Die Geschichte der Fußballfans

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20.12.2010

Steve McClaren über Alex Ferguson

»Er ist der Godfather«

Interview: Matthias Paskowsky und Alex Raack  Bild: Imago

Seit Sonntag ist Alex Ferguson unsterblich: Seine 8811 Tage im Amt als Trainer von Manchester United haben selbst Matt Busby übertroffen. Wolfsburg-Trainer Steve McClaren war Fergusons Co-Trainer. Hier erinnert er sich.

Steve McClaren über Alex Ferguson - »Er ist der Godfather«


Steve McClaren, Sie waren drei Jahre lang Assistent von Manchester United-Trainer Alex Ferguson. Stimmt es, dass er Ihnen geraten hat neue Arbeitgeber nach den Präsidenten auszuwählen?

Er hat mir gesagt: »Schau Dir die Menschen an, die den Verein führen. Und entscheide dann.« Er hatte Recht. Die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit ist eine positive Verbindung zu den Menschen, die im Verein das Sagen haben.



Worauf achten Sie also bei Verhandlungen?

Meine Vorstellungen, meine Träume und meine Ziele habe ich schon, bevor ich einen  Vertrag unterschreibe. Aber ich brauche Menschen, die mir auch die Möglichkeit geben, in ihren Vereinen meine Arbeit umzusetzen.

Sie beschreiben Alex Ferguson als Katalysator für Ihre Trainerkarriere. Wie muss man sich Ihre Zusammenarbeit vorstellen?

Alex Ferguson ist Manchester United und Manchester United ist Alex Ferguson. Er ist der Godfather dieses Klubs. Als ich 1998 dazu stieß, war United längst eine nahezu perfekt funktionierende Maschine. Alles in diesem Verein war im Fluss und ich musste Sir Alex nur noch dabei unterstützen, das Ganze in Bewegung zu halten.

Hört sich nach einem entspannten Job an.

Von wegen. Die ersten sechs Monate waren extrem hart, ich musste arbeiten wie ein Pferd. Ferguson hat mir alle Freiheiten gelassen, das bedeutete aber auch, dass ich als Neuling gleich das Training leiten musste. Das ist viel Arbeit.

Zumal Sie sich den Respekt der Superstars erarbeiten mussten?

Unter anderem.

Wie ist Ihnen das gelungen?

Gute Frage, ich weiß es nicht. Ich bin einfach auf den Platz gegangen und habe angefangen zu coachen. Nach vier Jahren als Co-Trainer unter Jim Smith bei Derby County hatte ich eine gewisse Erfahrung in der täglichen Arbeit und der Kommunikation mit den Spielern. Aber in Manchester musste ich mich so schnell wie möglich etablieren, sonst wäre das Projekt gescheitert. Diese ersten Monate waren eine schwere Prüfung.

Wie sah das Feedback von Alex Ferguson aus?

Er hat nie zu mir gesagt: »Steve, du machst aber einen tollen Job!«, oder »Steve, was machst du für einen Bullshit?« Das musste er auch gar nicht. Er hat einfach gespürt, ob ich meine Arbeit korrekt erledige. Davon abgesehen: Während meiner Zeit in Manchester stand die Arbeit des Trainerteams nie zur Debatte.

Wieso das denn?

Wir waren einfach zu erfolgreich.






Nach Trainerstationen beim FC East Stirlingshire, FC St. Mirren, FC Aberdeen und als Coach der schottischen Nationalmannschaft, heuert Alexander Chapman Ferguson am 6. November 1986 bei Manchester United an. Der Blick noch jungfräulich, das Gesicht glatt – unser Bild zeigt den frisch gebackenen Teammanager im Februar 1987. Aller Anfang ist schwer: Die Spieler saufen wie die Löcher, Ferguson zeigt sich vom Fitnesszustand seiner Mannschaft »deprimiert.« Drei Wochen nach der Amtsübernahme stirbt auch noch seine Mutter Elizabeth im Alter von 64 Jahren an Lungenkrebs.


