20.10.2011

Hansi Müller über sein Schauspieldebüt bei SOKO Stuttgart

»Eine Komödie mit Basler, das wär's«

Heute Abend setzt Hansi Müller mit seinem Auftritt bei SOKO Stuttgart die ruhmreiche Tradition ehemaliger Fußballer in Krimis fort. Wir sprachen mit ihm über die Dreharbeiten, Clint Eastwood und die Talente von Mario Basler.

Interview: Erik Peter Bild: Imago
Hansi Müller, in der Krimireihe SOKO Stuttgart geben Sie heute Abend ihr Fernsehdebüt. Sie spielen sich selbst. Macht das den Schauspiel-Einstieg für einen Neuling leichter?

Hansi Müller: Tatsächlich ist es hilfreich, sich selbst zu spielen, wenn man so etwas zum ersten Mal macht. Ansonsten hat das auch etwas mit Glaubwürdigkeit zu tun. Ich will mir selbst treu bleiben und niemandem etwas vorgaukeln, was ich nicht bin. Man muss immer aufpassen, dass man sich in seiner eigenen Haut wohl fühlt.  



Was hat Sie überzeugt, die Rolle als Hansi Müller anzunehmen?

Hansi Müller: Zunächst waren noch ein paar andere Namen im Gespräch, zum Beispiel Cacau. Als aktiver Fußballer sollte man das aber nicht machen. Als ich gefragt wurde, habe ich mir das Drehbuch schicken lassen und dann entschieden mitzuspielen. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber einerseits geht es um Fußball, andererseits um einen Oldtimer, der mir gestohlen wird. Das ist eine Handlung, mit der ich mich identifizieren kann. Wichtig war auch, dass mein Text bescheiden gehalten wurde, ich also nicht ein ganzes Drehbuch auswendig lernen musste. Dazu kam, dass die Dreharbeiten bei mir vor der Haustür in Stuttgart-Bad Cannstatt stattgefunden haben.  

Haben Sie sich auf ihre Rolle vorbereitet, am Ende sogar Schauspielunterricht genommen?


Hansi Müller: Nein. Dafür war es zu einfach. Ich musste ja nur als Hansi Müller den Hansi Müller spielen.  

Was war das Besondere an den Dreharbeiten?


Hansi Müller: Ich habe ja nur drei Szenen. Eine Sequenz dauert in etwa eine Minute, die anderen beiden 20 bis 30 Sekunden. Und dafür wird ein riesiger Aufwand betrieben. Ich kannte das bereits von meiner Zeit als Reporter bei Sat1. Man ist drei Tage beim Römer Derby und am Sonntagabend kommt ein Bericht von zweieinhalb Minuten. Aber diese Dreharbeiten haben das noch getoppt. Eine Szene haben wir, glaube ich, 25 Mal gedreht.  

Was war ihre Aufgabe in dieser Szene?


Hansi Müller: Es ging um meinen gestohlenen Oldtimer, der mit einem neuen Lack wieder auftaucht. Mein Text war: »Was ist denn mit dem passiert? Der hat ja eine Lackierung. Sensationell!! Aber die Lackierung ist umsonst, oder?« Dann durfte ich noch VFB-Stutgart-Karten verschenken.  

Brauchte es die 25 Wiederholungen wegen Ihrer schauspielerischen Unzulänglichkeiten?


Hansi Müller: Nein, daran lag es nicht. Es musste aus verschiedenen Positionen gedreht werden, es gab aber nur eine Kamera. Aber natürlich, je öfter man eine Szene wiederholt, desto wohler fühlt man sich in der Situation und um so besser hat man den Text drauf – auch wenn der nicht so anspruchsvoll war.  

Gibt es schauspielerische Vorbilder? Der schöne George Clooney oder der autoaffine David Hasselhoff?


Hansi Müller: Wer mich schon immer sehr beeindruckt hat, ist Clint Eastwood. Früher stand er als Lieblingsschauspieler im Steckbrief auf meinen Autogrammkarten. Der hat ein unglaubliches Charisma.

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