Das Sommerloch im Exklusiv-Interview

»Gesät wird im Winter«

Es ist in aller Munde, wir haben es im Interview: Das Sommerloch über die ganz große Monotonie und Unterstützung von Lothar Matthäus.

Liebes Sommerloch, die Politik liegt am Strand, die Bundesliga versteckt sich im Trainingslager. Nur Sie haben alle Hände voll zu tun. Es scheint so, als ob momentan keiner so viel arbeitet wie Sie?
Das ist richtig. Gerade jetzt habe ich Hochsaison. Wenn sonst nicht viel los ist, ist es meine Aufgabe alte Kamellen auszugraben, sie ein bisschen aufzupolieren und unter die Leute zu bringen. Das erfordert sehr viel Fingerspitzengefühl und langjähriger Erfahrung. Aber ich will mich nicht beschweren. Ich liebe meinen Job. 

Haben Sie denn keine Mitarbeiter, die Ihnen unter die Arme greifen?

Mit der Zeit habe ich zu diversen Leuten einen guten Draht aufgebaut. Zum Beispiel zu Lothar Matthäus. Er ist ein sehr zuverlässiger und vielseitiger Kollege, spielt mir immer wieder neue Trainerangebote aus Fantasieorten zu, spektakuläre Interviews oder seine Liebesgeschichten. Er hat mir schon oft aus der Klemme geholfen. Wir sind ein eingespieltes Team.

Ihre Konkurrenz, die Saure-Gurken-Zeit, lassen Sie seit Jahren hinter sich. Wie kam der Erfolg zustande? 
Man muss hart arbeiten und ständig an sich glauben. Während andere im Winter die Beine hochlegen, stecke ich schon in den Vorbereitungen für den Sommer. Hier ein kleiner Skandal, da eine Affäre. Ein gutes Beispiel war einst die schlüpfrige Geschichte um Franck Ribery. Alles lange vorbereitet. Ich sage immer: »Gesät wird im Winter, geerntet wird im Sommer!«

Sie sind dafür verantwortlich, dass wir ständig von Leuten lesen, die uns nicht interessieren und von Dingen hören, die vollkommen unwichtig sind. Das gefällt nicht jedem. Hand aufs Herz: Wie gehen Sie mit Ihrem schlechten Image um?

Mir ist bewusst, dass ich nicht den besten Ruf genieße. Viele schimpfen über mich und kreiden mir Dinge an, hinter denen ich gar nicht stecke. Das ist schon manchmal frustrierend. Doch ohne mich hätten Millionen von Menschen morgens nichts zu tun, Bauarbeiter würden wieder verstärkt Frauen hinterher pfeifen und Taxifahrer würden sich am Ende noch mit sinnvollen Dingen beschäftigen. Das muss man mir auch mal anrechnen. Aber es ist wie so oft: Alle meckern über die wenigen Fehler, die man macht. Man bekommt mit der Zeit ein dickes Fell.

Werfen wir einen Blick in die Vergangenheit: Was waren ihre größten Erfolge in den letzten Jahren?
Ganz weit vorne war Samy das Krokodil. Wenn ich mich richtig erinnere, war das im Sommer 1994. Dieser kleine Racker hielt die Republik für mehrere Wochen in Atem. Ähnlich wie 2006 der Braunbär Bruno. Er schaffte es sogar in die »Tagesthemen«. Zu meinen absoluten Favoriten zählt jedoch das Format »Big Brother«. Kaputte Typen, falsche Brüste und C-Promis. Da muss ich nicht mehr viel machen. Eine Weltidee.

Stichwort Zukunft: Können Sie uns noch eine sportlichen Ausblick auf das geben, was diesen Sommer noch kommt?
Sie müssen verstehen, dass ich mir jetzt nicht in die Karten gucken lasse. Aber soviel sei gesagt: Ich habe noch einiges in der Pipeline. Trainerwechsel, spektakuläre Transfergerüchte, kuriose Trainingseinheiten und natürlich noch ein ganz dickes Ding. Warten Sie's ab, ich bin noch lange nicht leer.

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