Die Geschichte der Fußballfans

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18.10.2011

Thomas Berthold über die Krise der Serie A

»Italien hat die Entwicklung verschlafen«

Interview: Erik Peter  Bild: Imago

Thomas Berthold ist ein Kenner des italienischen Fußballs. Er spielte zwischen 1987 und 1991 für Hellas Verona und den AS Rom. Wir sprachen mit ihm über marode Stadien, Miroslav Kloses alte Knochen und das Spiel des FC Bayern in Neapel.

Thomas Berthold über die Krise der Serie A - »Italien hat die Entwicklung verschlafen«


Thomas Berthold, am vergangenen Spieltag sind in der Serie A 14 Tore in zehn Spielen gefallen, fünf Spiele endeten 0:0. Wird in Italien noch immer der berühmte Catenaccio gespielt?

Thomas Berthold: Das Defensivverhalten hat in Italien generell einen höheren Stellenwert als in anderen europäischen Ländern. Die Mannschaften sind in der Defensive einfach besser ausgebildet. Das führt dazu, dass die Stürmer nur wenige Optionen haben. Das war schon zu meiner Zeit in Italien so. Auch wenn die großen Klubs auf dem Land gegen kleine Provinzvereine gespielt haben, war es sehr, sehr schwer dort Tore zu schießen und zu gewinnen.



Ende der achtziger und Anfang der neunziger Jahre, als Sie für Hellas Verona und den AS Rom spielten, war Italien das gelobte Fußball-Land. Die Vereine hatten Geld, moderne Stadien und die Top-Stars. Heute denkt man zuerst an Gewalt, Bestechungsskandale und Zuschauerschwund. Befindet sich der italienische Fußball im Niedergang?

Thomas Berthold: Nein, das glaube ich nicht, aber er muss sich erneuern. Entscheidend ist, was jetzt für Lehren aus den Fehlern gezogen werden. Einerseits auf der politischen Ebene, andererseits bei den Vereinen. Das große Thema der Gewalt wurde halbwegs in den Griff bekommen. Jetzt müssen die Vereine erkennen, dass sie eine entsprechende Infrastruktur aufbauen müssen.

Was muss geschehen?

Thomas Berthold: Alles hängt von den Stadien ab. Da muss angesetzt werden. Politik, Vereine und Liga wollen hier neue Wege gehen. Bislang sind die Stadien alle im städtischen Besitz. Nun muss der Weg Richtung Privatisierung geebnet werden. Bei Juventus Turin hat das schon funktioniert. Die haben ein neues Stadion gebaut und das ist laufend ausverkauft.

Die Stadien sind der Schlüssel, um wieder erfolgreicher zu sein?

Thomas Berthold: Ja. Wer will momentan in die alten Dinger reingehen? Es zieht überall, die Farbe kommt runter, es gibt kaum etwas Ordentliches zu trinken, geschweige denn zu essen. Neue Stadien bieten den Vorteil, dass man ein ganz anderes Klientel anziehen kann. Da kommen dann mehr Ältere und mehr Familien, weil es sicher, trocken und sauber ist. Das muss in Italien jetzt nachgeholt werden, das haben sie verschlafen. Ansonsten stimmen ja die Voraussetzungen. Italien ist ein schönes Land zum Fußballspielen. Die Menschen lieben Fußball. Die Trainingsbedingungen bei den Vereinen sind hervorragend und bei den großen Klubs herrscht immer noch ein anderes Gehaltsgefüge als in der Bundesliga.

Die internationalen Topstars spielen momentan aber eher anderswo als in der Serie A.

Thomas Berthold: Ja. Das ist richtig. Zu meiner Zeit war die italienische Liga wirtschaftlich und sportlich noch das Nonplusultra. Es gab Jahre, in denen die Finale der europäischen Wettbewerbe fast rein italienisch besetzt waren. Das hat sich seitdem verändert. England und Spanien sind attraktiver geworden und auch die Bundesliga hat aufgeholt. Die Topstars verteilen sich jetzt auf diese Ligen. Doch die großen italienischen Klubs haben das notwenige Kapital, um den jetzigen Zustand wieder zu verändern.

Beim Blick auf die großen fünf Vereine, AC und Inter Mailand, AS und Lazio Rom sowie Juventus Turin fällt auf, dass momentan nur die beiden letztgenannten im oberen Tabellendrittel zu finden sind. Ist die Dominanz der Mailänder Vereine vorbei?

Thomas Berthold: In Italien wird generell länger an älteren Spielern festgehalten, manchmal zu lange. Gerade Milan und Inter brauchen eine Verjüngungskur. Da muss ein Umbruch stattfinden. Für beide wird es wohl eher eine Übergangssaison. Dasselbe gilt für den AS Rom, der viele neue Spieler und einen neuen Besitzer hat. Für Lazio läuft es nach dem Derbysieg und Juve steht ganz oben. Für die Liga ist es aber attraktiv, dass nicht immer üblichen Verdächtigen oben stehen.

Verfolgen Sie die Entwicklung ihres Ex-Vereins AS Rom?

Thomas Berthold: Ich habe noch gute Kontakte zum Verein und bin auch relativ oft in Rom. Ich bin gespannt, ob es die neuen Besitzer schaffen werden ein neues Stadion zu bauen. Zur Zeit findet ein Prüfverfahren über mehrerer Standorte statt. Sie sind also auf der richtigen Spur. Die Mannschaft muss sich noch finden. Es wurde vor der Saison groß eingekauft, es gib einen neuen Trainer, das braucht noch Zeit.

Bei Lokalrivale Lazio sorgt Mirolav Klose gerade für Furore. Es sieht aus, als hätte er den richtigen Schritt gemacht.

