Dieter Hoeneß im Interview

»Es war ein Geduldsspiel«

Dieter Hoeneß im InterviewImago
Heft #84 11/2008
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84

Dieter Hoeneß, wissen Sie eigentlich, dass sich eine Fußballmannschaft nach Ihnen benannt hat? Der mehrfache Meister der Wilden Liga Bielefeld heißt »Dieter Hoeneß Hirnverband«.

Ja, ich erinnere mich. Die hatten mich schon mal angeschrieben. Und auch die Satirezeitung »Titanic« hat mich mit dem blutigen Turban abgebildet, Schlagzeile: »Auch Männer haben ihre Tage.«

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Erstaunt es Sie, wie sehr Sie noch heute mit diesem Spiel verbunden werden, dem Pokalfinale 1982, in dem Sie mit einer Platzwunde und dem Kopfverband spielten?


Natürlich erstaunt mich das, zumal es während des Spiels keinesfalls so dramatisch war, wie es offenbar am Bildschirm rüberkam. Es ging die ganze Zeit nur darum, die Blutung zu stoppen. Aber gesundheitsgefährdend war das nicht.

Hatten Sie während der 90 Minuten eine leise Ahnung davon, was für einen Nachhall dieses Spiel haben würde? Nein, ein Vollblut-Fußballer wie ich einer war, denkt zu keinem Zeitpunkt daran, wie das im Fernsehen rüberkommt. Und ich wusste ja nicht, dass Dieter Kürten im ZDF jedes Mal, wenn ich mit dem Turban ins Bild kam, kommentierte, mich auf dem Platz zu lassen sei unverantwortlich.

Also keine Gefahr für niemanden?


Nun, zu dieser Geschichte gehört ja auch, dass meine Frau hochschwanger mit dem zweiten Kind daheim saß und die Bilder sie ziemlich mitnahmen. Die größte Gefahr war also die einer Frühgeburt. Aber wie man heute weiß, hat der Sebastian das Pokalfinale unbeschadet überstanden.

Dass Sie überhaupt in die Situation kamen, im DFB-Pokalfinale als Stürmer aufzulaufen, hatten Sie einem Sinneswandel zu verdanken, oder?

Ich habe ja in den Jugendmannschaften zunächst Torwart gespielt und hatte alle Anlagen, um höherklassig spielen zu können. Bis ich im Alter von 15 Jahren gemerkt habe, dass das nicht meinem Naturell entsprach.

Ihnen war hinten langweilig?


Mir war langweilig. Oder anders formuliert: Was machst du als Torwart, wenn du 0:1 hinten liegst? Du kannst nur hoffen, dass die Stürmer noch ein paar Tore machen. Selber gewinnen kannst du das Spiel nicht mehr. Das lag mir nicht.

Obwohl Sie anschließend in diversen Auswahlmannschaften spielten, hing Ihre Profikarriere lange am seidenen Faden. Beinahe wären Sie Lehrer geworden, für Sport, Englisch und Geografie.

Mein Weg war sicher nicht der klassische Werdegang eines Jungprofis. Aber ich habe mich damals halt für viele Dinge interessiert, für die Politik, die Malerei. Ich habe deshalb auch angefangen, in Tübingen zu studieren, und bis kurz vor dem Examen durchgehalten, obwohl ich da schon Profi beim VfB Stuttgart war.

Wie ließ sich das vereinbaren? Mühsam war es, ich bin ja gependelt. Heute kommt man über die B14 schnell von Tübingen nach Stuttgart, damals brauchte man für einen Weg anderthalb Stunden. Aber es hat sich gelohnt.

Wie viel ist hängen geblieben?

Das Englischstudium war sicher später bei Verhandlungen ganz nützlich. Aber das hätte ich mir auch anderweitig beibringen können. Viel wichtiger war, dass das Studium mich geerdet, mein Blickfeld erweitert hat. Es war gut, mit Gleichaltrigen zu studieren, die von Bafög lebten, die in Wohngemeinschaften ihre Zimmer hatten. Das hat mir später geholfen, als die Karriere als Fußballer beim FC Bayern richtig losging.

