Gabor Kiraly über 1860-Hertha

»Ich bin ein bisschen traurig«

Im Pokalspiel gegen seinen Ex-Verein Hertha BSC wurde 1860-Keeper Gabor Kiraly zum Helden der Verlängerung und des Elfmeterschießens. Wir sprachen mit ihm über die Partie und sein Verhältnis zu den alten Mitspielern. Gabor Kiraly über 1860-Hertha

Herr Kiraly, wie lange wurde nach dem Sieg gegen Hertha gefeiert?

Wir haben gar nicht gefeiert. Wir wollen ja eine gute Serie starten. Am Ende der Saison können wir dann feiern.

Nicht mal ein Bierchen in der Kabine?

Nein, nein, es geht ja weiter. Wir spielen am Sonntag schon wieder gegen Paderborn.

Sind solche Pokalspiele die schönsten für einen Torwart, weil man den größten Einfluss nehmen kann?

Das war sicherlich für mich ein besonderes Spiel. Es war keine einfache Partie, Gott sei Dank sind wir weitergekommen. Hertha war ein sehr starker Gegner und ist nach dem 0:2 noch einmal zurück gekommen. Nach dem Ausgleich hatten sie viele Tormöglichkeiten.

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Tut es Ihnen Leid, dass sie ausgerechnet Ihren kriselnden Ex-Klub rausgekegelt haben?

Ich bin natürlich sehr froh und überglücklich, dass wir in der nächsten Runde stehen. Ich bin aber auch ein bisschen traurig für Hertha. Aber so ist es im Pokal: Es kann nur eine Mannschaft weiterkommen.

Haben Sie vor oder nach dem Spiel mit Ihren alten Kollegen aus Berlin sprechen können?

Ja, ich habe nach dem Spiel lange mit Arne Friedrich geredet, auch mit Michael Preetz und anderen. Aber wir telefonieren ja sowieso ungefähr jede zweite Woche.

Ist die Beziehung zu Berlin besonders eng?

Nicht nur zu Berlin, auch mit meinen alten Mitspielern aus meiner Zeit bei Crystal Palace und bei Burnley bin ich in Kontakt. Ich bin ein richtiger Fan meiner Ex-Vereine!

Denken Sie, dass Hertha trotz der Niederlage gestern schnell aus dem Tal kommen kann?

Ich gehe davon aus, dass sie gegen Hoffenheim wieder Erfolg haben werden. Auch danach in Lissabon traue ich ihnen etwas zu. Wenn keine zusätzlichen Verletzungen auftreten, kann es nach oben gehen.

Eine Viertelstunde vor Schluss führte Ihre Mannschaft mit 2:0. Dachten Sie, dass es noch einmal so spannend werden würde?

Ich bin zu keiner Sekunde davon ausgegangen, dass wir schon durch sind. Man sieht ja, was in fünf Minuten alles passieren kann. Hertha hat da unsere Lücken gefunden und zugeschlagen.

Wie war Ihr Gefühl vor dem Elfmeterschießen?

Ich hatte ein sehr gutes Gefühl. Ich war hochkonzentriert und hatte mir fest vorgenommen, einen Elfmeter zu halten. Das hat ja zum Glück auch geklappt...

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