70 Jahre Eisenfuß: Happy Birthday, Horst-Dieter Höttges!

»Klopapier für Stan Libuda«

Weltmeister, Europameister, Deutscher Meister – Horst-Dieter Höttges ist einer der erfolgreichsten deutschen Fußballer aller Zeiten. Heute wird der »Eisenfuß« 70. 11FREUNDE stellte sich in die Reihe der Gratulanten.

Horst-Dieter Höttges…
(unterbricht) Schöne Grüße von Robin Dutt!

Wie bitte?
Sie hatten doch schon heute Vormittag angerufen, da saß ich bei Robin Dutt und der Mannschaft in der Kabine. Ich sollte Sie schön grüßen, das habe ich damit getan.

Vielen Dank. Haben Sie sich dem Werder-Trainer für die kommenden Spiele angeboten?
Ach was. Ich habe mir meine Glückwünsche und ein nettes Geschenk abgeholt.

Lassen Sie uns raten: Einen Eisenfuß!
Ne. Den gibt es doch schon längst. Eine Figur. Sehr hübsch.

Herr Höttges, 70 Jahre, herzlichen Glückwunsch! Zeit für ein paar grundsätzliche Fragen. Sind Sie bereit?
Schießen Sie los.

Ihr unangenehmster Gegenspieler?
Stan Libuda. Aber nur auf Schalke. Da hat mich der Kerl regelmäßig nass gemacht, war sogar zu schnell, um ihn zur Strafe über die Seitenlinie zu grätschen. Auswärts war Stan nicht wieder zu erkennen. Da hätte ich ihm eigentlich jedes Mal eine Rolle Toilettenpapier in den Katakomben überreichen müssen. So oft, wie er sich in die Hosen gemacht hat.

Ihr liebster Kontrahent?
Der war vorhin sogar hier zum gratulieren: Uwe Seeler!

»Uns Uwe«? War der so schlecht?
Im Gegenteil, Uwe war einer der Größten! Aber sich mit ihm zu duellieren, hat immer einen Heidenspaß gemacht. 90 Minuten haben wir uns im Dreck gewälzt und uns anschließend die Hände gegeben. Was für ein Sportsmann.

Ihr bester Mitspieler?
Franz Beckenbauer in der Nationalmannschaft. Das war ein Stratege. Mit ihm im Rücken konnte man sich nur sicher fühlen.

Wer hat Sie eigentlich »Eisenfuß« getauft?
Günter Netzer. Irgendwann Ende der Sechziger waren wir mit dem DFB auf einem Lehrgang, da nannte er mich plötzlich »Eisenfuß«. Keine Ahnung, wieso. Nun ja, den Namen bin ich nie wieder losgeworden.

Hätten Sie lieber »Edelfeder« geheißen?
Das hätte ich dann noch weniger verstanden.

Ihr schönstes Spiel für die Nationalmannschaft?
18. Juni 1972, das EM-Finale gegen die Sowjetunion. 3:0. Da haben wir unglaublich guten Fußball gespielt. Und schauen Sie sich mal die Mannschaft von damals an – was für eine Elf!

Ihr schönstes Spiel für Werder Bremen?
Hm, schwer zu sagen. Max Lorenz meint, ich hätte sehr viele gute und kaum schlechte für Werder gemacht. Und wenn der Max das sagt, dann muss das stimmen.

Heute Abend spielt die Nationalmannschaft gegen die Faröer Inseln. Welcher deutsche Auswahlspieler der Gegenwart hätte Ihnen arge Probleme bereitet?
Mario Götze. Der gemeinsam mit Stan Libuda? Dann wäre ich wohl keine 70 geworden.

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