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02.02.2012

Presseschau: Katastrophe in Ägypten, Rudi regt sich auf

Geplantes Massaker?

Text: Erik Peter und Julia Orso  Bild: Imago

In Ägypten sterben mindestens 71 Menschen nach einem Fußballspiel, beim Afrika-Cup ziehen Ghana und Mali als letzte Mannschaften ins Viertelfinale ein und Rudi Völler wütet im Fall Ballack. Die Nachrichten des Tages in der 11FREUNDE-Presseschau.

Presseschau: Katastrophe in Ägypten, Rudi regt sich auf - Geplantes Massaker?


»Ja, ist schon wieder Feierabend?« Aber klar doch, sonst stünde an dieser Stelle wohl kaum die 11FREUNDE-Presseschau mit den wichtigsten Themen des Tages. Ob New York Times, Charly Dörfels geheimer Twitter-Account oder Alex Fergusons Fuchsbau: Unsere Nachrichten-Experten haben ihre Antennen überall und präsentieren, was die Fußballwelt wirklich bewegt. Ab heute in unserer auf Hochglanz polierten, spektakulären und alles überstrahlenden Bildergalerie.



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Katastrophe in Port Said
Geplantes Massaker?
In Ägypten starben bei Ausschreitungen im Anschluss an das Spiel zwischen Al-Masri und Al-Ahly Kairo mindestens 71 Personen, Hunderte wurden verletzt. Unmittelbar nach Spielschluss wurden Spieler und Fans des Hauptstadtklubs angegriffen. Während Al-Ahlys Spieler bereits ankündigten, nie wieder Fußball spielen zu wollen, wird über die Ursachen gerätselt. »Die ägyptischen Fanszenen sind eigentlich friedlich«, sagt Rainer Zobel, der lange Jahre Trainer in Ägypten war. Doch die wichtige Rolle, die die Ultras Al-Ahlys während der Revolution spielten, lässt andere Interpretationen zu. Spekuliert wird, dass es sich um eine Rache von Anhängern des alten Regimes oder eine geplante Aktion der jetzigen Militärregierung handeln könnte.
spiegel.de; Zobel: 11freunde.de; Ultras: 11freunde.de; Liveticker zu den Ereignissen: guardian.co.uk



