23.08.2009

Arne Friedrich über die Hertha-Krise

»Was will man da sagen?«

Hertha BSC, im letzten Jahr noch Tabellenvierter, droht dramatisch abzusacken. Wir sprachen nach der schwachen Vorstellung beim VfL Bochum (0:1) mit einem zerknirschten Mannschaftskapitän Arne Friedrich.

Interview: Michael Rosentritt Bild: Imago
Arne Friedrich über die Hertha-Krise
Herr Friedrich, woran hat es heute gelegen?

Man muss ganz klar sagen, dass es uns sichtlich an Qualität fehlt. Wir haben in den gesamten 90 Minuten nichts Vernünftiges zustande gebracht. Was will man da noch sagen?



Das ist eine bittere Erkenntnis…

Ja, klar. Wir wussten ja schon vorher, dass es eine ganz schwierige Saison für uns werden würde. Aber uns sind ja die Hände gebunden. Wir haben im Sommer drei wichtige Spieler verloren. Das ist bekannt, sicher. Aber klar war auch, dass wir diese Spieler nicht eins zu eins ersetzen können. 

Es hapert besonders im Sturm.

Das betrifft in erster Linie den Sturm, aber eben nicht nur. Uns als Mannschaft fehlt Qualität. Bochum war heute die viel aggressivere Mannschaft.

Hertha hat heute nominell mit einer Spitze gespielt…

… ach, das ist doch nicht der Grund. Ganz allgemein haben wir nicht die spielerischen Mittel. Heute haben wir wieder fast nur mit langen Bällen operiert. Das ist nicht unser Spiel, das müssen wir schleunigst abstellen.

Würden Sie von einem Fehlstart sprechen, den Hertha hingelegt hat?

Jedenfalls ist das alles andere als ein gelungener Start. Und das, obwohl wir nicht unbedingt die schwersten Gegner hatten. Wir müssen jetzt einfach noch enger zusammenrücken. Für uns wird es ganz schwer. 

Dieser Artikel erschien in der aktuellen Ausgabe der Tageszeitung "Der Tagesspiegel"

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