14.01.2008

Andreas Hinkel im Interview

„Ich denke nicht an die EM“

Hoffnungsvoll ging Andreas Hinkel vom VfB Stuttgart zum FC Sevilla. Doch dort verschwand er vollends aus Jogi Löws Blickfeld. Nun wagt er bei Celtic Glasgow einen Neuanfang – auch wenn der für eine EM-Nominierung zu spät kommen dürfte.

Interview: Roland Wiedemann Bild: Imago
Was gab den Ausschlag für Celtic? War es das Geld?

Nein, sicher nicht. Es waren verschiedene Faktoren. Auf jeden Fall spielte die Wahrscheinlichkeit, mit Celtic nächste Saison in der Champions League zu spielen, eine wichtige Rolle. Und dann ist die Stimmung im Celtic Park einfach fantastisch. Ein wunderschönes Stadion. Ich schaute mir auch das neue Trainingsgelände an und war mächtig beeindruckt. Man spürt sofort, dass der Club absolut professionell geführt wird. Nach den Gesprächen mit Trainer Gordon Strachan hatte ich zudem ein sehr gutes Gefühl. Ich hatte den Eindruck, dass er mich unbedingt haben will.

Was wohl auch daran liegt, dass Strachan derzeit ein Problem auf der rechten Abwehrseite hat.

Stimmt. Die Spieler, die dafür vorgesehen waren, sind verletzt. Das habe ich auch gehört. Das erhöht natürlich meine Chancen. Mein Ziel ist es, hier regelmäßig zu spielen und der Mannschaft zu helfen.

Um Jogi Löw auf Sie aufmerksam zu machen?


Natürlich würde ich gerne wieder für Deutschland spielen. Aber das steht momentan nicht im Vordergrund.

Träumen Sie sogar noch von der Euro 2008?


Momentan mache ich mir keine Gedanken zur Europameisterschaft. Die Absage für die WM 2006 war der letzte Kontakt mit dem DFB. Es wäre krank, wenn ich mir jetzt ernsthaft vormachen würde, ich hätte gute Chancen auf eine EM-Teilnahme. Ich will hier bei Celtic Glasgow Fußball spielen. Alles andere liegt nicht in meinen Händen.

Facebook, Twitter und Google+

Freund von 11FREUNDE werden