Fotostrecke

  • <em>Katastrophe in Port Said</em><br /><strong>Geplantes Massaker?</strong><br />In <strong>Ägypten</strong> starben bei <strong>Ausschreitungen</strong> im Anschluss an das Spiel zwischen Al-Masri und Al-Ahly Kairo mindestens <strong>71 Personen</strong>, Hunderte wurden verletzt. Unmittelbar nach Spielschluss wurden Spieler und Fans des Hauptstadtklubs angegriffen. Während Al-Ahlys Spieler bereits ankündigten, <strong>nie wieder Fußball </strong>spielen zu wollen, wird über die Ursachen gerätselt. »Die ägyptischen Fanszenen sind eigentlich friedlich«, sagt <strong>Rainer Zobel</strong>, der lange Jahre Trainer in Ägypten war. Doch die wichtige Rolle, die die <strong>Ultras Al-Ahlys </strong>während der Revolution spielten, lässt andere Interpretationen zu. Spekuliert wird, dass es sich um eine Rache von Anhängern des alten Regimes oder eine geplante Aktion der jetzigen Militärregierung handeln könnte.<br /><a href="http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,812907,00.html" target="_blank"><strong>spiegel.de</strong></a>; Zobel: <a href="/international/148819/die_fans_sind_eigentlich_friedlich" target="_blank"><strong>11freunde.de</strong></a>; Ultras: <a href="/international/139306/wir_ultras_haben_den_krieg_gewonnen" target="_blank"><strong>11freunde.de</strong></a>; Liveticker zu den Ereignissen: <a href="http://www.guardian.co.uk/world/middle-east-live/2012/feb/02/egypt-port-said-football-dsaster-live-updates" target="_blank"><strong>guardian.co.uk</strong></a><br /><br /><em>
  • Afrika-Cup</em><br /><strong>Mali und Ghana stehen im Viertelfinale</strong><br />Noch bis zu 12. Februar spielen die Nationalmannschaften um den <strong>Afrika-Cup</strong>. Als letzte Teams haben sich Ghana und Mali für das <strong>Viertelfinale</strong> qualifiziert. <strong>Ghana reichte ein Unentschieden</strong> gegen Guinea, bei denen der Stuttgarter Mamadou Bah einen Platzverweis kassierte, zum Gruppensieg. Im Vietelfinale wartet Tunesien. <strong>Mali</strong> gelang nach einem 0:1-Rückstand gegen Botswana noch ein <strong>verdienter 2:1-Sieg</strong>. Im Viertelfinale trifft Mali auf die vom deutschen Trainer Gernot Rohr betreute Mannschaft aus Gabun. Die weiteren Viertelfinalspiele bestreiten Sambia gegen den Sudan und die Elfenbeinküste gegen Äquatorialguinea.<br /><a href="http://www.weltfussball.de/news/em/_m75761_afrika-cup-ghana-und-mali-im-viertelfinale/" target="_blank"><strong>weltfussball.de</strong></a><br /><br /><em>
  • Völler über die Causa Ballack</em><br /><strong>Rudis Rundumschlag</strong><br />Bayer-Sportdirektor <strong>Rudi Völler</strong> meldet sich zum <strong>Streit um Michael Ballack</strong> zu Wort und greift dessen <strong>Manager Michael Becker</strong> scharf an: »Er meint, er habe die Weisheit mit Löffeln gefressen. Er darf uns als Verein nicht so angreifen, sonst war er hier das letzte Mal im Stadion.« Becker hatte Ballack als »<strong>Bauernopfer</strong>« bezeichnet, das von den Problemen mit Trainer Robin Dutt habe ablenken sollen. Auch die Aussage von Bayer-Chef Holzhäuser, der das »Experiment Ballack« für gescheitert erklärt hatte, rief bei Völler Kritik hervor: »Es war<strong> zu früh, jetzt schon eine Bilanz zu ziehen.</strong>« Ballack riet er, sich an die Trainerentscheidungen zu halten und nicht zu hohe Ansprüche zu stellen.<br /><a href="http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/564183/artikel_voeller_kalte-abrechnung-mit-ballack-berater-becker.html" target="_blank"><strong>kicker.de</strong></a><br /><br /><em>
  • Klamme Zweitligisten</em><br /><strong>Die Schere klafft auseinander</strong><br />Morgen startet auch die <strong>2. Bundesliga</strong> wieder ihren Spielbetrieb. Während die Erstligisten sich diesen Winter für 50 Millionen Euro verstärkten, wurden eine Etage tiefer lediglich <strong>325.000 Euro ausgegeben</strong>, davon 200.000 für den Transfer von Uwe Möhrle zum FC Energie Cottbus. Alexander Ludewig konstatiert im »Neuen Deutschland«: »Die <strong>wirtschaftliche Schere </strong>zwischen der 1. und 2. Liga <strong>geht weit auseinander</strong>.« Viele Vereine müssen sich angesichts der geringen Sponsoren- und Fernseheinnahmen verschulden. Der Anstieg der Schulden aller 18 Zweitligisten binnen eines Jahres um 28 Prozent auf 163 Millionen Euro bereitet DFL-Chef <strong>Christian Seifert</strong> Sorgen: »Das ist keine gute Entwicklung.«  <br /><a href="http://www.neues-deutschland.de/artikel/217342.angst-vor-der-drittklassigkeit.html" target="_blank"><strong>neues-deutschland.de</strong></a><br /><br /><em>
  • Video des Tages</em><br /><strong>Ein magischer Moment</strong><br />Die letzten drei Minuten des Champions League-Finals 1999 zwischen Manchester United und Bayern München wurden bereits aus allen Perspektiven betrachtet. Dachte man. Doch nun gibt es neue Aufnahmen einer Kamera hinter der Torauslinie, die ohne lästige Kommentare die eindrückliche Stimmung und Besonderheit dieses Augenblicks transportiert. Zurücklehnen und genießen. Oder leiden.<br /><a href="http://www.youtube.com/watch?v=LC_f9CB1Pmg&amp;feature=share" target="_blank"><strong>youtube.com</strong></a><br />-----------------------------<br /><strong><br />
  • Happy Birthday</strong><br />Die glorreichen siebziger und guten achtziger Jahre von Dynamo Dresden sind fest mit seinem Namen verbunden: <strong>Reinhard Häfner</strong>. Vier Meisterschaften und Pokalsieger konnte er in dieser Zeit feiern, insgesamt 391 Oberliga, 64 Europapokal- und 58 Länderspiele bestreiten.  Als Trainer führte er Dynamo 1990 zum Double und im Jahr darauf als Ligazweiter in die Bundesliga. Dennoch wurde er entlassen und erklärte nach einigen unterklassigen Stationen schließlich seinen Abschied aus dem Fußballgeschäft. Ihn plagten Depressionen, die er versuchte mit Alkohol zu bekämpfen. Nach einer Therapie ist Häfner wieder wohlauf und arbeitet heute als Sporttherapeut in Dresden. Zu seinem <strong>60. Geburtstag</strong> wünschen wir alles Gute.<br /><br />


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