Die erste ungefährliche Pyro-Fackel

»Die Fans freuen sich auf die Fackel«

In Deutschland gibt es Klubs, die jährlich sechsstellige Strafen deswegen bezahlen müssen. Wie ist die Situation bei Bröndby?
Ähnlich. Natürlich würden wir das Geld lieber in neue Spieler oder das Stadionumfeld investieren, als Strafen an den Verband zu zahlen. 

Ist die Debatte rund um Pyrotechnik nicht eine symbolische? Ein Machtkampf zwischen Verbänden und Fans?
Es mag sein, dass sich die Diskussion hochgeschaukelt hat. Aber die Hitze der derzeitigen Fackeln ist schon ein Problem. Eine Temperatur von über 1000 Grad kann gerade in einer großen Menschenmenge gefährlich sein. Zumal man bei einer solchen Hitze nicht einmal in direkten Kontakt mit der Flamme kommen muss, um Verbrennungen zu erleiden. Ich war früher selber Polizist und habe immer mal wieder Verletzungen durch Pyrotechnik gesehen, wenn auch keine schweren. 

Wie steht der dänische Verband zu Ihrem Projekt?
Wir sind im Austausch, ein richtiges Feedback gibt es aber noch nicht. Demnächst wird es jedoch ein längeres Meeting geben. Übrigens auch mit dem schwedischen Verband, der ebenfalls interessiert ist. 

Nehmen die Fans das Produkt an?
Ja. Die Fans freut nicht nur die Fackel, sondern vor allem auch, dass es diesen Prozess, diesen Dialog überhaupt gibt. Sie waren stets in die Produktion involviert und bringen nach wie vor Verbesserungsvorschläge ein. Wir versuchen, darauf einzugehen. So gibt es die Fackel mittlerweile in verschiedenen Farben, je nach Fanszene. 

Wann sehen wir sie das erste Mal im Stadion?
Zunächst steht das Gespräch mit dem Verband an, im Juli wird die zuständige Behörde das Produkt einstufen und hoffentlich zulassen. Dann wollen wir es so schnell wie möglich auf den Markt bringen. Für ungefähr sechs Euro pro Stück.

Mickel Lauritsen, sagt Ihnen der Name Johannes B. Kerner etwas?
Nein, sollte er?


Das ist ein deutscher TV-Moderator, der vor ein paar Jahren eine Kinderpuppe vor laufenden Kameras mit einem bengalischen Feuer entzündete, um zu zeigen, wie gefährlich Pyrotechnik ist.

Wow. Also, das braucht er in Zukunft wirklich nicht mehr zu tun.

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