Christoph Kramer über einen Knockout und Puls auf 210

»Ich weiß nichts mehr«

Christoph Kramer erlebte ein WM-Finale mit Höhen und Tiefen: Startelf, Gehirnerschütterung, Weltmeister. Was er von dem Spiel mitgenommen hat, sagte er uns im Interview.

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Herr Kramer, vor einem Jahr haben Sie noch in der Zweiten Liga gespielt, jetzt sind Sie Weltmeister. Ist das schon bei Ihnen angekommen?
Das ist Wahnsinn. Auch dass ich im Finale von Anfang an gespielt habe. Eigentlich kann ich noch gar nichts sagen.

Wie fühlt sich der Pokal an?
Schwer ist er. Aber schönes Ding. Wahnsinn.

Sie mussten schon nach einer halben Stunde vom Feld, nachdem Sie mit dem Argentinier Garay zusammengeprallt sind. Was ist genau passiert?
Ich weiß es nicht mehr. Von der halben Stunde, die ich auf dem Platz stand, habe ich kein einziges Bild mehr in Erinnerung. Ich wusste nicht mal, dass ich nach dem Zusammenprall noch weitergespielt habe.

Waren Sie bewusstlos?
Ich glaube ja, aber ich weiß es wirklich nicht. Mein Kiefer ist ausgerenkt. Ich denke, dass ich eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Na gut, es ist halt so.

Wie ordnen Sie das WM-Finale für sich ein? Einerseits haben Sie von Anfang an gespielt, andererseits mussten Sie früh vom Feld.
Ich bin Teil des Teams. Ich habe drei Spiele gemacht, im Finale von Anfang an gespielt. Ich fühle mich als kompletter, voller Weltmeister wie alle anderen 22 auch.

Sie haben erst kurz vor dem Anpfiff erfahren, dass Sie für Sami Khedira spielen. Waren Sie sehr aufgeregt?
Als ich davon erfahren habe, war mein Puls auf 210 - ohne einen Schritt gegangen zu sein. Das ist ja ganz normal. Als junger Spieler im WM-Finale, zum ersten Mal von Anfang an - das steckt man auch nicht so einfach weg. Aber im Spiel war davon nichts zu spüren. Ich habe ja nicht zum ersten Mal gegen den Ball getreten.

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