Die Geschichte der Fußballfans

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30.01.2012

Die ungewöhnliche Karriere des Lucien Favre

Kunst des Zweifelns

Text: Pascal Claude  Bild: Imago

In der vergangenen Saison rettete er Borussia Mönchengladbach vor dem Abstieg, nun spielt das Team des Bauernsohns Lucien Favre um die Meisterschaft. Ein Porträt eines ganz und gar ungewöhnlichen Trainers.

Die ungewöhnliche Karriere des Lucien Favre - Kunst des Zweifelns


Es fließt ein kleiner Fluss durch St. Barthélemy, er heißt »Le Talent«. Le Talent, das Talent, bahnt sich seinen Weg in sanften Windungen erst süd- und dann nordwärts, wo er in einen größeren Fluss und dann bei Yverdon in einen See fließt, in den Lac de Neuchâtel. Von dort geht es weiter in den Bielersee und aus dem Bielersee in die Aare und mit der Aare in den Rhein, hinaus in die Welt. Lucien Favre hat als Trainer seinen Radius sachte, aber stetig erweitert, er hat die Arbeit im Nachbardorf seines Heimatortes St. Barthélemy aufgenommen, im zwei Kilometer entfernten Echallens, ist dann weiter flussabwärts nach Yverdon, von dort nach Genf, dann nach Zürich, schließlich nach Deutschland. Ist er vorsichtig? »Nein, nein. Das hat nichts mit Vorsicht zu tun.« Lucien Favre widerspricht ein erstes Mal. Er will präzise bleiben: »Sie haben vergessen, dass ich zwischendurch in Neuchâtel war, für 18 Monate. Nicht als Trainer zwar, doch die Arbeit dort hat mich geprägt.«



Das Kapitel Neuchâtel, wo Lucien Favre bei Xamax als Nachwuchsmanager arbeitete, mag das Bild des sich auch räumlich erweiternden Wirkungskreises etwas stören. Es ändert aber nichts daran, dass dieser Trainer, der am Morgen danach über das 5:0 seiner Gladbacher gegen Werder Bremen sagt »es war okay«, eine für einen früheren Nationalspieler ganz und gar ungewöhnliche Karriere gemacht hat. Er ist nicht in der ersten Liga eingestiegen, nicht in der zweiten und auch nicht in der dritten. Er hat 1991, wenige Monate nach dem Ende seiner Karriere als Profifußballer, die C-Junioren des FC Echallens übernommen. »Je voulais voir«, sagt er dazu in einer Dokumentation des Westschweizer Fernsehens, »ich wollte schauen, ob das etwas für mich ist.« »Wie es war?«, fragt Ludovic Magnin, 62-facher Schweizer Nationalspieler, Ex-Bremer, Ex-Stuttgarter und damals einer jener 13-jährigen Jungs beim FC Echallens. »Es war so, dass wir alle dastanden mit aufgerissenen Augen, offenem Mund und keiner einen Ton herausbrachte. So war es.«

»Zeit ist sehr wichtig, doch sie ist knapp«

Favre war damals angetreten, einen Fußballklub von Grund auf kennenzulernen. Um herauszufinden, ob er als Trainer geeignet ist, musste er Einblick erhalten in alle Tätigkeitsfelder, die sich einem Trainer öffnen. Nun sitzt er an einem Tisch in der Geschäftsstelle von Borussia Mönchengladbach, trinkt einen Latte macchiato, den er bei der Mitarbeiterin in einer Freundlichkeit bestellt hat, als würde er sich wegen der aufwendigen Zubereitung des Heißgetränks entschuldigen wollen, und sagt, das Beherrschen dieser vielen verschiedenen Tätigkeiten sei noch immer die größte Herausforderung in seiner Arbeit als Coach: »Mit dem Mitarbeiterstab, mit der medizinischen Abteilung, mit dem Vorstand, dem DFB, der Presse, den Schiedsrichtern, überall muss man Wege finden, um mit den Leuten gut zusammenzuarbeiten. Dazu braucht man einen Plan, und für einen Plan braucht man Zeit. Zeit ist sehr wichtig, doch sie ist knapp.«