Thomas Berthold: Auf jeden Fall. Es ist für einen Spieler immer eine wichtige Erfahrung, einmal im Ausland zu spielen. Er spielt in einer tollen Stadt und das milde Klima wird ihm als älterem Spieler sicherlich gut tun. Da freuen sich die Knochen. Mir war klar, dass er sich in Rom schnell integriert. Mit dem Siegtreffer im Derby läuft es wirklich sensationell für ihn.

Haben deutsche Fußballer einen hohen Stellenwert in Italien?

Thomas Berthold: Einen ganz großen! Die Menschen haben dort viel mehr Respekt vor der Leistung, die ein Spieler bringt als in Deutschland.

Heute trifft in der Champions League der SSC Neapel auf ihren Ex-Verein Bayern München? Wie ist Ihre Prognose für das Spiel?

Thomas Berthold: Es wird für Bayern schwerer werden als die bisherigen Spiele. Neapel hat eine gute Mannschaft und das Stadion wird ein Hexenkessel. Dazu wird Neapel zugute kommen, dass sie nicht der Favorit sind. Um da zu gewinnen, muss Bayern eine echte Topleistung abliefern.




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Kommentare

  • User
  • 18.10.2011 14:43:11 GTEvo

    "blöder Heini"^^
    Italien ist immer noch die stärkste, die Beste Liga der Erde, lieber Ex Golfprofi ThomasBerthold!

    Die SeriaA wird nur globalisierungshochwertvoll als Spiegelbild vom "Untergang des Römischen Reiches" verklärt.
    Deshalb wird ständich von maroden, nicht mehr zeitgemässen Stadien plakatiert.

    Der hochemotionale, ehrliche Vollblutfußball, mit all seinen elektresierenden "Skandalen" (Bengalo, no Comfort-Zone), dazu die tatsächlich heissblütigsten Fußballertypen, die heisblütigsten Tifosis in echten "Hexenkesseln" mit echter Zivilcourage und tatsächlicher Strassenfußballer Mentalität, ist objektiv betrachtet, die Ausgeglichenste, die sportlich Attraktivste Fußball Liga des Universums.

    Italien ist auf ewig "Das DolceVita", egal welches Mainstream Prädikat man dem italienischen Fußball heute negativ aufs Auge drückt.

    Italien hat absichtlich seine sog. Entwicklung verschlafen.
    Das gehört zum "GroßenGanzen".
    Ab 2020 regiert Italien wieder den europäischen Fußballweltmarkt.
    Mit HighTec MulitfunktionsArenen, neuer "pseudodemokratischer" Regierungsform, den Besten Fußballern des Olymps(Götze, CanCan & Co^^), mit Traumwetter, mit Traumfrauen, mit Traumhaften originalen italienischen Spezialitäten aus Deutschland^^

    Der Grund wieso SKY die SeriaA (zufällich nich) in ihr Abo aufnimmt, steckt in meiner bescheidenen, aber 100%ig objektiven These.
    LIVE Übertragungen in HD auf Riesen LCD Bildschirmen ist emotional um Welten attraktiver als unsere perversen, reizüberflutenden Propaganda FußballFilmFilm-Filme inne ARD, ZDF,SKY und Hassenich gesehn.
    Bei uns wirste systematisch durch diese Permanent-XXL Leuchtreklamen rund ums Spielfeld gefoltert, vom reinen Spiel neuerdings durch hysterisches Demo-Rülpsen von schizophrenen, auf bewusstseinsveränderten Medikamentemissbrauch positiv gestimmt, noch absichtlich mental manipuliert und fremdgesteuert.

    Unsere "BorgialigaTOTA"L ist die blanke SocialNetwork-HighSpeedSodomie.


    Fußball ist nicht Alles

    TheoZ.

  • User
  • 18.10.2011 14:46:47 OlafMitender

    "Seit dem Siegtreffer im Derby läuft es wirklich sensationell für ihn."

    ahso... besagter treffer fiel letzten sonntag... seitdem läuft es sensationell für klose... aaahso....

  • User
  • 18.10.2011 14:55:16 Capocannoniere

    Für die Spieler war es ja auch schöner, in einem Land mit schönem Wetter, schönen Frauen und guter Küche Fußballspielen zu können, als zwischen den Industriebrachen Nordenglands. Von den heutigen Fußball-Hauptstädten kann es allenfalls Barcelona an Lebensqualität mit dem Italien der Jahre um 1990 aufnehmen. München ist nicht weit dahinter, aber das kühlere Wetter ist ein Minuspunkt.

  • User
  • 18.10.2011 15:00:04 GTEvo

    und ausgerechnet heute greift Hermann der Etrusker, am brodelnden Vesuv die ewige Stadt Rom (durch die Mitte an) an.

    Sollte mich nicht wundern wenn "Teufelskerl" MarioG^^ heute widda nen lupenreinen Hattrick macht (wirkt dann Weltmarktführer-Martwerttechnisch, doppeltundreifach, weil Italieneroberer MiroKlose ja von MG33 verdrängt wurde).

    Das schüchtert das Alte Rom dann psychologisch bis in ihre Grundfesten ein..wenn ihr neuer Eroberer, von einem noch größeren Titan, medial in Schatten gedrängt wird.

    "Wer waren Ulis Helfer"
    GuidoK.

  • User
  • 18.10.2011 15:00:37 saloth sar

    muenchen ist ein dreckskaff!

  • User
  • 18.10.2011 15:07:27 Yvy

    Barcelona, 1 Mio. illegale, Staat kümmert sich nicht drum, Hauptstadt der Taschendiebe, Bullen kommen nicht nach...

    nee danke. und dann die Katalanen; inkonsequent und eingebildet.

    Wenn man Kohle und Leibwächter hat, hats bestimmt auch seine schönen Seiten.