Erzählen Sie uns vom Leben als Profi in den 70ern. Gab es damals schon die Massenverehrung, wie sie den Spielern heute zuteil wird?


Sicher war das nicht so extrem wie heute. Aber auch damals gab es Groupies beim Training (lacht). Und beim Training des FC Bayern waren acht, neun Journalisten bei jeder Übungseinheit dabei, meistens auch ein Kamerateam. Mit dieser plötzlichen Popularität musste man umgehen können.

Was hat Ihnen dabei geholfen, vom Studium mal abgesehen?

Dass mein Bruder Uli und ich aus einem sehr gesunden Elternhaus kamen. Und dass ich erst mit 22 Jahren Profi geworden bin. Ich konnte vieles gelassener sehen.

Nach der Karriere haben Sie drei Jahre Pause vom Fußball gemacht.

Für Profis gab es damals nur zwei Alternativen für die Zeit nach der Karriere. Entweder wurden sie Vertreter für Adidas, oder sie bewirtschafteten eine Lottobude. Ich war mir mit Adidas eigentlich schon einig, als ich ein Angebot von Commodore bekam.

Der legendäre Computerhersteller und Werbepartner des FC Bayern, bei dem Sie als PR-Manager anheuerten.


Nein, nicht als PR-Manager. Ich habe als Leiter Sportmarketing gearbeitet, das ist ein großer Unterschied. Im Rückblick war es die beste Vorbereitung auf die Tätigkeit als Manager, weil ich dort gelernt habe, wie Sportmarketing funktioniert. Commodore war damals einer der wichtigsten Sponsoren im Sportbereich, über den FC Bayern hinaus. Wir haben Flushing Meadow gemacht und Wimbledon, aber auch Volleyball und andere Sportarten.

Dann sind Sie in den Fußball zurückgekehrt und wurden Manager beim VfB Stuttgart. Eine Zeit mit Höhen und Tiefen.

Natürlich war der Gewinn der Meisterschaft 1992 ein unglaublich emotionaler Moment, zumal er ja in letzter Minute zustande kam. Ich habe aber in Stuttgart auch das Leid eines Managers erlebt. Das Ausscheiden gegen Leeds United aus der Champions League durch eine falsche Auswechslung war bitter. Nicht nur, dass wir draußen waren, sondern auch die Konsequenzen, die sich daraus ergaben. Hätten wir damals die Gruppenphase erreicht, wären das zehn Millionen Mark zusätzliche Einnahmen gewesen. Das hätte bedeutet, dass wir Matthias Sammer hätten zurückholen können. Spieler trösten sich mit einem Sieg am nächsten Samstag, einem Manager hängt so etwas lange nach.

Wieso sind Sie 1997 zu Hertha BSC gegangen? Der Verein hatte damals ja nicht den besten Ruf.

Hertha hatte eine große Tradition, die Stadt befand sich im Aufbruch. Und der Verein war mir seit jeher sympathisch, was daran lag, dass ich mein erstes Tor im Erwachsenenbereich für den SSV Ulm in einem Freundschaftsspiel gegen die Hertha gemacht hatte. Es war zwar nur der Ehrentreffer zum 1:3, aber so ist das oft im Fußball. Manchmal entscheiden Kleinigkeiten.

Ihre ersten Erfahrungen auf der Hertha-Geschäftsstelle sind längst ein Mythos. Die legendäre Schreibmaschine...

Genau, die Schreibmaschine. Aber ich will die alten Geschichten ja gar nicht noch mal erzählen.

Nur zu.


Es waren schon besondere Erfahrungen. Mein erstes Heimspiel im Olympiastadion war eine Partie vor gerade mal 5700 Zuschauern gegen Carl Zeiss Jena. Auf dem Trainingsgelände hingen in den Kabinen Baureste von der Decke, eigentlich hättest du Bauhelme an die Spieler verteilen müssen. Trainer Jürgen Röber saß in einer kleinen Kabine mit Heizofen. Das Ernüchterndste war allerdings der Blick in die Duschen: kleine Tiere als grüner Film zwischen den Kacheln.

