Arne Friedrich über die Hertha-Krise

»Wir brauchen jeden Mann«

Neuer Trainer, alte Probleme: Auch unter Funkel steuert Hertha weiter auf den Abgrund zu.  Wir sprachen mit Arne Friedrich über die kuriosen Gegentore beim 1:3 gegen den HSV und seinen Jubel nach dem Führungstor. Arne Friedrich über die Hertha-Krise

Herr Friedrich, Sie haben das 1:0 erzielt, doch Ihre Mannschaft hat dann doch noch deutlich verloren. Wie richten Sie als Kapitän ihre Mannschaftskollegen nach so einem Spiel wieder auf?

Wichtig ist, dass wir jetzt nicht in Selbstmitleid versinken, das nützt nämlich überhaupt nichts. Ehrlich gesagt habe ich solche kuriosen Gegentore wie heute noch nie erlebt. Die bekommt man halt auch nur, wenn man ohnehin schon unten drin steht.

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Sascha Burchert stand beim zweiten und dritten Gegentreffer im Mittelpunkt. Wie haben Sie die Tore gesehen?

Ich will betonen, dass Sascha keine Schuld an den Gegentoren trifft. In beiden Szenen war es richtig, den Ball zu klären. Wir Vorderleute hätten den zweiten Ball danach erkämpfen müssen, anstatt die Hamburger frei zum Schuss kommen zu lassen. Das waren die Fehler. Das ändert nichts daran, dass Sascha ein guter Torhüter ist.

Nach Ihrem Treffer zum 1:0 sind Sie quer über das Feld in die Fankurve gelaufen. Was hat Sie dazu veranlasst?

Ich wollte mich bei den Fans bedanken, die einfach immer hinter uns stehen, unabhängig von der Tabellensituation – und jetzt auch noch nach den vielen schlechten Spielen. Es war einfach ein Dankeschön.

Hertha hat nun sieben Spiele in Folge verloren. Wie geht es jetzt weiter?

Ich hoffe und glaube, dass Jaroslav Drobny und Cicero für das Spiel in Nürnberg wieder fit sind. Beide können uns mit ihrer Erfahrung helfen. Und: Wir brauchen jetzt jeden Mann.

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