  • User
  • 18.10.2011 15:14:02 L3v3l0rd

    Und die richtigen Vorurteile.

  • User
  • 18.10.2011 15:15:02 El Buitre

    Naja Leibwächter.. wenn du am Flughafen angekommen gleich in ein Taxi springst (das Mobiltelefon am besten auf Notruf eingestellt) und dich ins Hotel fahren lässt, dann ist doch so ein Leibwächter wirklich übertrieben. Es muss selbstverständlich einige Sterne aufweisen, dann kann dir da nichts passieren.
    Auf der Rückreise einfach Taxi per Zimmerservice rufen und direkt wieder zurück zum Flughafen fahren lassen.
    Dann kann man selbst in der Barbarenstadt Barcelona eine schöne Zeit verbringen.

  • User
  • 18.10.2011 15:15:27 pandrodor

    Einblicke, die nur ein Ex Profi liefern kann.

  • User
  • 18.10.2011 15:31:46 PittiTrueffelschwein

    Da hat Herr Berthold aber schön den angeblichen Insider raushängen lassen. Ob und inwiefern er wirklich noch mit der Serie A und dem italienischen Fußball verbunden ist, würde ich jetzt mal dahinstellen. Ist mir ehrlich gesagt auch egal.

    Fakt ist, dass Italien das Negativbeispiel am Niedergang der Fankultur ist. Das gelobte Ultrà-Land, was Mitteleuropas Fankultur 90% seines HEUTIGEN Gesichts gegeben hat, ist in der Attraktivität weit nach hinten gerutscht. Der Erfolg winkt in Spanien, die Fans in Deutschland und Frankreich, der Erfolg UND die Fans UND das Geld winken in England. Was hat Italien, außer seiner fußballerischen Geschichte denn noch? Die Erfolge von Inter und Milan waren temporär, Juve war zwischenzeitlich Zweitligist, die Römer Vereine sind internationale Mainstreamprodukte ohne Gesichter. Die Fans werden ausgesperrt und dauerüberwacht, oft auch in ihrer Kreativität beschnitten. Wer soll aus alldem folgend Geld in Italien investieren? Selbst ein Eto'o spielt lieber in Russland, klar, zu 75% wegen der Kohle. Aber warum sollte er auch in Italien bleiben?

    Italien stirbt einen langsamen, qualvollen Fußballtod. Wer davon profitiert sind die anderen Ligen, auch die Bundesliga.

  • User
  • 18.10.2011 15:45:15 CoachD

    Was soll eigentlich das Barcelona Bashing....Das kommt doch nur von Pauschalurlaubern oder Dorftrotteln. In der Stadt kann man ganz normal nachts rumlaufen und gar nichts - aber auch gar nichts - passiert da....

  • User
  • 18.10.2011 15:49:41 El Buitre

    Ist ja langweilig.

  • User
  • 18.10.2011 15:52:31 CoachD

    Nichts Schlimmes..Mein ich doch

  • User
  • 18.10.2011 17:12:52 Anthony Yeboah

    Die Erfolge von Inter und Milan waren temporär, Juve war zwischenzeitlich Zweitligist, die Römer Vereine sind internationale Mainstreamprodukte ohne Gesichter


    Kann es sein, dass du Römer und Mailänder Vereine verwechselst?

  • User
  • 18.10.2011 18:07:24 PittiTrueffelschwein

    Kann es sein, dass du Römer und Mailänder Vereine verwechselst?

    Absolut nicht! Roma hat vielleicht mit dem alternden Totti und De Rossi noch zwei Gesichter, aber der Rest ist beliebig austauschbar und, bei aller Sympathie, wird auch beliebig ausgetauscht. Bei Lazio dasselbe. Nur weil da jetzt Miro Klose spielt, heißt das noch lange nicht, dass der Club ein Gesicht hat.

  • User
  • 18.10.2011 18:37:02 ColePorter

    Interessant zu lesen, wie Berthold sich in diesem Artikel mehrmals widerspricht...

  • User
  • 18.10.2011 19:26:26 Redondo71

    Thomas Berthold ist ein anmaßendes Arschloch, immer schon gewesen. Seine Blütezeit hatte er wohl als General-Manager von Fortuna Düsseldorf - viele Kompetenzen, keine Fähigkeiten und nicht in der Lage sein Arbeitsgebiet zu beschreiben, aber sicherlich fürstlich entlohnt.

    Wäre schön, wenn sich jemand mit dem Thema beschäftigeb würde, zu dem er sich äußert und nicht nur Allgemeinplätze nachblubbert.

  • User
  • 18.10.2011 20:08:31 gelsenkirchen

    Die Erfolge von Inter und Milan waren temporär

    no offense, aber:

    UEFA-Champions-League winners 1963, 1969, 1989, 19890, 1994, 2003, 20007 (mal so als exemplarisches beispiel) sieht mir alles andere als temporär aus. der italienische fussball mag durch eine kleine dürrephase gehen, aber wer ernsthaft vereine wie juve, inter und milan abschreibt und nichtmals die emporkömmlinge aus neapel oder auch teams wie florenz, lazio oder udine ernst nimmt, der ist leider naiv. juve wird in den kommenden jahren wieder eine numer in europa sein. neues stadion, junge mannschaft. die werden schneller wieder cl-halbfinaliste sein als man "italien" buchstabieren wird.
    abgesehen davon schreibt man den italienischen fussball seit jahren bereits ab und er ist immer noch nicht tot.

  • User
  • 18.10.2011 20:12:33 currygoi

    Thomas Berthold war schon immer ein König in den Disziplinen Scheisslabern und Vonnixahnunghaben.
    Was hat der nach der Spielerkarriere erreicht? Nix! Nicht mal Experte bei Sport1.

