06.10.2010

Andreas Görlitz über Musik

»Erste LP von Hasselhoff«

Fußball, Fußball, immer nur Fußball – dabei haben manche Profis viel mehr zu bieten. Ingolstadts Andreas Görlitz ist Gitarrist der Band »Room 77« und sprach mit uns über musikalische Jugendsünden und Groupies vor der Bühne.

Interview: 11Freunde Bild: Imago
Andreas Görlitz, was war Ihre erste Platte?

Oh, das weiß ich noch ganz genau: David Hasselhoff – Everybody sunshine.




Ein wahrer Klassiker! Mit welcher Musik sind Sie außerdem aufgewachsen?

Bis zum zwölften Lebensjahr mit der Musik meiner Eltern, da habe ich mir viel ABBA und Boney M. reingezogen. Danach hat sich dann mein eigener Musikgeschmack entwickelt.

Was waren Ihre Favoriten?

Das ist ein bisschen witzig. Es gab eine Zeit, da hab ich relativ viel Techno gehört.

Sie scherzen.

Nein. Sagt Ihnen Gigi D´Agostino etwas? Als ich mit 15, 16 Jahren in die Disco gegangen bin, war das ein Riesenkracher. Das hat man dann auch mal im Auto gehört…

Während einer Verletzungspause haben Sie das Gitarrespielen gelernt. Was war Ihre Motivation – Langeweile oder Leidenschaft?

Schwer zu sagen. Einerseits hat mich das Gitarrespielen schon immer gereizt, andererseits war ich aber bis zur Verletzung immer zu faul, um anzufangen. Ausschlaggebend war letztlich mein damaliger Reha-Trainer, der gemerkt hat, dass ich etwas frustriert war; er hat mich dazu ermutigt. Das war eine gute Ablenkung, etwas, das ich für mich gemacht habe, wo ich Energie reinstecken konnte.

Haben Sie Unterricht genommen?

Nein, ich habe mir eine Akustikgitarre und ein Lehrbuch mit CD gekauft – das Spielen habe ich mir selbst beigebracht. Ich habe jeden Tag geübt, das ging recht flott. Nach zwei, drei Monaten hatte ich dann allerdings eine Phase, in der es nicht mehr richtig weiter ging. Da habe ich mir eine E-Gitarre samt Verstärker gekauft. Das war lauter, beim Spielen hat man mehr gespürt.

Vor fünf Jahren haben Sie Ihre Band gegründet. Wie hat sich »Room 77« entwickelt?

Erstmal habe ich mich mit meinem Bruder und Freunden bei mir im Keller getroffen – ich an der Gitarre, mein Bruder als Sänger, der hat eine spitzen Stimme. Später haben wir bei unseren Eltern im »Stadl« einen Proberaum gebaut und in der Zwischenzeit die restlichen Bandmitglieder gefunden.

Die Karriere konnte losgehen…

Sozusagen. Zuerst haben wir nur Cover-Songs gespielt – U2, Green Day, so etwas in der Richtung. Das ist sehr gut, um das Zusammenspiel als Band zu üben. Später haben wir dann eigene Ideen gesammelt. In der Zwischenzeit hatte ich mich mit Studiotechnik auseinandergesetzt und konnte die Stücke semiprofessionell aufnehmen. Aus Demos wurden dann irgendwann zwei ausgereifte Songs, die wir professionell aufnehmen wollten.

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