Klingt nicht wirklich vorzeigbar. Wie war das mit dem eigenen Anspruch zu vereinbaren, der Hauptstadtklub zu sein
?

Wenn ich einen jungen Spieler verpflichten wollte, habe ich den erst gar nicht in die Geschäftsstelle mitgenommen, der wäre mir sofort davon gelaufen. Die Kandidaten habe ich immer ins Hotel Esplanade gebeten und ihnen die Stadt erklärt. Heute erklärt sich Berlin ja von selbst.

Wie rasch entwickelte sich Hertha zu jener Zeit?

Manchmal war es ein Geduldsspiel. Nur als Beispiel eine lustige Geschichte: Der Stadionverwalter damals hieß Schließer, da war der Name hin und wieder Programm. Wenn der keine Lust hatte, schlecht aufgelegt oder das Wetter nicht ganz optimal war, hing der kurzerhand das Schild raus: »Plätze gesperrt«, und die Mannschaft musste zum Laufen auf den Teufelsberg. Grundsätzlich war das Verhältnis zu Herrn Schließer recht freundschaftlich, und es wurde im Laufe der Jahre auch immer besser, aber es gab eben auch Zeiten, in denen sich die Zusammenarbeit zwischen dem Stadionverwalter und Hertha BSC nicht immer ganz einfach gestaltete.

Dann füllten beim Zweitligaspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern plötzlich 75.000 Zuschauer das Olympiastadion.

Ich habe alle großen Stadien der Welt gesehen, auch in gefülltem Zustand. Aber während dieses Spiels sind mir kalte Schauer den Rücken hinunter gelaufen. Die Stadionverwaltung hatte damals ja nicht mal alle Blöcke geöffnet. Und dann standen plötzlich zu Spielbeginn noch 15.000 Zuschauer draußen vor den Toren. Ein Block nach dem anderen wurde aufgemacht, und die Leute strömten herein. Das war ein besonderer Moment für mich.
Nun ging alles sehr schnell, es folgten Aufstieg und Klassenerhalt, und auf einmal war Hertha der Liebling der Stadt. Wöchentlich musste die Zahl der Fanklubs aktualisiert werden. Uns hat selbst überrascht, wie schnell die Fußballbegeisterung der Stadt aktiviert werden konnte. Wir hatten uns auf eine längere Durststrecke eingerichtet.

Die Euphorie erreichte ihren Höhepunkt, als sich Hertha 1998 für die Champions League qualifizierte. Kam das zu früh?

Ja, das hat Erwartungen geweckt, die wir in den Jahren danach nicht erfüllen konnten. Und wir selbst haben uns in der Euphorie des Moments dazu hinreißen lassen, Dinge anzukündigen, die vielleicht damals auch gar nicht unrealistisch waren. Wir haben uns danach mehrfach für den UEFA-Cup qualifiziert und sind an der Champions League jeweils nur knapp vorbei geschrammt.

Warum hat es zum großen Wurf nicht mehr gelangt?

Zunächst einmal kam uns der Umbau des Olympiastadions zur Fußball-WM 2006 in die Quere. Vier Jahre Bauzeit sind eine enorme Hypothek. Weniger Zuschauer im Stadion, weniger Einnahmen. Und es herrscht natürlich eine miese Stimmung, wenn du als Dauerkartenbesitzer alle Vierteljahre weiterrutschen musst, weil der Bau fortschreitet, wenn du im Dreck herumläufst, wenn kein Dach auf dem Stadion ist und du nass wirst.

Wollen Sie sagen, allein das Stadion hat das Wachstum gehemmt?


Nein, das wäre verkürzt. Ich hatte damals natürlich vehement für einen Neubau plädiert, weil ich aus Stuttgart wusste, was es bedeutet, ein Stadion bei laufendem Betrieb umzubauen. Der Umbau allein wäre aber dennoch zu stemmen gewesen. Doch dann kam die Kirch-Krise...

