22.09.2009

Bundestrainer Löw über die T-Frage

»Flexibilität ist vonnöten«

Es wird ernst für die Nationalmannschaft in der WM-Qualifikation. Im Interview spricht Bundestrainer Joachim Löw über die Spiele gegen Finnland und Russland, die weiterhin offene Torhüterfrage und übt Kritik an der FIFA.

Interview: Ralph Durry Bild: Imago
Bundestrainer Löw über die T-Frage
Wie hat Robert Enke die Entscheidung aufgenommen, in den WM-Qualifikationsspielen gegen Russland und Finnland nicht Kader anzugehören?

Das war eine Entscheidung von uns beiden. Es war klar, dass er die nächsten zwei bis drei Wochen im Training nicht komplett belastet werden kann, weil er noch Antibiotika nehmen muss. Somit war klar, dass Robert bei den Spielen nicht auf seinem Top-Niveau sein würde.



Haben Sie Robert Enke eventuell Zusagen, was einen Einsatz in den November-Länderspiele anbelangt, gemacht?

Nein, so etwas ist nicht besprochen worden. Da haben wir uns nicht festgelegt, denn eigentlich war geplant, dass Wiese und Neuer nochmals in diesem Jahr spielen sollten. Das Ganze zeigt jedoch, dass wir auf alle Eventualitäten vorbereitet sein müssen. Es ist nicht das erste Mal, auch bei den Feldspielern mussten wir schon kurzfristig umdenken. Es ist größte Flexibilität vonnöten.

Es besteht somit auch kein akuter Handlungsbedarf, was die Rolle des Stammtorhüters für die WM 2010 anbelangt?

Rene Adler wird in den Spielen gegen Russland und Finnland, sofern nichts dazwischenkommt, im Tor stehen. Er hat in den beiden letzten Spielen überzeugt. Aber es ist absolut noch keine Vorentscheidung über die WM-Stammtorhüterrolle gefallen. Warum sollten wir auch jetzt entscheiden, wenn die WM 2010 erst im Juni losgeht? Wir werden den Kader im Mai nominieren, natürlich etwas früher wird schon eine Entscheidung bei den Torhütern fallen.

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