Sie kommen aus dem Prenzlauer Berg, weit weg von Köpenick und Union Berlin. Sind Sie ein kleiner Junge zu den Spielen von BFC Dynamo gegangen?
Marko Rehmer: Klar, ab und zu bin ich auch mal im Jahnsportpark
(Stadion von BFC Dynamo, d. Red.). Aber im Prenzlauer Berg stand auch das Trainingszentrum. Und das war die Talentschmiede von Union Berlin. Ich war auch nie Fan eines Vereins. Dafür aber Fan eines Spielers!
Welchen?
Marko Rehmer: Rene Adamczeszweski.
Wer ist das?
Marko Rehmer: Mein Cousin. Ein richtig guter Fußballer, der allerdings nach drei Kreuzbandrissen seine Karriere frühzeitig beendet musste.
Heute findet das mit Spannung erwartete Derby zwischen Hertha und Union statt, das Olympiastadion ist komplett ausverkauft. Die Rivalität zwischen beiden Teams ist groß. Woher kommt diese Abneigung?
Marko Rehmer: Die Teilung der Stadt hat schon ihre Spuren hinterlassen. Das waren damals zwei verschiedene Fußballkulturen, die aufeinander prallten. Trotzdem gab es ja einige Jahre lang eine feste Fanfreundschaft zwischen Hertha und Union. Schade, dass sich das in die andere Richtung entwickelt hat. Was auch an der immer noch existierenden Ost-West-Problematik liegt. Eigentlich völlig unnötig, dass 21 Jahre nach der Wiedervereinigung noch darüber gesprochen wird.
Was bedeutet das Derby für die Fußballstadt Berlin?
Marko Rehmer: Es knistert richtig in der Stadt, an jeder Ecke spürt man das. Das ist wichtig für Berlin, wichtig für die beiden Vereine und jeden, den etwas mit dem Fußball in dieser Stadt verbindet. Ich hoffe, es wird ein unvergessliches Spiel!
----
Niemals nichts verpassen! Bestelle hier den 11freunde.de-Newsletter kostenlos und auf Lebenszeit >>