All diese Nebentätigkeiten gehen auf Kosten seiner Kernaufgabe, der Arbeit mit der Mannschaft, mit guten Spielern, die er besser machen will, »individuell und im Kollektiv«, der Analyse der eigenen Spiele und jener der Gegner, dem endlosen Sichten von DVDs. Favre tut sich deshalb gerade mit Presseterminen schwer, steht meist nur einmal die Woche für Interviews zur Verfügung und lässt sich dann doch mit großer Selbstverständlichkeit auf sein Gegenüber ein. Die Zeit, die ihm so knapp ist, scheint er zu vergessen. »Das ist ein ganz guter Mann«, sagt ein Betreuer, der seit über vierzig Jahren in Diensten der Borussia steht. »Der arbeitet wie keiner vor ihm, und dann hat er noch für jeden ein freundliches Wort übrig.«


weiterlesen [1] [2] [3] [4]



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Kommentare

  • User
  • 30.01.2012 20:41:52 skabox

    Ich will ein Kind von ihm!!!

  • User
  • 30.01.2012 22:20:30 Buthelezi

    Lucien Favre ist der Grund, warum ich Mönchengladbach den jetzigen Erfolg sehr gönne.

    Ich hoffe nur, dass die Verantwortlichen sich in schlechteren Phasen (die unweigerlich kommen werden) daran erinnern, welch großartige Arbeit dieser Mann leisten kann - wenn man ihn gewähren lässt.

    Aber vermutlich weckt er mit der großartigen Leistung dieser Saison nur größere Ansprüche, die dann mit dem schwächeren Kader nicht erfüllt werden können und vergessen sind die Erfolge - wäre nicht der erste Trainer der Opfer seines eigenen Erfolgs wird.

  • User
  • 31.01.2012 02:29:55 Walter Baseggio

    Favre soll Stevens´ Nachfolger auf Schalke werden in ein paar Jahren !!!

  • User
  • 31.01.2012 04:45:56 valenciano

    Gerade auf Seite eins und zwei wird ja der perfekte Schweizer beschrieben. Diese zurueckhaltende Freundlichkeit ist meiner Erfahrung nach wirklich ein grosser Unterschied, der auch einer der Knackpunkte in der Arbeit schweizer Trainer in Deutschland ist/war. Wenn es laeuft sind sie immer nett und die Leute moegen das lustige deutsch (entweder schweitzerdeutsch oder mit franzoesischen akzent). Klappt es dann aber nicht, sind sie angeblich nicht hart genug. Da gibt es halt clash of cultures. Beispiel sind ja mit Latour, Koller und auch Favre selbst in Berlin reich gesaeht.
    Die Art macht es dann auch nochmal schwieriger bei grossen Clubs wie Bayern, Schalke oder auch Koeln und Berlin mit den Medien.

  • User
  • 31.01.2012 07:53:49 currygoi

    Ich sage: Favre bleibt Gladbach nicht mehr lang erhalten und wird Nachfolger von Hitzfeld als Natitrainer.

  • User
  • 31.01.2012 08:39:44 valenciano

    Glaub ich nicht. Ich halte ihn fuer durchaus ehrgeizig. Und glaube fuer ihn waere es ein Rueckschritt. Und wenn er wirklich so viel arbeitet, wie im Artikel beschrieben, wird er sich in der Nati langweilen.
    Ich denke er wird es bei einem grossen Verein probieren. Bin gespannt ob meine oben genannte Theorie dann noch Bestand hat.

  • User
  • 31.01.2012 09:41:30 MadjerundSolskjaer

    Ich denke auch, dass Favre noch einen (mehrere) großen Verein trainieren will, bevor er (eventuell) mal Nationaltrainer werden könnte.

    Nur, welcher Verein passt zu Favre? Ich will es mal an zwei Entscheidungskriterien festmachen, die das öffentliche Bild eines Trainers und somit seine Beliebtheit entscheidend beeinflussen.

    1) Favre scheint ein eher zurückhaltender Zeitgenosse zu sein, der dem Medien-Ballyhoo nicht zu viel Zeit widmen will. In einem Verein mit sehr fordernder "Medienlandschaft" (z.B. Bayern, Köln) wäre ein Konflikt vorprogrammiert.

    2) Seine Spielphilosophie (hinten perfekt stehen, bei Balleroberung schnell auf Konter umschalten) ist nicht bei jedem Verein gern gesehen (wäre, als Extrembeispiel, in Barcelona undenkbar).