  • User
  • 18.10.2011 20:56:39 PittiTrueffelschwein

    gelsenkirchen

    Naja, die Gesamterfolge sprechen natürlich auch bei den italienischen Clubs für sich, für mich wären jetzt die Erfolge nach 2000 wesentlich, da sind Milan und Inter mit zwei bzw. einem Titel dabei. Trotzdem hab ich, subjektiv, das Gefühl, das da was fehlt, worüber sich die Vereine definieren.

    Deine Prognose zu Juve ist wünschenswert, ich halte sie aber für Illusion. Warum? Es beginnt hier (nicht der obere Teil, sondern der untere) und geht so weiter, dass man Spieler wie Krasic nach nur einer Saison wieder los werden will. Ich habe mich Ende 2010, Anfang 2011 sehr intensiv mit Italien beschäftigt und sehe zB auch die Entwicklung von Udinese mit großer Freude, aber eben auch eher als temporäre Erscheinung. Warte mal ab bis Di Natale in Rente geht. Fiorentina kratzt seit Jahren an den oberen Plätzen, ohne je was vernünftiges zustande gebracht zu haben. Und auch der Wille fehlt irgendwie. Seit Inters Titel 1998 und Parmas Titel 1999 hat kein Team aus Italien mehr den UEFA-Cup gewonnen, demgegenüber Vereine aus der angeblichen "Monoliga" Spanien gleich 4mal. Und wie Parma seinen Kurzerfolg bezahlt hat und danach bezahlen musste, wissen wir ja auch.

    Also um es zusammenzufassen: Auch meinerseits no offense, aber da gibt es eher einen Aufschwung von Deutschland und sogar Frankreich (siehe PSG), als das Italien nochmal das wird, was es mal war.

  • User
  • 18.10.2011 20:58:40 Leo Hintermann

    Lustig, wie so ein Interview mit einem großmäuligen Vollhorst die ganzen selbsternannten Italien-Experten hervorlockt.

  • User
  • 18.10.2011 21:00:21 currygoi

    Barcelona ist gefährlich? link

  • User
  • 18.10.2011 21:04:21 PittiTrueffelschwein

    Waren es nur Messerstiche, oder sind sie mit ner Narbe im Nierenbereich auf irgendeiner Piazza aufgewacht? :D

    Sodom und Camorra

  • User
  • 18.10.2011 21:52:59 gelsenkirchen

    pitti: ich mag solche quervergleiche nicht, aber die uefa-cup-titel von inter und parma, plus noch ein europapokal der pokalsieger von lazio 1999, zwei cl-titel von milan und einer von inter würden in der sprache dann sagen dass der deutsche fussball am boden liegt.

    hintermann: ich weigere mich lediglich zu akzeptieren dass der italienische fussball "tot" sei. thomas berthold geht mir am allerwertesten vorbei!

  • User
  • 18.10.2011 22:22:40 MarcRamone

    Warum so auf Berthold "einprügeln"? Er war ein erfolgreicher und guter Fußballer seiner Zeit, das Fußballspielen war seine wahre Berufung. Für Zeit bzw. die Karriere danach hat er halt versucht etwas zu machen was ihm gefallen könnte, aber auf Erfolg ist er da nicht mehr angewiesen. Die wahre Berufen war halt eine andere und da hats gereicht.

    Der eigentliche "Fehler" hier ist eigentlich, dass man mit ihm ein Interview zum Thema machen wollte. Ich fand es schon öfters auffällig, dass Interviews mit ihm meistens wneiger gehaltvoll sind. Ein anderer und halt wahrer Italienexperte wäre besser gewesen.

    Ich denke Berthold wäre gut für Interviews mit Gescichten von damals, einfach mal Dinge Revue passieren lassen. Für sowas.

    Und was den fußballerischen UJntergang der Italiener angeht,so glaube sind sie ein zu großes ud stolzen FußballLand, dass sie sich aus dem Rennen verabschieden würden. Irgend wann berappeln die sich wieder. Ich hoffe das vor allem bzgl. der Fans! Das ist ja wirklich traurig bis shcaurig was man von dort hört.

  • User
  • 18.10.2011 22:40:56 Leo Hintermann

    @Gelsenkirchen

    Sehe ich genauso. Das ging mehr gegen die Leute, die seit fünf Jahren den ital. Fußball totlabern wollen und immer frustrierter werden, weils einfach nicht klappt.

  • User
  • 18.10.2011 22:44:27 gelsenkirchen

    bleibt noch zu erwähnen dass die italienische nationalmannschaft 2006 nur mit spielern aus der eigenen liga weltmeister wurde.

  • User
  • 18.10.2011 22:50:08 AbteilungAttacke

    Na Gelse, also bei aller Liebe, da spielten aber schon besondere Umstände mit 'rein, wie z.B. der Wettskandal, beschissene Australier, in toto eine nur mäßig italienische Mannschaft (mit einem sehr guten Spiel gegen Deutschland und einem ordentlichen gegen Frankreich) und natürlich die PETZENDE ITALIENISCHE PRESSE

  • User
  • 18.10.2011 22:57:18 sgu07

    berthold ist auch in meinen augen ein anmaßendes arschloch und aus dem wm-team 1990 von der außenwirkung dem matthäus am ähnlichsten.

  • User
  • 18.10.2011 22:58:36 Jim Panse

    Mich erinnert Berthold eher an SuperMario, Loddar hat andere 'Präferenzen'

  • User
  • 18.10.2011 23:08:24 Walter Baseggio

    Die Serie A kann man über Sportdigital für 4,99 Euro bei Sky dazubuchen. Genauso ist in dem Paket die Eredivisie enthalten.

    Ich hab Sportdigital seit neuestem im Abo dabei und hab mir bisher zwei Sonntagsspiele angesehen (Juve - Milan und letzten Sonntag das Römer Derby).