Das Fernsehimperium des Leo Kirch ging pleite, was die Bundesligaklubs eine Menge Geld kostete.

Womit niemand rechnen konnte. Und in dieser ohnehin finanziell angespannten Situation wollten und mussten wir in die Infrastruktur rund um die Geschäftsstelle investieren, weil wir sonst keine Zuschüsse mehr erhalten hätten. Wir hatten zu einer Zeit die Entscheidung getroffen, unser Trainingszentrum zu errichten, in der wir uns das eigentlich gar nicht leisten konnten.

Gab es keine Alternative?

Nein. Wenn wir das nicht gemacht hätten, hätten wir riskiert, das Gelände am Olympiastadion nicht zu bekommen. Und auch aus heutiger Perspektive: Es war die beste Investition, die wir tätigen konnten. Vorher hatten die Jugendmannschaften der Hertha über die Stadt verstreut trainiert, die A-Jugend im Wedding, die B-Jugend sonstwo. Wenn der A-Jugend-Trainer sich über einen B-Jugendlichen informieren wollte, musste der quer durch die Stadt fahren, um ihm beim Training zuzuschauen.

Warum hat der sportliche Fortschritt mit der Entwicklung der Infrastruktur nicht Schritt halten können?


Wir mussten durch die beschriebenen Dinge wie die Kirch-Krise, den Stadionumbau und Investitionen in die Infrastruktur sportlich kleinere Brötchen backen, um uns wirtschaftlich zu konsolidieren. Aber schauen Sie bitte, was hier in den letzten Jahren passiert ist. Diese finanzielle Konsolidierung –fast würde ich sagen, Sanierung – haben wir konsequent durchgezogen. Andere Klubs, die das versucht haben, sind dabei fast in der 3. Liga gelandet.

Wenn wir die Hertha einordnen sollten, dann auf einer Stufe mit anderen Klubs, die in den vergangenen Jahren nicht oder nur sporadisch in der Champions League gespielt haben, etwa mit Borussia Dortmund, dem Hamburger SV und dem VfB Stuttgart.


Für all diese Klubs geht es darum, den Abstand zu den Teams, die in den letzten Jahren oben mitgespielt haben, nicht zu groß werden zu lassen. Jedes Jahr in der Champions League hilft, den Erfolg zu verstetigen.

Bernd Hoffmann, der Chef des Hamburger SV, hat als mittelfristiges Ziel ausgegeben, den HSV wieder unter die »Top 20« der europäischen Klubs zu bringen. So etwas Ähnliches müssten Sie doch auch für die Hertha formulieren.


Wir haben ehrgeizige Ziele, aber zunächst für die Bundesliga. Wir wollen uns dieses Jahr sportlich für den UEFA-Cup qualifizieren, und das nicht über die Fairplay-Wertung. In absehbarer Zeit wollen wir wieder in der Champions League spielen. Die Talsohle haben wir sicher hinter uns. Aber das muss man auch ganz klar sagen: Der HSV ist uns momentan einen Schritt voraus.

Nun könnten Sie sich eigentlich wieder auf die sportliche Entwicklung konzentrieren. Stattdessen schwelt seit Wochen eine Diskussion darüber, ob Hertha nicht ein neues Stadion braucht. Kann Ihnen das recht sein?

Wir haben dieses Thema nicht selbst an die Öffentlichkeit gebracht. Und die Diskussion ist völlig überhitzt. Fakt ist: Der Vertrag mit der Betreibergesellschaft des Olympiastadions läuft 2017 aus. Da ist es doch unsere Pflicht als Verein, mögliche Alternativen zu prüfen. Wir werden eine Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Die muss alle wichtigen Fragen beantworten: Macht es Sinn? Wo könnte es stehen? Wie groß müsste es sein? Wie könnte es finanziert werden?

Wie weit sind Sie da?

Eine solche Studie wäre eine tolle Aufgabe für einen Doktoranden. Ich habe bislang mit einem Professor gesprochen, der begeistert von der Idee war und nun einen geeigneten Kandidaten sucht.