    Mit diesen beiden Kriterien lässt sich herrlich über passende "große" Vereine für Favre spekulieren:

    In der Bundesliga:
    Bayern: Medien-Krach vorprogrammiert, Spielphilosophie-inkompatibel
    Dortmund: Medien-ginge so, Spielphilosophie-akzeptiert
    Schalke: Medien-ginge so, Spielphilosophie-akzeptiert
    Bremen: wechselt den Trainer erst, wenn Favre in Rente ist
    Leverkusen: Medien-passt, Spielphilosophie-geht so
    Alle anderen Vereine stellen für Favre eher einen Rückschritt dar.

    England: Da kenne ich mich medientechnisch nicht aus, vielleicht weiß ja z.B. der Statistikfreund mehr. Favres Spielphilosophie könnte zu mehreren Vereinen passe, z.B. bei Chelsea oder Liverpool. Arsenal ist von Wenger zu verwöhnt um Favres Konzept zu tragen. Die Manchesters? Eher nicht, da ist eher Starfußball statt Konzeptfußball angesagt.

    Spanien: Zu Barcelona passt seine Spielphilosophie nicht, in Madrid würde er im Medienzirkus zugrunde gehen.

    Frankreich: PSG scheint ja Ambitionen zu haben, setzt aber eher auf Spektakel als auf einen seriösen Fußball-Fachmann. Marseille kann ich nicht einschätzen, Lyon würde meines Erachtens ganz gut passen.

    Italien: Würde von der Spielphilosophie gut passen, hat aber wohl etwas nervige Medien. Könnte mir Favre aber gut bei Juve oder Inter vorstellen.

    Wie seht Ihr meine Gedankenspiele?

  • User
  • 31.01.2012 10:04:00 bobby171

    Köln und Hertha große Vereine, naja... Medien hin oder her.
    Welcher Verein zu Hennes Favre passt? BMG natürlich, es stellt sich doch gar nicht Frage...

  • User
  • 31.01.2012 10:04:50 Beschorner

    Im moment sehe ich ihn in der Buli bestens aufgehoben.
    diese gedankenspiele, dass er irgendwann einen internationalen topverein trainiert, kann ich nicht ganz teilen. klar gibt der derzeitige erfolg ihm recht, aber siehe hertha, es kann auch schnell in die andere richtung gehen. und ehe er hier in dtl nicht einen ruf als topmann in form von titeln hat, kommt er glaub ich nicht für die ganz großen infrage.
    wenn international, würde ich glaub ich eher einen ambitionierten verein sehen, der vielleicht im umbruch steckt und vielleicht ein konzpet auf mittel- bis langfristige sicht verfolgt, was mit favre umgesetzt werden kann. bspw bordeaux würde da einfallen, in einer liga, in der der titel nicht so weit weg scheint, und mit dem vertrauen in den trainer, eine regelmäßige cl-teilnahme das ziel sein kann

  • User
  • 31.01.2012 11:45:09 valenciano

    Ist in meinem Satz nicht ganz klar, ich meine grosse Vereine = Bayern und Schalke; und dann als andere Beispiele Vereine mit mehr Medienpraesenz (vorallem lokal)= Koeln und Hertha.
    So sehr es ein tolles Fussballmaerchen waere, ihn in Gladbach zu halten, glaube ich halt nicht, dass er dort den Schaaf macht.
    Und System anpassen, koennte er denke ich schon. Das System passt halt gerade zu Gladbach, von Spielern und auch der Erwartung her. Glaube er ist aber flexibler, als zb ein Mourinho, der ja auch ein aehnliches System spielen laesst.
    Frankreich wuerde natuerlich passen, wenn er international gehen wuerde. Denn woanders wird er auch immer noch kein Begriff sein. Dafuer muss er schon mit BMG diese Saison was reissen und auch naechste international ein paar Runden ueberstehen.

  • User
  • 31.01.2012 13:24:21 ElBuitre11

    Ich seh das wie Berschoner, Favre hat noch was zu beweisen. Die Schweizer Liga in allen Ehren, der Erfolg dort qualifiziert eben nicht für international große Vereine und außerhalb dort hat er noch nicht konstant Erfolg gehabt. Bei der alten Dame war er mitbeteiligt an dem Ausverkauf (klar aus finanziellem Engpass entstanden), aber er hat damals betont, die Mannschaft sei konkurrenzfähig und nicht für den Abstieg bestimmt. Das ging bekanntlich schwer nach hinten los.
    Also ich plädiere für Kirche-Dorf und will sehen wie er diesesmal den Umbruch bei den Gladbachern und dem Verkauf der Leistungssträgern packt. Bis dahin seh ich ihn noch nicht bei einem "großen" Verein.