    Negative Folgen für die Serie A hatte der Bestechungsskandal von 2006. Der italienische Fußball hat an Glaubwürdigkeit verloren für einige Jahre und er erholt sich erst jetzt wieder davon.
    Ich hab die Serie A auch jahrelang ignoriert, aber jetzt ist mein Interesse wieder gewachsen. Auch durch Udinese und vor allem durch den SSC Neapel.
    Die Stadien sind schlecht gefüllt oftmals, die Fans sehen sich mittlerweile vielen Repressalien ausgesetzt.
    Holger würde jetzt davon sprechen, dass sie überwacht werden, was so falsch nicht ist.
    Einige Fans sind nicht mehr ins Stadion gegangen wegen des Bestechungsskandals, andere nicht wegen der ausufernden Gewalt und der Komfort der Stadien ist auch nicht toll.

    Wenn ich heute die Kameraeinstellung aus Neapel aus der Kurve sehe, muss ich sagen, dass man als Fan weit weg vom Spielgeschehen ist.
    Da sind wir Bundesliga-Fans mittlerweile sehr verwöhnt, was die Sicht aufs Spielfeld angeht.
    Zu Parkstadion-Zeiten fand ich das auch supoptimal, so weit weg zu sein vom Spielfeld.

    Der italienische Fußball ist durch eine lange Dürrezeit gegangen und die italienischen Clubs haben vor allem im Uefa Cup in den letzten Jahren auch nichts gerissen.
    Exemplarisch dafür steht die Tatsache, dass kein Italiener ins Halbfinale des Uefa Cups einzog in den letzten Jahren.
    Auch der AS Rom ist diese Saison schon in der Qualifikation ausgeschieden.

    Dennoch teile ich gelses Meinung, dass Juve wieder ruck zuck in der Champions League mitmischen wird.
    Inter hat heute auch gewonnen und wird die Gruppenphase überstehen.
    Neapel wird auch hinter den Bayern das Achtelfinale erreichen.
    Dazu wird Milan weiterkommen und nach einer Verjüngungskur in den nächsten Jahren wieder richtig angreifen in der CL.

    Ich sehe da mehr Potenzial als bei der Bundesliga.
    Machen wir uns nichts vor. In der CL kommen drei Italiener weiter, während ich bisher nur sicher bin, dass die Bayern weiterkommen.

    In der europäischen Königsklasse hieße das also 3-1 für Italien.

    Die Bundesliga besticht durch relativ bezahlbare Tickets (außer man geht zum H(alsabschneider) SV. Volle moderne Stadien mit viel Komfort.

    Der bessere Fußball wird aber dennoch in Italien, England und Spanien gespielt.
    Es wird nicht lange dauern, dann überholt die Serie A wieder die Bundesliga.
    Die Bundesliga wieder schon drunter leiden, dass der Vierte ab jetzt auch in die CL- Quali geht.
    Es kam bisher erst einmal vor, dass drei CL - Teilnehmer aus der Buli in das Achtelfinale der CL kamen.
    In Italien ist sowas häufiger.
    Der Quotient für die Bundesliga steigt durch den einen Teilnehmer mehr und niemand kann behaupten, dass alle deutschen Teams in der kommenden Saison die Vorrunde überstehen würden.
    Bestenfalls kommen zwei Teams (Bayern +Dortmund/Schalke/Bremen) weiter.

    Es ist Augenwischerei zu glauben, dass die Bundesliga der Serie A überlegen ist. Wenn dann auch noch Teams wie Neapel, der AS Rom, Lazio und Udinese für Furore sorgen im Uefa Cup und die großen Clubs Inter, Milan und Juve in der CL durchstarten, dann guckt die Buli wieder in die Röhre und kann die Entwicklung der Serie A im Fernglas betrachten.

    Denn eins ist auch klar: Mit steigendem Erfolg und dem Ausbleiben weiterer Bestechungsskandale wird der italienische Vereinsfußball auch wieder Kredit bei den Azzurro zurückerlangen.

  • User
  • 18.10.2011 23:10:41 Walter Baseggio

    Korrekturen: * suboptimal
    * bei den Azzurri

  • User
  • 18.10.2011 23:54:36 GTEvo

    Haste hübsch gemacht Eufi.
    Man merkt dir deine "italienische Leidenschaft" an.

    Prima!Weiterso

  • User
  • 19.10.2011 00:23:37 AntiMöller

    Stimmt. Nach wie vor genießt der italienische pay-per-view-Fußball in Italien einen selbstverständlichen Ruf...die zahlen gerade in diesen viel beschworenen Zeiten das x-fache, was hier zu erwarten wäre.

    Dafür haben wir aber auch die höchsten Sponsoren-Einnahmen im Weltfußball (*Donnergroll*), weil wir eben eine wesentlich höhere Marktweite erlangen, wenn Fußball frei läuft.

  • User
  • 19.10.2011 00:25:27 AntiMöller

    Bayern ist weltweit Nr. 1 im Sponsoring. Noch vor Barca, Real, United und Arsenal.

  • User
  • 19.10.2011 07:10:10 PittiTrueffelschwein

    Also ich bleibe dabei, dass ich das Potenzial eher bei anderen Ligen und Vereinen sehen, als in Italien. Natürlich sind das in erster Linie Spekulationen, sowohl von mir als auch von anderen, die Italien in einigen Jahren wieder ganz vorne mit dabei sehen.

