23.07.2010

Benjamin Lauth im Interview

»Ich bin in ein Loch gefallen«

Benjamin Lauth spielte einst ein miserables Halbjahr beim Hamburger SV. Wie das kam und wie er sich beim VfB Stuttgart endlich aus der Krise spielen wollte, erklärte er uns vor langer Zeit im Gespräch mit 11freunde.de.

Interview: 11FREUNDE Bild: imago
Benjamin Lauth im Interview


Sie wären als Jugendlicher fast in der Ski-Nationalmannschaft gelandet und haben sich dann doch für den Fußball entschieden. Haben Sie diesen Entschluss in dieser schlechten Phase bereut?

Nein, das Verletzungsrisiko ist beim Skifahren ja genauso hoch. Ich wollte einfach immer Fußballer werden.

Nervt es Sie, der ehemalige Nutella-Spieler zu sein?

Nein, damit muss man umgehen können. Die Werbespots haben mir viel Spaß gemacht und es ist normal, dass diese Geschichte immer wieder herausgeholt wird.

Verkaufen sich Ihre Merchandising-Artikel mit dem Schriftzug „Let’s get lauth“ eigentlich noch?

Das weiß ich gar nicht.

Treffen Sie sich noch mit Bastian Schweinsteiger zum Play-Station-Spielen?

Wenn ich in München bin, verabreden wir uns schon noch zu kleinen Turnieren vor der Konsole.

Auch für Sie, war es der große Traum, bei der WM 2006 dabei zu sein.

Es war am Ende nicht mehr so schlimm, dass ich nicht nominiert wurde. Ich konnte mich ja schon früh darauf einstellen, dass es nichts wird. Natürlich war es schade, aber ich wusste schon, dass ich nicht so zittern müsste wie andere Spieler. Ich hatte auch gar keinen Kontakt zum Nationaltrainer.

Welche Ziele haben Sie mit dem VfB?

Es ist für mich ein kleiner Neuanfang. Ich will mich einfach wieder zeigen und gut spielen.

Ihre Oma hat Ihnen früher für jedes Tor, dass Sie geschossen haben, eine Mark geschenkt. Wollen Sie nicht einmal darüber nachdenken, diese Motivation wieder einzuführen?

Nein, nein. Ich habe mir damals ein Super-Taschengeld dazuverdient. Aber jetzt brauche ich keine zusätzlichen Anreize, um Tore zu schießen. Wenn ich in Stuttgart regelmäßig spiele, wird das auch wieder klappen.

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