  • User
  • 31.01.2012 13:25:58 ElBuitre11

    (und v.a. den Wichniarek-Transfer muss er noch entkräften ;-))

  • User
  • 31.01.2012 17:14:56 fohlenarmine

    Wie wärs mit folgendem Szenario: Lucien Favre begründet bei der einzig wahren Borussia in Mönchengladbach, einem wahrhaft großen Verein, eine Ära wie weiland Hennes Weisweiler. Wenn ich mich recht erinnere, hat Favre bei Amtsantritt über Gladbach gesagt, es sei "ein großer Verein". Da Favre ein Bauernsohn ist und vergleichsweise unberührt vom Fussball-Zirkus, ist dies keine Floskel. Wenn er dann mit der Borussia ein paar Jahre Champions League gespielt hat, kann er immer noch Nachfolger von Wenger bei Arsenal werden oder wie Weisweiler zu Köln gehen.

  • User
  • 31.01.2012 17:32:27 mehmetwirdankendir

    @ fohlenarmine

    Wow. Ist doch schön, wenn wenigstens einer der eigenen
    Vereine Geschichte hat, oder?

  • User
  • 31.01.2012 18:00:49 Buthelezi

    @ mehmet

    Vielen Dank für diese geistreiche und vor allem auch thematisch voll passende Bemerkung.

    Mann, mann, mann...

  • User
  • 31.01.2012 18:11:32 mehmetwirdankendir

    @ buthelezi

    Gerne, man tut was man kann.

    Aber um beim Thema zu bleiben. Rolf Kalb is wrklich n Guter.
    Genau wie Wolfgang Ley.

  • User
  • 31.01.2012 19:38:27 ElBuitre11

    @Fohle
    Ich halte das für unwahrscheinlich, weil ich meine (Küchenpsychologische Kaffeetassenleserei..) bei Favre eine gewisse Eitelkeit zu spüren und er -tut mir leid- irgendwann den Drang für einen noch größeren Verein verspüren wird. Es spricht für ihn, dass er wirklich überall, also auch damals bei Xamax, alles gibt für seine Aufgabe, aber er findet sich eben selbst für etwas Großes geschaffen.
    Ist mir damals so vorgekommen als Favre diese unsägliche PK am Pariser Platz abhielt.

  • User
  • 31.01.2012 19:40:00 ElBuitre11

    kaffeesatzleserei.. oder einfach "ma ins blaue geschissen" wie ein Bekannter immer sagt.

  • User
  • 31.01.2012 22:08:40 fohlenarmine

    ElfterGeier: Mag ja sein, ich war bei der PK am Pariser Platz nicht dabei, aber ich habe mir damals die PK bei der Vorstellung in Gladbach angesehen. Dort meinte ich einen Mann gesehen zu haben, der von sich und seiner Arbeit überzeugt ist, der aber immer noch sichtlich getroffen war von seiner Entlassung bei der Hertha. Ich würde das nicht Eitelkeit nennen, denn dazu passt seine eher zurückhaltende Art nicht.
    Von mir aus kann Favre überzeugt sein, für was Großes geschaffen zu sein, wenn er uns damit in die Champions League bringt. Ich finde das an sich auch nichts Schlimmes. Özil war ja auch immer überzeugt, ein Großer zu werden. Jetzt spielt er bei Real Madrid eine nicht unbedeutende Rolle (An dieser Stelle passte ein Seitenhieb auf damalige Schalker Verwünschungen). Vielleicht ist die Borussia für Favre eine ähnliche Station wie Bremen für Özil.

  • User
  • 01.02.2012 02:15:12 valenciano

    Einfach Antwort lieber Fohlenarmine.
    Weil die 70er vorbei sind. Weil Gladbach ohne Reuss es sehr schwer haben wird. Heutzutage sind die Spieler halt frueher weg als in den 70ern.
    Aber erstmal viel Glueck in den naechsten Jahren Champions League!
    Kann mir gut vorstellen wie Nemanja Vidic zur Zeit schon nicht schlafen kann, aus Angst naechst Saison gegen Mike (oder Maik?)Hanke zu spielen.