    Dabei spreche ich nicht mal nur von Deutschland, sondern eben auch von Frankreich. Die Liga hat mit OL, OM, PSG und mindestens 2 Überraschungsteams pro Saison wie Sochaux oder zuletzt Lille ein immenses Potenzial und das zusammen mit einer seit Jahren angetriebenen hervorragenden Jugendarbeit. Was aktuell in der U21 von Frankreich rumspringt ist der Wahnsinn, dazu die vielen jungen Spieler, die jetzt in der L'Equipe mitspielen. Ich bin schon länger der Ansicht, dass Frankreich über kurz oder lang den Weg von Deutschland machen wird, zumal die französischen Oberen weit entspannter mit Themen wie Pyrotechnik umgehen, als man es hier in Deutschland tut.

  • User
  • 19.10.2011 07:12:26 saloth sar

    Ich bin schon länger der Ansicht, dass Frankreich über kurz oder lang den Weg von Deutschland machen wird, zumal die französischen Oberen weit entspannter mit Themen wie Pyrotechnik umgehen, als man es hier in Deutschland tut.

    als ob pyro irgendwas mit der qualitaet der liga zu tun haette.

  • User
  • 19.10.2011 08:01:42 Leo Hintermann

    Ooooh, Schweinchen, konnteste nicht bis zur nächsten Pyro-Diskussion abwarten? Nein? Musste das jetzt schon raus? Kausalketten für Fortgeschrittene?

  • User
  • 19.10.2011 08:13:43 mitleser

    Da fehlt dir eben der Überblick dafür - mit lustigen Qualmlichtern ist per Definition schon mal die Stimmung um 83 % besser, es kommen mehr Zuschauer, es fließt mehr Geld (Pay-TV! Aber hallo!), die großen Stars kommen und irgendwann entscheidet dann eben Mercedes dass Frankreich jetzt mal dran ist mit der Liga. Verdammt, ich kann das nicht so gut erklären...

  • User
  • 19.10.2011 08:15:48 saloth sar

    verstehe, und weil in england jeder zuschauer pyros abbrennt, ist die pl die beste liga?

  • User
  • 19.10.2011 08:21:38 mitleser

    Wenn es jetzt dort noch Zäune gäbe auf denen Jubelbuben mit Megafonen sitzen und die Fans nicht mehr so ratlos rumstehen oder -sitzen lassen dann würde die PL auch sowas von durch die Decke gehen.

  • User
  • 19.10.2011 08:28:21 gelsenkirchen

    attacke: warum der bestechungsskandal nun die italiener 2006 bevorteilt haben soll kann ich nicht nachvollziehen. man könnte auch sagen dass sie trotz des bestechungsskandals ein erfolgreiches turnier spielen werden.
    gut, der elfmeter gegen australien ist ein ding gewesen das außerordentlich streitbar ist. allerdings ist es reiner spekulatius ob italien nicht auch in einer möglichen verlängerung ddoch als sieger vom platz gegangen war. nahezu jeder weltmeister hat den ein oder anderen glücklichen moment zu überstehen gehabt im turnier.
    weltmeister wird der, der das erfolgreichste turnier spielt, und das war nunmal italien (auch F hatte in der vorrunde durchaus seine schwierigkeiten). und da haben nun auch alle spieler in der eigenen liga gespielt.

    pitti: den "aufschwung" von PSG will ich erst für voll nehmen wenn die scheichs oder der scheich dort nach 3 jahren immer noch am ruder ist und nicht plötzlich den spaß am spielzeug gefunden hat. das ist jetzt noch kein gradmesser für die französische liga. und neben OL, OM und LOSC wird's ja nun schon fast eng. PSG und bordeaux waren in den vergangenen jahren ja nur noch sporadisch erfolgreich. grundsätzlich schade, ich mag den französischen fussball und würde gerne mal wieder straßburg (...) oder ASSE oben mitspieelen sehen.

  • User
  • 19.10.2011 08:29:29 gelsenkirchen

    "verloren" statt "gefunden" natürlich, isklaa

  • User
  • 19.10.2011 09:17:49 CoachD

    @ Piti

    Montpellier nicht zu vergessen

  • User
  • 19.10.2011 14:50:28 PittiTrueffelschwein

    Ohja, ASSE ist ein toller Verein.

    Aber um nochmal die Kollegen aufzuklären, die sich weigern, über ihren Horizont hinauszuschauen -
    als ob pyro irgendwas mit der qualitaet der liga zu tun haette.
    und co:

    Natürlich hat die Akzeptanz von Pyrotechnik nicht in erster Linie etwas mit der Qualität der Liga zu tun, wohl aber mit der Unabhängigkeit und Impulsivität, die den Fans eingeräumt wird. Dementsprechend ist es für die Fankultur des Landes, oder, weil sich ja auch einige Weigern Fantum als Kultur anzusehen, für die Fans der Vereine des Landes, deutlich einfacher a) ins Stadion zu kommen, weil die Repressionen recht gering, oder, im Bestfall, sogar gar nicht vorhanden sind (Vgl. Italien, wo die Fans wegbleiben, aber nicht, weil die Stadien so hässlich sind und "es zieht", wie uns Herr Berthold erklären will, sondern weil keiner Bock hat, Personalausweis und Sozialversicherungsnummer anzugeben, um vielleicht mit etwas Glück in die Auslosung für die Karten fürs Spiel zu kommen, um dann beim Spiel nichtmal nen Schal tragen zu dürfen, weil das die gegnerischen Fans provozieren könnte) und b) auch deutlich mehr Spaß macht, weitgehend unbeschwert seinen Lieblingen im Stadion zuzujubeln.

    In der deutschen Fanszene, auch wenn es euch vielleicht nicht sonderlich interessieren mag, spricht man seit über zwei Jahren von "italienischen Verhältnissen", wenn es darum geht, dass die Fankultur immer weiter ausgetrieben und verboten werden soll.
    Italien ist also fantechnisch DAS Negativbeispiel in Europa.

