Ata Lameck über den Abstiegskampf

»Ihr seid Ajax, wir haben Ata!«

Wie befreit man sich aus dem Abstiegsstrudel? Wenn es einer weiß, dann Michael »Ata« Lameck. Wir sprachen mit dem Bochumer Urgestein über das Geheimnis der Unabsteigbarkeit und seinen seltsamen Spitznamen. Ata Lameck über den Abstiegskampf

Herr Lameck, wo erwischen wir Sie gerade?

Ich bin gerade in Sachen VfL-Bochum-Traditionself unterwegs. 

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Wer ist von der alten Bochumer Garde dabei?


Große Kaliber! Ralf Zumdick beispielsweise, Dariusz Wosz, Walter Oswald, Lothar Woelk, Peter Peschel und Peter Közle. Ich kümmere mich um Organisatorisches und spiele nicht mehr selbst, weil ich 2009 eine neue Hüfte bekommen habe.

Zusammen mit Mitspielern wie Hermann Gerland oder Lothar Woelk begründeten Sie den Mythos des »unabsteigbaren« VfL Bochum. Was ist das Patentrezept für den Abstiegskampf?

Einstellung, Wille und Kampf – man muss alles geben. Wir lagen in den Siebzigern zur Halbzeit mal 1:2 gegen Frankfurt zurück. In der Pause hat Jupp Tenhagen gesagt: »Jetzt hilft nur noch eins: auf alles treten, was sich bewegt.« Am Ende stand es 5:3 für uns.

Morgen trifft Ihr VfL auf Schalke 04. 1981 gewannen Sie mit Bochum 6:0 auf Schalke.

Von meinen 518 Spielen bleibt mir dieses unvergesslich. Unser neuer Trainer Helmuth Johannsen entschloss sich damals, mitten in der Saison eine Amerikatour mit uns zu machen. Die Presse hat ihn für verrückt erklärt. Wir flogen rüber, spielten drei, vier Spiele in den USA und Mexiko, kamen zurück und haben 6:0 gewonnen. 

Warum nennen Sie eigentlich alle Ata?

Als ich klein war, spielten wir noch auf schwarzer Asche, meine Mutter musste mich immer mit Ata sauber waschen. Als der VfL vor einigen Jahren im Uefa-Cup bei Ajax Amsterdam spielte, zeigten die Fans ein Spruchband: »Ihr seid Ajax, wir haben Ata!«

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