  • User
  • 01.02.2012 14:13:04 bobby171

    dass hennes farve eitel sei, halt ich für ein gerücht, selbstvertrauen hat er sicher. er ist wohl überzeugt von seinen fähigkeiten, aber gerade deshalb kann ich mir vorstellen, dass er noch ein weilchen bei der echten borussia bleibt. dort kann er sich nämlich ein denkmal setzen, bei einem arivierten GROßEN verein (wer auch immer das dann wäre) kann er doch nur die erwartungen bedienen, mehr auch nicht. und wie einige vorredner zurecht anmerkten: er muss erst mal titel gewinnen, bevor er in die nächste trainerliga aufsteigen kann. gerne mit uns, hehe.

  • User
  • 01.02.2012 22:57:56 ElBuitre11

    Fohle, der Weisweiler war euch schließlich über ein Jahrzehnt vergönnt. Ob es nun Eitelkeit oder gesundes Selbsvertrauen bei Favre ist, solltet ihr Erfolg bis zum Ende der Saison haben, läuft es auf das selbe hinaus, wenn der noch größere Verein lockt. Und letztlich ist BMG etatmäßig eben auch auf dem Trainerposten ein Ausbilderverein.
    Aber schurz, mal sehen was passiert..

  • User
  • 01.02.2012 23:43:57 ColePorter

    Baut dem Mann ein Denkmal vorm Borussia Park!
    Was er leistet, ist schlicht und ergreifend sen-sa-tio-nell!

  • User
  • 02.02.2012 00:54:41 Exil96er

    besonders sen-sa-tio-nell finde ich seine Art und die Tatsache, dass man damit im Fussball erfolgreich sein kann.

    Wie erfolgreich seine Karriere läuft wird in erster Linie vom Widerstand derer abhängen die magelnde Kompetenz mit "Uli Hoeneß-Allüren" kompensieren müssen.

  • User
  • 02.02.2012 01:12:33 Walter Baseggio

    Der legitime Stevens - Nachfolger in zwei Jahren.

  • User
  • 02.02.2012 01:13:05 valenciano

    Zum Thema Denkmal, fragt doch mal bei Hetha nach, die haben noch eins abzugeben, dass sie ihm in der ersten Saison gebaut haben.
    Natuerlich bin ich auch neidisch, aber Mainz und Freiburg hatten auch mal so Aussetzer nach oben.
    Wie lang hat der Favre den Vertrag?
    Und die allerwichtigste (berechtigte) Frage: Ist der Lucien eigentlich mit Brett Lorenzo verwandt?

  • User
  • 02.02.2012 11:40:54 Buthelezi

    @ valenciano

    Das ist ein und dieselbe Person.

    Und zu Favre bei Hertha: Ich hab das damals so wahrgenommen, dass Favre überraschend sensationell erfolgreich in seinem ersten Jahr war (siehe auch --> Anspruch, dadurch gewachsener), Hertha dann aber aus finanziellen Gründen eine Menge Qualität im Kader abgeben musste (siehe auch --> Hoeneß, Dieter) und Favre schon vor der Saison hier und da mal angemahnt hat, dass mit dem Kader nicht mehr so viel zu erreichen sei; vielleicht täusche ich mich da aber auch.

    Das er natürlich öffentlich sagte: "Der Kader ist stark genug für die Liga" ist ja logisch. Er kann ja schlecht der Zeitung sagen "Reicht nicht für 1. Liga" und dann am Wochenende seinen Spielern "Ihr schafft das!" zurufen.

    Aber Berlin sollte Favre in alle Ewigkeit dankbar sein, dass Dieter Hoeneß nicht mehr da ist. Allein dafür sollte das Denkbal gebaut werden.

  • User
  • 02.02.2012 13:23:06 bobby171

    Fakt: Vertrag bis 2013.
    Ist ja jetzt nicht völlig gesponnnen, dass BMG es in die CL schafft.
    Warum sollte der Mann dann gehen wollen? Weil ihn hier einige gerne im eigenen Verein hätten? Geschenkt. Aber sonst? Einen GROßEN aufbauen, der nicht in der CL vertreten ist (und nur so eine großer hätte ja echten Bedarf)? Wer Gladbach in dieser Saison auch mal ohne Reus gesehen hat, weiß, das viel Potential in der Mannschaft steckt, dass halt mit der neuen Kohle verstärkt werden müsste, muss aber nicht zwingend teuer sein, wenn ein Trainer was taugt (siehe Favre, Klopp et. al.). Mal sehen...ziemlich langer thread eigentlich, für eine Frage, die sich nicht wriklich stellt.