    Das wirkt sich auch über kurz oder lang auf die Liga aus. Fehlende Zuschauereinnahmen sind da noch das geringere Übel, wie, ich glaube gelse, sagte, wird ein Verein wie Juve seine MuFuAr auch ohne Ultras und leidenschaftliche Fans vollkriegen. Die Frage ist nur, ob sich das wirklich völlig unabhängig vom Spiel- und Transfergeschehen betrachten lässt, ob es Spieler XY völlig egal ist, dass das Stadion weitesgehend ruhig ist, wenn er spielt, während er für 250.000€ weniger im Monat in Deutschland jedes Wochenende vor wechselndem fantastisch lauten Publikum in randvollen Stadien spielen kann (wie gesagt, für mich gehen Frankreich und Deutschland einen ähnlichen Weg, deswegen könnte man das auch auf Frankreich beziehen, aber fantechnisch kommt mittlerweile nichts mehr an Deutschland ran).
    Ich sage nein.

  • User
  • 19.10.2011 14:59:47 gelsenkirchen

    hast du den artikel von max goldt kürzlich in der titanic u.a. über die aktion "pyrotechnik legalisieren - emotionen respektieren" gelesen? gar zu köstlich!


    ob es Spieler XY völlig egal ist, dass das Stadion weitesgehendd ruhig ist

    siehe england. das mag nicht cool sein, ist dem spieler aber wumpe wenn dabei nochmal ein porsche pro monat mehr rausspringt.

  • User
  • 19.10.2011 15:03:56 saloth sar

    und warum wechslen die dann nach russland oder ehemalige soffjett repuklieen? ich war zwar dort noch nicht, aber kann mir jetzt kaum vorstellen, dass in anschi die fans so viel stimmung machen wie in italienischen oder deutschen stadien?

  • User
  • 19.10.2011 15:06:04 PittiTrueffelschwein

    Nee, aber DER würde mich tatsächlich mal interessieren, weil ich mich vorher schon frage, was Max Goldt bitte zu dem Thema zu sagen hat. Hast du da nen Link eventuell?

    siehe england. das mag nicht cool sein, ist dem spieler aber wumpe wenn dabei nochmal ein porsche pro monat mehr rausspringt.


    Ich bin gerade dabei rauszufinden, ob es in England wirklich so drastisch ist, wie man annehmen mag (aktuell lese ich "Sing when you're winning - Großbritanniens Fußballfans, ihre Songs und eine Suche nach der Seele des Spiels" von Colin Irwin), weil ich zuletzt den Eindruck hatte, dass der britische Fußball sicherlich seinen Kampf gegen den Kommerz führt (ich wundere mich, dass es noch gar keinen Thread zur Idee der Scheichs gab, die Abstiegsregelung aufzugeben), aber die britischen Fans sich da nicht so leicht kleinkriegen lassen, auch, weil die britische Fankultur ja eine völlig andere ist, als die mitteleuropäische heute.
    Subjektiv fand ich es bei den Spielen Liverpool-ManUtd und Stoke-ManUtd von den Heimfans ausgehend sehr laut. Aber das wie gesagt nur subjektiv.

  • User
  • 19.10.2011 15:12:55 Kanzi

    @gelsenkirchen
    weltmeister wird der, der das erfolgreichste turnier spielt, und das war nunmal italien

    Schön, dass man nach so viel Zeit, endlich mal objektiv argumentieren kann. Durch Verschwörungstheorien ("italienische Medien petzen" --> wann, wo, wer, Belege?) wird man schließlich nicht kluger, auch wenn sie durchs Wiederholen zur allgemein akzeptierten Halbwahrheiten werden .

    Eigentlich wollte ich einen anderen Beitrag zur Diskussion stellen; Vielleicht nicht jeder verfolgt den italienisch Fußball so intensiv und hat daher gemerkt, dass die italienische Mannschaften dazu in den letzten Jahren neigen in Europaleague Erstzmannschaften auflaufen zu lassen. Sogar Udinese macht das (!!) (siehe Celtic - Udinese mit 7 blutjungen Ersatzspieler). Es wäre interessant zu hinterfragen, warum es in Deutschland m.W. eine gleiche Tendenz nicht gibt, und wie in den anderen Ländern diesbezüglich aussieht. Dieser umstrittene "turn-over" in der ehemaligen Uefa Pokal sorgt allerdings in Italien regelmäßig für Diskussionsstoff in den Medien. Denn einerseits ist die Europaleague für die Vereine finanziell nicht mehr so rentabel und die serie a wird daher bevorzugt behandelt, andererseits hat diese Einstellung Italien eine Position (und vielleicht bald zwei) im Ranking gekostet.

  • User
  • 19.10.2011 15:13:31 AntiMöller

    (ich wundere mich, dass es noch gar keinen Thread zur Idee der Scheichs gab, die Abstiegsregelung aufzugeben)

    Habe ich überhaupt nicht mitbekommen. Link?
    Und ja, bitte auch den Goldt-link! Ansonsten per Hand hier eintippen, gelse. Danke!

  • User
  • 19.10.2011 15:20:56 saloth sar

    pitti, noch mal die frage, wenn du stimmung fuer die spieler wichtig ist, wie passt dann ein wechsel in die russische liage ins bild?
    ist es nicht eher eine wunschvorstellung der fans, dass die spieler auf sowas wert legen und deswegen auch auf geld verzichten wuerden?

  • User
  • 19.10.2011 15:25:34 gelsenkirchen

    es gibt da keinen link zu, ich werde ihn aber auf keinen fall einscannen und bei irgendeinem filhoster hochladen. das wäre ja kriminell!
    der artikel heisst "weltanschauung in der seilbahn" und ist in der april- oder maiausgabe der titanic.

  • User
  • 19.10.2011 15:28:07 MarcRamone

    Idee der Scheichs gab, die Abstiegsregelung aufzugeben

    Watt? Wie? Hammer! Mutig sind sie, die Scheichs. Ich schaue mir gleich mal den Link dazu an.

