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01.02.2012

Carsten Jancker über seine Zeit in China

»Lebendige Kröten beim Essen«

Interview: Erik Peter  Bild: Imago

Dieser Mann kennt sich aus mit chinesischem Fußball: Carsten Jancker spielte 2006 ein halbes Jahr lang in der chinesischen Super League für Shanghai Shenhua, dem Verein der jüngst Nicolas Anelka verpflichtet hat. Was hat China, was andere nicht haben?

Carsten Jancker über seine Zeit in China - »Lebendige Kröten beim Essen«


Carsten Jancker, Ihr ehemaliger Verein Shanghai Shenhua hat während der Winterpause Nicolas Anelka verpflichtet. Was macht den Reiz für solch einen Spieler aus nach China zu wechseln?

Carsten Jancker: Ich will ihm nicht zu nahe treten, aber ein Nicolas Anelka wechselt wahrscheinlich nicht allein wegen der sportlichen Perspektive nach China, sondern weil er sicher ein sehr lukratives Angebot vom Verein bekommen hat. Vielleicht ist er ja auch abenteuerlustig.

Wie ist die Liga sportlich einzuordnen?

Carsten Jancker: Fußballerisch ist die Liga auf dem Niveau der dritten Liga in Deutschland.



Vor zehn Jahren war Jörg Albertz der erste wirklich prominente Spieler, der aus Europa nach China wechselte. Nun stand sogar Didier Drogba kurz vor einem Wechsel nach Shanghai. Was ist da los in China?

Carsten Jancker: Ich denke, dass da richtig was passiert. Mit dem zunehmenden Reichtum gibt es auch mehr Investoren für den Fußball. Bei Shanghai Shenhua wird ein neuer Finanzier an Bord sein, der jetzt Meister werden will und mit Anelka einen Riesen-Fisch an Land gezogen hat.

Welches Potenzial hat der chinesische Fußball?

Carsten Jancker: Schon wegen der Masse der Leute ist da ein großes Potential. Wenn man sich endlich gezielt auf den Fußball konzentriert, kann sich eine sehr gute Liga und auch eine erfolgreiche Nationalmannschaft entwickeln.

Wie populär ist der Fußball in China?

Carsten Jancker: In Shanghai war der Zuschauerzuspruch ziemlich groß. Zu unseren Heimspielen kamen ungefähr 20.000 Fans. Bei Auswärtsspielen, zu denen man schon mal vier Stunden geflogen ist, waren aber teilweise nur 2000 bis 3000 Zuschauer.

Sie sind 2006 für ein halbes Jahr nach Shanghai gewechselt. Was wussten Sie vor ihrem Wechsel vom Fußball in China?

Carsten Jancker: Eigentlich überhaupt nichts.


weiterlesen [1] [2]



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»Gestatten, Jancker!« – Am 9. Spieltag der Saison 1993/94 gibt der 1974 in Grevesmuehlen (DDR) geborene Carsten Jancker sein Bundesligadebuet, damals noch für den 1. FC Köln. Gegend en VfB Leipzig gelingt ihm gleich der Treffer zum 3:1. Unser Bild zeigt ihn allerdings Jahre spaeter im DFB-Pokalfinale 1999 gegen Werder Bremen.


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  • »Gestatten, Jancker!« – Am 9. Spieltag der Saison 1993/94 gibt der 1974 in Grevesmuehlen (DDR) geborene Carsten Jancker sein Bundesligadebuet, damals noch für den 1. FC Köln. Gegend en VfB Leipzig gelingt ihm gleich der Treffer zum 3:1. Unser Bild zeigt ihn allerdings Jahre spaeter im DFB-Pokalfinale 1999 gegen Werder Bremen.
  • In einem aeusserst erfolgreichen Jahr bei Rapid Wien empfiehlt sich Jancker nach der Saison 1995/96 für den FC Bayern München. 143 Spiele und 48 Tore später darf man sagen, dass sich diese Investition gelohnt hat. Auch, weil der grosse Mann mit dem blanken Haupt die Liga um einen weiteren kuriosen Jubler bereichert: Der Kuss des Ringfingers wird zum Markenzeichen.
  • Gross. Boese. Laut. Gar ein Neonazi? Optisch die perfekte Besetzung für jeden halbgaren Skinhead-Film, muss sich Jancker Zeit seiner Karriere gegen die Vorwuerfe wehren, er sympathisiere mit Rechtsradikalen.
  • Für die Sportfotografie bedeutet die Erscheinung des Bayern-Huenen allerdings Anlass zum Jubel. Hier sucht Andreas Moeller Trost in seinen Armen.
  • Und noch eine Umarmung: Unter Trainer Ottmar Hitzfeld gewinnt Jancker alle grossen Titel seiner Kariere: DFB-Pokal, Deutsche Meisterschaft, Champions League, Weltpokal. Als Hitzfeld sich verabschiedet sagt Jancker: »Hitzfeld ist wohl einer der besten Trainer aller Zeiten.«
  • Keine Zeitmaschine, sondern das Abschiedsspiel von Lothar Matthaeus: Carsten Jancker und Mannschaftskollege Diego Armando Maradona.


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Kommentare

  • User
  • 01.02.2012 13:03:00 eltoro

    "Man kannte mich von der Weltmeisterschaft 2002 in Japan und Südkorea. Und natürlich bin ich mit meiner Größe und den blonden Haaren aufgefallen." Carsten Jancker ist mit seinen blonden Haaren aufgefallen. Verrückt.

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