Dass Sie einen Neubau nicht ausschließen, lässt auf Unzufriedenheit mit der gegenwärtigen Situation schließen.

Das Olympiastadion ist ein schwieriger Fall. Der notwendige Verknappungseffekt fehlt. Jeder Berliner kann sich am Samstagnachmittag um zwei entscheiden, ob er ins Stadion gehen möchte. Zum anderen entsteht durch die Größe und die Laufbahn Fußballatmosphäre erst dann, wenn 50.000 oder 60.000 Zuschauer da sind.

Wie holt man die ins Stadion? Viele machen es sich einfach, wenn sie sagen: Ihr müsst nur guten Fußball spielen. Das allein ist nicht mehr entscheidend. Fußball muss ein Erlebnis sein. Bestes Beispiel ist Hamburg. Die wären fast abgestiegen und trotzdem war das Stadion immer voll.

Wenn Sie auf elf Jahre Amtszeit bei der Hertha zurückblicken, sind Sie im Umgang mit der Presse gelassener oder dünnhäutiger geworden?


Den Begriff »dünnhäutig« höre ich nicht so gerne aus dem Mund von Journalisten. Die Erfahrung habe ich gemacht: Niemand ist dünnhäutiger als die Journalisten selbst.

Formulieren wir es anders: Wie sehr regt Sie heute noch ein Artikel auf, in dem Sie sich oder den Verein oder einen Spieler falsch dargestellt finden?


Ich bin eigentlich recht gelassen. Aber ich habe ein enormes Unrechtsbewusstsein. Und wenn einer unser Spieler massiv ungerecht behandelt wird, dann ist es schon mal wichtig, sich als Verein oder auch als Person davorzustellen und den Spieler zu schützen. Doch die ganzen Kleinigkeiten, die mindestens genauso ärgerlich sind, nehme ich schon gar nicht mehr wahr.

Wenn Sie Ihr Verhältnis zur Presse als Spieler und heute als Manager vergleichen. Hat sich etwas Grundlegendes verändert?


Nein, in jeder Generation gab es Journalisten, denen man vertrauen und denen man Hintergründe erklären konnte, ohne dass dies am nächsten Tag wortwörtlich nachzulesen war. Aber der Konkurrenzkampf hat sich verschärft. Schon als ich bei Hertha anfing, hieß es, diese Stadt habe eigentlich eine Zeitung zu viel. Den ökonomischen Druck merke nicht nur ich. Insofern habe ich ein gewisses Verständnis für die Nöte der Journalisten vor Ort.

Dieses Verständnis soll Grenzen haben. Muss jemand, dessen Gesicht so mit einem Verein identifiziert wird wie Ihres, Kritik nicht aushalten können?


Vielleicht ein Beispiel: Vor unserem Spiel im UEFA-Cup bei St. Patrick bin ich mit ein paar Kollegen einen Tag früher, wohlgemerkt am Sonntag, nach Irland geflogen, um dort Golf zu spielen. Nun hatten wir aber am Samstag daheim gegen Cottbus verloren. Und prompt stand am Montag in einer Zeitung: »Krisen-Stimmung. Aber die Bosse lochen fröhlich ein!« Und so was ist bezeichnend. Es gibt immer einen Grund, um zu sagen: Eigentlich müsste der Manager jetzt da sein. Wenn ich dafür bekannt wäre, dass ich sechs Wochen Urlaub im Jahr nehmen würde und außerdem zwei freie Tage in der Woche, dann würde ich das noch verstehen. Aber so nicht.

Wenn schon ein Tag ohne Hertha Schlagzeilen macht, wie viel Zeit bleibt da noch für ein Privatleben?

Sicher würde sich meine Frau wünschen, dass wir auch mal ganz normal Urlaub machen könnten. Aber das geht als Bundesliga-Manager einfach nicht. Und meine Frau kennt mich und weiß: Ich kann Dinge nur ganz oder gar nicht machen.

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