  • User
  • 02.02.2012 14:55:37 ElBuitre11

    @Buthelezi
    So einseitig war das damals nicht. Das eingenommene Geld durch den Verkauf der Stürmer der alten Dame (Pantelic, Voronin) und anderer Leistungsträger wie Simunic wurde auch für Fehltransfers ausgegeben (Bengtsson, Wichniarek u.a.). Da hat er mitgewirkt, man sich oft gefragt, was er vorhat, und insgesamt ein Kader ins Rennen geschickt, dem es an Leistungsfähigkeit fehlte.
    Im Winter nach seiner Demission war dann Kohle vorhanden, um nachzubessern. Und auch die Notwendigkeit.

  • User
  • 02.02.2012 15:08:06 Buthelezi

    Ah, war mir nicht mehr so klar im Gedächtnis - vielleicht hat auch eine gewisse Grundabneigung meinerseits gegen Dieter Hoeneß die Ereignisse bzw. meine Bewertung derselben etwas verschwommen werden lassen.

  • User
  • 02.02.2012 22:38:39 ColePorter

    Ich erkenne unter Favre zum ersten Mal seit gefühlt 15 Jahren zum ersten Mal wieder ein Spielsystem!
    Vor ihm basierte das Spiel meiner Borussia auf "Trial and error" und dem absoluten Zufall.

  • User
  • 03.02.2012 04:36:51 valenciano

    Naja Bobby171 warum sollte Reuss den gehen wollen, wenn er auch Gladbach mit gross machen kann? Und wenn Dante dann mal weggekauft wird, anstatt die Weltherrschaft mit der einzig wahren Borussia zu erlangen? Ist ja alles grosse Spekulation.
    Jeder Fan sollte doch sehen, dass diese Saiosn eher ein Ausreisser nach oben ist, genauso wie die letzte (in der es ohne diese unselige Relegation mal schoen zum Abstieg gereicht haette) ein Ausrutscher nach unten war.

    Und ob Favre eben die Supertransfers als Trainer anleiert, darf dank Hertha ja mal angezweiflt werden. Klar ist auch nicht sein Job, aber auf Dauer wird Herrmans wohl nicht als Reuss-ersatz reichen.
    Aber orakeln brauchen wir eh nicht.

    Das ganze mit BMG und Favre ist ne tolle Story, die ich auch liebend gerne mal bei meinem Verein sehen wuerde. Und dann waer ich als Rheinlaender wohl auch der letzte, der nichts von zurueckkehren zu alter Groesse schwadronieren wuerde.

    Fakt: BMG ist trotzdem kacke und hat n wellblechpalast, ha

  • User
  • 03.02.2012 08:21:50 currygoi

    Herrmann kein Reus-Ersatz? Abwarten! Ich sage der Junge ist demnächst Nationalspieler. Trotz des großen Angebots an offensiven Außenspielern.

  • User
  • 03.02.2012 11:24:37 bobby171

    @valenciano: reden wir jetzt über reus oder favre? ich sagte: warum soll favre den gehen wollen, CL wäre wohl erstmal Erfolg genug, auch für einen Trainer wie ihn, er hat ja nun auch noch keine ganz großen dauerhaften Erfolge errungen, nich? von Gladbachs Weltherrschaft träume ich nicht, wenn ich CL für erreichbar halte, Stand heute. Und über Stadionarchitektur können wir uns ja in einem neuen fred unterhalten. Wegen Reus: Na, die gelben Borussen sind schon ein richtige Spitzenmannschaft mit Spitzenumfeld und -Trainer, Kohle ham se auch, passt schon für einen wie Reus. Gladbach hat/ist das alles NOCH nicht, hat das aber immerhin mal als Fernziel vor Augen. By the way: Wäre er kein echter Dortmunder, wäre er wohl noch ein Jahr geblieben.

