22.11.2011

Diego Maradona im Exklusiv-Interview

»Mein Held war Karl-Heinz Förster«

Diego Maradona hat einen Doppelgänger. Sein Name: Abi Atici. Er sieht aus wie Diego, trägt die gleichen Tattoos wie Diego und wie heißt wohl sein Sohn? Genau. Vor dem Spiel von Maradonas Ex-Klub Neapel gegen Manchester City sprachen wir mit ihm.

Interview: Alex Raack Bild: Bilder: Privat

Fühlen Sie sich denn auch seelisch verwandt mit Ihrem Abziehbildchen?

Abi Atici: Oh ja. Ich gebe ihnen ein Beispiel: Ich habe in meinem ganzen Leben noch keinen Bart getragen. Aber als Diego vor einigen Jahren plötzlich Vollbart trug, ließ auch ich wachsen. Und siehe da: Wir beide haben an der exakt gleichen Stelle graue Barthaare! Das kann doch kein Zufall sein. Reicht ihnen das als Beweis?

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Nicht wirklich.

Abi Atici: Andere Geschichte: Vor ein paar Jahren verletzte ich mich am Knie, nach meiner OP lag mein Bein in Gips und ich musste auf Krücken laufen. Meine Kumpels zogen mich damit auf: »Diego trägt aber keine Krücken!« Ich sagte nur: »Wartet ab, bald schon.« Und siehe da: Kurze Zeit später baute Diego einen Autounfall und musste an Krücken gehen! Verrückt, oder?

Haben Sie Ihr Idol denn auch schon einmal kennengelernt?

Abi Atici: Natürlich, sogar schon zweimal. 2000 buchte mich Lothar Matthäus für sein Abschiedsspiel in München. Bei der Pressekonferenz vor dem Spiel rief Lothar vor den überraschten Medienvertreter seinen Überraschungsgast Diego Maradona auf die Bühne. Und ich, durchtrainiert und schlank, tauchte hinter einem Vorhang auf. Diego war damals allerdings rund wie ein Billardkugel, Lothar erklärte den verdutzten Journalisten, Maradona hätte extra für sein Abschiedsspiel so viel abgenommen. Und die glaubten das auch zunächst. Lothar hat sich so gefreut, den Spieß einmal umgedreht zu haben und die Pressemenschen zu veräppeln!

Und wann trafen Sie Maradona?

Abi Atici: Nach dem Spiel im Hotel. Aber nur ganz kurz. 2002 bin ich extra nach Kuba geflogen, um ihn in der Reha zu besuchen. Diego spielte damals Tag und Nacht Golf. An Loch 15 habe ich ihn dann überrascht. Als er mich sah, hatte er Tränen in den Augen. Er umarmte mich und sagte zu mir: »Es ist, als wenn ich meine Jugend in einem Spiegel sehen würde.« Es war unglaublich.

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