    Die Geschichte mit dem Bestechungsskandal in Italien... Da hat mir die italienische National11 ganz schön imponiert. Was für eine Nervenstärke?! Denne hat man dbzgl. nichts angemerkt.

    Ich glaube auch nicht, dass die Spieler auf die Fans achten und auf volle Stadien bestehen. Das ist denen egal, wenn das Geld stimmt.

    Und ich denke Italien wird sich schon noch erholen. Erst der "große Fall" und danach dann das Wiederauferstehen. Das dauert noch etwas, aber dann läufts und Italien wird z.B. bei den guten Spielern aus Lateinamerika immer das beliebtere Los sein als die Bundesliga, alleine schon dem Wetter wegen. Das kann auch ein Wettbewerbsvorteil sein.

  • User
  • 19.10.2011 15:30:17 PittiTrueffelschwein

    pitti, noch mal die frage, wenn du stimmung fuer die spieler wichtig ist, wie passt dann ein wechsel in die russische liage ins bild?
    ist es nicht eher eine wunschvorstellung der fans, dass die spieler auf sowas wert legen und deswegen auch auf geld verzichten wuerden?


    Sorry, übersehen!
    Auch hier kann ich natürlich wieder nur meine subjektive Einschätzung geben, aber in meinen Augen wurde Russland, und allen voran Anschi, zuletzt unverhältnismäßig gehyped. Ich meine, okay, Eto'o ist gewechselt, aber welchen "Weltstar" hat es sonst nach Russland verschlagen? Spieler wie Dszudszak oder Boussoufa sind vielleicht in ihrem Heimatland bekannte Spieler, aber ein Wechsel von PSV bzw. Anderlecht nach Russland zu einem möglicherweise aufstrebenden Club mit viel Kapital halte ich für einen Schritt nach vorne. Spieler wie Jucilei oder Diego Tardelli machen genau das, was vor ihnen wahlweise Vagner Love, Jadson, Metuzalem, Luiz Adriano, Dentinho, Wilian, Douglas Costa, Alex Texeira und und und und getan haben: Sie wechseln nach Osteuropa um sich fernab der ganz großen Fußballbühne, für ein mehr als ordentliches Taschengeld in Ruhe zum möglichen Superstar zu entwickeln.

    Bleibt noch Eto'o. Und viel heiße Luft um so ziemlich jeden bekannten Spieler in Europa, den Anschi angeblich holen will.
    Man sieht also, gerade in Osteuropa ist vieles selten so heißt, wie es gekocht wird.

  • User
  • 19.10.2011 15:30:32 gelsenkirchen

    ich denke schon dass es für einen spieler schon etwas tolles ist bei rappelvollen haus aufzulaufen, aber für 500.000 mehr darf's auch bei -25°C das zu einem fünftel gefüllte luschniki sein.

  • User
  • 19.10.2011 15:31:24 AntiMöller

    @Kanzi: ich denke, es wird eine Einzelfall-Entscheidung sein. Mannschaften wie Lazio oder Udinese würden in der EL -was man so hört- erst ab Viertelfinale od. Halbfinale Plus machen. Solche Spiele sind auch in der Regel einfacher zu spielen, als jedes Serie A - Spiel. Sowas macht ja auch der FC Bayern gerne, in einer leichten CL-Gruppe und investiert seine Ressourcen in so einer Phase lieber in`s Kerngeschäft. In England ist es übrigens genauso. Ferner könnten Spieler wie Cisse, Klose oder Di Natale für ihre Clubs nur ungleich schwerer ersetzt werden, als bei den CL-Clubs, die wenigstens ordentliche Einnahmen generieren, deshalb auch die Rotationen, spekuliere ich mal.

  • User
  • 19.10.2011 15:34:47 AntiMöller

    Ich könnte mir auch vorstellen, daß Spieler wie Eto schon mal ganz andere Ausgaben haben, was die Versorgung von einem Rattenschwanz von Familie angeht. Da würde ich den Druck als Versorger mal nicht unterschätzen.

  • User
  • 19.10.2011 15:35:33 Jim Panse

    Wieviele Schnitzel frisst denn Familie 'o?

  • User
  • 22.10.2011 20:18:43 AbteilungAttacke

    @Gelsenkirchen

    Verspätete Antwort, aber immerhin:

    attacke: warum der bestechungsskandal nun die italiener 2006 bevorteilt haben soll kann ich nicht nachvollziehen.


    Nach eigenem Bekunden von Leuten wie Gattuso und Cannavaro verursachte der Bestechungsskandal ein "Jetzt erst Recht"-Gefühl in der Mannschaft. Vor dem Turnier zählte Italien, trotz (oder gerade wegen?) seines 4:1 gegen Deutschland nicht zu den Topfavoriten und der Skandal verstärkte den Eindruck einer Liga (und indirekt damit Nationalmannschaft), die in einem Sumpf versank, aber nichts mehr oder nur wenig mit dem Sport als solchen zu tun hatte.
    Ausschlaggebendes Ereignis war, soweit ich mich erinnere, dann der tragische Tod (Selbstmord?) von einem der beteiligten Funktionäre.
    Danach (so jedenfalls die Legende) entstand innerhalb der Mannschaft der feste Entschluss, den Titel nicht zuletzt deswegen zu holen, um die Ehre des italienischen Fussballs wieder herzustellen.

  • User
  • 23.10.2011 01:02:01 AntiMöller

    Thomas Berthold sollte sich mal lieber über seinen eigenen Zustand Gedanken machen. Mehr habe ich auch seiner Karriere nicht hinzuzufügen. Der wahrscheinlich ungeliebteste Weltmeister aller Zeiten.

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