Als Steffen Freund zum BVB ging

»Man bleibt immer Schalker«

Steffen Freund war der überragende Staubsauger im Schalker Mittelfeld. Doch 1993 mussten die Knappen ihn wegen Geldmangels verkaufen – an den Erzrivalen Dortmund. Wir sprachen mit Freund über den Transfer ins Feindesland.  Als Steffen Freund zum BVB ging

Herr Freund, wo erwischen wir Sie gerade?

In meinem Haus nahe Potsdam. Ich sitze gerade vor dem Laptop und bereite meinen Lehrgang mit der U-16-Nationalmannschaft nach, die ich seit diesem Sommer trainiere.

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Sie haben Ihre größten Erfolge in Dortmund gefeiert, wohnen jetzt wieder in Brandenburg. Zieht es Sie manchmal zurück in den Pott?

Nach meiner Rückkehr aus England bestand die Möglichkeit, zurück ins Ruhrgebiet zu ziehen. Die Rückkehr nach Brandenburg war eine Entscheidung für die Familie. Meine Eltern wohnen nicht weit weg. 

Am Samstag treffen sich Schalke und Dortmund zum Derby. Sie haben für beide Vereine gespielt.

Ja, ich kann mich noch an alle Derbys erinnern, aber das erste nach meinem Wechsel zu Dortmund war schon etwas ganz besonderes. Wir haben im Parkstadion mit 0:1 verloren. Das ging unter die Haut. 

Sie wurden 1993 nach Dortmund verkauft, weil Schalke damals dringend Geld brauchte. Wollten Sie überhaupt zum BVB?

Ich habe bis zum Schluss gehofft, dass bei Schalke Ruhe einkehrt und ich bleiben kann. Bei meiner Rückkehr ins Parkstadion gab es natürlich Pfiffe und die unvermeidlichen Judas-Rufe. Aber dafür hatte ich vollstes Verständnis. Man bleibt eben immer Schalker oder Dortmunder. Trotzdem bin ich dankbar, dass ich dieses Spiel auf beiden Seiten erleben durfte. Ich würde einiges dafür geben, wenn ich am Samstag noch mal mitspielen dürfte. 

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