13.06.2014

Hat Mexiko eine Chance, Pavel Pardo?

»Wir haben keine Geduld«

148 Länderspiele für sein Heimatland Mexiko, Deutscher Meister mit dem VfB Stuttgart – Pavel Pardo hatte eine glanzvolle Karriere. Hier spricht er über die Außenseiterchancen seiner Nachfolger bei der WM in Brasilien.

Interview: Tim Jürgens Bild: Imago

Pavel Pardo, Mexiko hat eine schwere WM-Gruppe erwischt. Wie groß schätzen Sie die Chancen ein, dass die Mannschaft das Achtelfinale erreicht?
Mexiko ist eine Turniermannschaft, das haben wir in der Vergangenheit bewiesen. Wie weit wir diesmal kommen, hängt allerdings stark vom Auftaktspiel ab. Aber wir haben genug qualitativ hochwertige Spieler, um auch eine gute Chance aufs Weiterkommen zu haben.


Seit 1994 hat die Mannschaft immer die Vorrunde überstanden.
Diese Statistik holen Journalisten gerne raus, wenn eine WM ansteht. Aber was hilft uns das? Solche Statistiken setzen die Spieler nur unnötig unter Druck. Nochmal: Wir müssen zusehen, dass wir gut ins Turnier starten und uns dann von Spiel zu Spiel steigern. Die Mannschaft muss an sich glauben und Freude empfinden, bei so einem Turnier aufzulaufen.

Hat das Team gegen Gastgeber Brasilien in der gegenwärtigen Verfassung eine Chance?
Ein Spiel gegen den Gastgeber ist immer eine schwierige Angelegenheit. Vieles wird davon abhängen, dass wir den Ball kontrollieren und sie nicht ins Spiel kommen lassen. Aber unser Team verfügt über ausreichend Technik und taktisches Verständnis, um auch diese Aufgabe zu meistern.

Auf welche Spieler sollten wir bei der WM besonders achten?
Miguel Layun im defensiven Mittelfeld ist sowas wie das Gehirn in der Mannschaft. Und im Angriff macht unser Youngster Raul Jimenez eine sehr gute Figur. Überhaupt ist unser Mittelfeld mit Giovanni Dos Santos und Carlos Alberto Peña sehr gut besetzt.

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