07.02.2013

Brasiliens Superstar Neymar im Interview

»Die Bayern? Warum nicht!«

Neymar gilt als das Wunderkind des brasilianischen Fußballs. Seit Jahren wird über einen Wechsel des 21-Jährigen nach Europa spekuliert. Hier spricht er über die Qualität von Bastian Schweinsteiger, seine Zukunft und geheime Karnevalsfeiern.

Interview: Benjamin Kuhlhoff Bild: Imago

Neymar, wenn man in Deutschland von Brasilien spricht, fallen automatisch die Begriffe: Samba, Karneval und Pelé. Was erinnert Sie an Deutschland?
Mir fallen natürlich sofort die klasse Fußballer ein: Miroslav Klose, Thomas Müller und Bastian Schweinsteiger gehören für mich zu den besten der Welt.

Woher kennen Sie diese Spieler?
Natürlich von der Playstation. (lacht) Aber ich beobachte auch ihr echtes Spiel. Ich bin jung und kann von jedem Spieler etwas lernen. Zum Beispiel von Bastian Schweinsteiger. Er ist für mich einer der besten Spieler, die ich überhaupt jemals gesehen habe. Seine Übersicht, sein Passspiel, seine Präsenz auf dem Platz – daran kann ich mich orientieren.

Und welche deutsche Mannschaft wählen Sie auf der Konsole?
Den FC Bayern München.

Bisher hat man gehört, dass Sie bei einem Wechsel nach Europa vor allem auf die spanischen Topklubs Real Madrid und den FC Barcelona schielen. Nun kehrt mit Pep Guardiola ein bisschen Barca in die Bundesliga. Bleibt Spanien die einzige Option für Sie?
Natürlich sind der FC Barcelona und Real Madrid sehr attraktive Klubs. Aber meine Entscheidung fällt definitiv nicht nur zwischen diesen beiden Mannschaften. Mir ist wichtig, dass ich zu meiner neuen Mannschaft passe, mich weiterentwickeln kann und mich vor allem wohl fühle. Da gibt es einige Klubs in Europa, die dafür in Frage kommen.

Ist auch der FC Bayern eine Option?
Bayern München ist ein großer Verein mit herausragenden Spielern. Jetzt bekommen sie einen der besten Trainer der Welt. Ich kann mir das durchaus vorstellen.

Hat Ihr neuer Nationalmannschaftskollege Dante Ihnen schon von München vorgeschwärmt?
Dante ist ein verdammt guter Innenverteidiger und ein feiner Kerl. Ich kannte ihn vorher nur von Videos, jetzt bringt er eine große Qualität in unsere Mannschaft. Über München haben wir uns aber nicht unterhalten.

Welche Dinge fallen Ihnen außerhalb des Fußballs zu Deutschland ein.
An erster Stelle natürlich die hervorragende Organisation und die Zuverlässigkeit. Nicht umsonst baut zum Beispiel Volkswagen so beliebte Autos. Aber ich erinnere mich auch an die tollen Stadien und die hervorragenden Fans, die mich bei meinem letzten Besuch einen beeindruckende Empfang bereitet haben.

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