  • User
  • 04.02.2012 13:57:33 valenciano

    Natuerlich geht es um Favre, Reuss war nur ein Beispiel, da er ja auch genauso bleiben koennte und etwas grosses mit zu schaffen.
    Ist aber auch eine andere Situation, glaube auch nicht, dass Favre einfach abhaut, der will bestimmt beweisen, dass er es auch dauehaft kann. Und das sehen wir dann naechste Saison, wie es da dann mit erhoeten Erwartungen, mehrfachbelastung (von mir aus gerne CL, auch wenn man sich damit nicht unbedingt nen Gefallen tut, siehe BVB letztes Jahr, ausser massig Kohle, obwohl es mich da echt interessieren wuerde wie viele Runden man in der Euro League machen muss, um die Einnahmen der CL Vorrunde drin zu haben), und Abgang (gaenge?) von Scluesselspielern steht.

    Ich muss Gladbach nicht moegen, aber ich bin kein so verblendeter FC-Fan dass ich da nicht Respekt fuer haette. So wie fuer Mainz letzte Saison, den aehnlich sehe ich Gladbach.
    Ich glaube nichtmal, dass ihr den Weg von 96 gehen koennt, die sich auch dank eines guten Trainers an die internationale Plaetzen annaehert.

    In der Wellblechhuette war ich noch nicht, aber lieber nen funktionelles Stadion bauen, dass man sich leisten kann, als ne brachiale Multifunktionsarena die man sich nicht leisten kann (Valencia CF). Was das neue Muengersdorfer angeht, finde ich bis auf die Sitzplaetze auf der Sued (so durchgehend wie Dortmund waer ein Traum) es ein wirklich super Stadion.

  • User
  • 05.02.2012 10:56:13 saloth sar

    obwohl es mich da echt interessieren wuerde wie viele Runden man in der Euro League machen muss

    also dortmund hat wohl so um die 15 millionen aus der cl eingeommen und ich meine mich zu erinnern, dass mal ein buli manager sagte, in der gruppenphase in der europaliga wuerde der verein draufzahlen. aber eigentlich muesste urmel sowas doch wissen

  • User
  • 05.02.2012 11:50:46 valenciano

    auf einen der ueblichen Kandidaten hatte ich auch gehofft. Wuerde mich auch nicht wundern, wenn da der eine oder andere Bundesligamanager auch nicht genau Bescheid weiss.
    Vielleicht sehen wir es auch, wenn Schalke und Hannover Zahlen offen legen. So schlecht kann die EuroLeague nicht sein, wenn Schalke damit seinen Kader finanzieren kann.

  • User
  • 05.02.2012 11:57:42 saloth sar

    koennen sie das denn? oder sind das noch die millionen aus der letztjaehrigen cl saison?

  • User
  • 05.02.2012 15:37:54 Beschorner

    wenn man bedenkt, dass harry redknapp letzte saison wohl bewusst seine topspieler in der el geschont hat, kann man schon ein wenig den stellenwert, also auch die finazielle bedeutung ableiten.
    denke auch, dass es da wenig bis nix zu holen gibt.

  • User
  • 05.02.2012 23:45:44 valenciano

    Die verbleibenden 25 Prozent gehen an die europäische Fußballfamilie
    Hehe, Fussballfamilie, sehr schoen.
    Danke fuer den Link, allerdings frage ich mich, ob ncht Fernsehgeld in verschiedenen Maerkten noch nen Unterschied macht. Aber 1 Million fuer die Gruppenphase ist ja gar nichts.

    Da wuerd ich mir auch nicht die Knochem bei Metalursk Tschetschenien im Ural kaputt treten lassen, sondern schoen der Jugend ne Chance geben...

  • User
  • 06.02.2012 10:47:30 Beschorner

    die tv einnahmen kommen da sicher noch mit drauf, sind ja keine uefa angelegenheit. aber wenn kabel 1 die chose zeigt, heißt das für mich, dass das interesse und damit das große geld eher nicht da sind. auch wenn kabel 1 die schwester von sat 1 ist und die gleichen leute moderieren und kommentieren wie bei der cl, wirkt das doch eher unliebsam.

  • User
  • 06.02.2012 20:46:53 AntiMöller

    Die Euro-League müsste doch seit Start TV-mäßig zentral vermarktet sein? (siehe weiter unten)

    Ich habe mal gehört, für einen Bundesligisten lohne es sich erst ab Viertel- oder Halbfinale, je nach Gegner.
    Man darf eben auch die Prämienzahlungen an das Personal nicht vergessen, die bei einem Bundesligisten der Kategorie Schalke, Dortmund, Leverkusen etc so anfallen. Und die Zuschauereinnahmen sind ja -wieder je nach Gegner- in der Regel auch nicht so der Jackpot.

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