habe dort den deutschen und internationalen Nachwuchsbereich als Jugendkoordinator kennengelernt und besuchte alle Welt- und Europameisterschaften im Jugendbereich. Wer das macht, kennt natürlich die Talente. Durch die Arbeit mit Rudi Assauer bekam ich auch Einblicke in die Führung eines Vereins. Das sind Erfahrungen, die mir heute helfen.

Der FC St. Pauli profitiert also von Ihrer Schalker Ausbildung.

Wenn Sie so wollen. Ich war allerdings vor meiner Schalker Zeit beim FC St. Pauli. Von den Erfahrungen haben dann die Schalker profitiert. (lacht)

Mit Gerald Asamoah, Carlos Zambrano, Charles Takyi und Moritz Volz spielen vier Ex-Schalker für St. Pauli. Ließen Sie bei den Verpflichtungen Ihre Schalker Beziehungen spielen?

Es ist sicherlich hilfreich, wenn man die handelnden Akteure schon kennt. Allerdings war es uns nicht so wichtig, dass die Spieler vom FC Schalke kommen, sondern in unser Profil passen.

Der FC St. Pauli steht aktuell vor Schalke, hat aber wesentlich weniger Geld für Spieler ausgegeben. Was machen Sie in Hamburg besser?

Wir haben eine bestehende Mannschaft nur punktuell verstärkt. Der Rhythmus im Spiel bleibt so natürlich erhalten. Schalke ist einen anderen Weg gegangen und hat sehr viele Spieler ausgetauscht. Man benötigt dann mehr Zeit, um eingespielt zu sein. Ich glaube aber, dass Schalke wieder da unten raus kommt. Ab dem nächsten Wochenende kann der rapide Aufschwung kommen. (lacht)

Wo landet der FC Schalke am Ende der Saison?

Ich denke, im Mittelfeld, vielleicht wird es ein einstelliger Tabellenplatz.

Wird St. Pauli am Ende der Saison vor Schalke stehen?

Wenn das passiert, könnten wir im Normalfall zufrieden sein.

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