20.11.2006

Artur Wichniarek über Bielefeld und Berlin

„Wir haben sehr viel Spaß“

„König Artur“ nennen sie ihn wieder in Bielefeld. Und sollte Wichniarek seinen momentanen Höhenflug fortsetzen, wäre auch die Rückkehr in die polnische Nationalmannschaft denkbar.

Interview: 11Freunde Bild: Imago

11freunde.de: Drehen wir die Zeit zurück. Würden Sie es, der schlechten Erfahrung zum Trotz, erneut in Berlin versuchen?

Wichniarek: Ich war von meiner Entscheidung, nach Berlin zu wechseln, zutiefst überzeugt – und bin es immer noch. Ich war 26, also im besten Alter für einen weiteren Karrieresprung. Und aufgrund meiner positiven Entwicklung war es auch absehbar, dass sich andere Vereine melden würden. Ich wollte es einfach noch mal wissen – wer kann mir das verübeln?

11freunde.de: Jetzt sind Sie zurück an alter Wirkungsstätte. Und Ihr alter Spitzname „König Artur“ hat wieder Hochkonjunktur.

Wichniarek: Das schmeichelt mir natürlich. Den Spitznamen habe ich mir während meines ersten Aufenthalts in Bielefeld verdient. Und ich werde auch weiterhin versuchen, ihm gerecht zu werden. Das ist jedoch kein Grund, sich darauf etwas einzubilden und abzuheben.

11freunde.de: Sind die Fans der Arminia zurzeit schon abgehoben, wenn Sie vom Uefa-Cup träumen?

Wichniarek: Träume sind nicht verboten. Unser Ziel ist es aber nach wie vor, auch nächstes Jahr in der Bundesliga zu spielen, sprich: Wir wollen so schnell wie möglich 40 Punkte erreichen, die ja bekanntermaßen den Klassenerhalt garantieren. Und dann schauen wir in Ruhe weiter, wie viele Punkte noch hinzukommen werden. (lacht)

11freunde.de: Beschreiben Sie mal das momentane Erfolgsrezept der Arminia.

Wichniarek: Das ist keine große Sache: Wir haben in dieser Saison sehr viel Spaß, spielen einen attraktiven Fußball, der den Fans und uns selbst gefällt. Das soll einfach noch so lange wie möglich anhalten.

11freunde.de: Wie verstehen Sie sich mit Ihrem Trainer Thomas von Heesen?

Wichniarek: Sich miteinander gut oder schlecht verstehen – das sind nicht die entscheidenden Kategorien. Wir sind beide Profis, die ihre Arbeit erledigen. Meine Aufgaben liegen dabei auf dem Platz, seine außerhalb. Entscheidend ist einzig der Erfolg.

11freunde.de: Thema Nationalmannschaft. Wann werden Sie wieder für Polen stürmen?

Wichniarek: Wenn ich geduldig bleibe und meine Leistungen auf konstant hohem Level halten kann, dann hoffentlich schon bald. Es ist definitiv mein Ziel, wieder berufen zu werden. Ich bin erst 29 und bestimmt noch nicht zu alt, um in der Nationalmannschaft zu spielen.

11freunde.de: Hat sich der neue Trainer der Polen, Leo Beenhakker, schon gemeldet?


Wichniarek: Nein.



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