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  • Nach Trainerstationen beim FC East Stirlingshire, FC St. Mirren, FC Aberdeen und als Coach der schottischen Nationalmannschaft, heuert Alexander Chapman Ferguson am 6. November 1986 bei Manchester United an. Der Blick noch jungfräulich, das Gesicht glatt – unser Bild zeigt den frisch gebackenen Teammanager im Februar 1987. Aller Anfang ist schwer: Die Spieler saufen wie die Löcher, Ferguson zeigt sich vom Fitnesszustand seiner Mannschaft »deprimiert.« Drei Wochen nach der Amtsübernahme stirbt auch noch seine Mutter Elizabeth im Alter von 64 Jahren an Lungenkrebs.
  • Der erste große internationale Erfolg mit Manchester: Der FA-Cup-Sieger von 1990 gewinnt 1991 den Europapokal der Pokalsieger. Vergessen sind die Banner im Old Trafford, die Ferguson wenige Jahre zuvor die »schlimmsten Momente in meiner Trainerkarriere« beigebracht haben: »Three years of excuses and it's still crap. Ta ra Fergie«
  • Ein Gespann, dass jahrelang den englischen Fußball dominiert: 1996 stemmen Co-Trainer Brian Kidd (links) und sein Boss bereits zum dritten Mal den Meisterpokal. Was den Erfolg noch süßer macht: Ferguson gewinnt die Liga mit jungen Grünschnäbeln, die unter seiner Führung später zu Weltklasse-Spielern reifen. »Fergie's Fledglings« mit Gary Neville, Phil Neville, David Beckham, Paul Scholes und Nicky Butt sind geboren.
  • Der König und sein Kaiser: Das Manchester United mit Trainer Alex Ferguson und Eric Cantona wird noch heute in der ganzen Welt verehrt. Heute sagt der Franzose Cantona über den Schotten Ferguson: »Er wird für United sterben. Manchester ist sein Lebenswerk.«
  • Zwei der berühmtesten Schotten aller Zeiten: James Bond alias Roger Moore lässt sich von Alex Ferguson ein paar scharfe Bond-Girls zeigen. Oder die gute Laune von Roy Keane (im Hintergrund, wütend).
  • Time for some action: Endeder neunziger Jahre hat Ferguson aus Manchester United das beste Team der Welt geformt. Im legendären Champions League Finale gegen Bayern München gewinnt United 2:1, kurz danach bekommt der Trainer seine ganz persönliche Krönung: Die Queen schlägt ihn für seine Verdienste um den Fußball zum Ritter. »Sir Alex« ist geboren.


Kommentare

  • User
  • 20.12.2010 15:13:45 framck

    Für mich der beste Trainer aller Zeiten.
    Eine Mannschaft erst aufzubauen, dann das Niveau zu halten und dabei dann immer wieder Spieler zu ersetzen und neue Spieler einzubauen ist schon eine Leistung. Aber das auch noch seit dem Jahr, in dem ich eingeschult wurde: großartig!

  • User
  • 20.12.2010 15:29:26 Yvy

    Naja er hatte eine gute Generation damals und konnte im Anschluß eigentlich immer viel Geld für Neuverpflichtungen ausgeben.

    Das ist so eine schwer einzuschätzende Sache wie "ist Uli Hoeneß wirklich so ein Topmanager gewesen ?" Bis zu einem gewissen Grad ist das Merchandising bei Bayern ein Selbstläufer, die Südamerika-Verpflichtungen der Bayern z.B. sind ein Desaster gewesen (Dos Santos, Sosa, Santa Cruz, Valencia) und bereits fertig ausgebildete Spieler der Konkurrenz abkaufen ist nun wahrlich keine Meisterleistung.

    Aber ich schweife ab... Ferguson weigert sich ja seit 5 oder 6 Jahren, mit der BBC zu sprechen (trotz Unmengen von TV-Geldern, das geht mal gar nicht) und seinen völlig unverständlichen schottischen Akzent abzulegen. Charakter sieht anders aus.

    In dem Zusammenhang finde ich Guy Roux fast noch erwähnenswerter. Was der aus Auxerre gemacht hat, unglaublich !

  • User
  • 20.12.2010 15:47:34 Professor Nutmeg

    Wie kann man Charakter am Akzent eines Menschen festmachen? Würde mich an dieser Stelle doch mal interessieren...

  • User
  • 20.12.2010 16:08:32 Rhoenschaf

    ...und seinen völlig unverständlichen schottischen Akzent abzulegen. Charakter sieht anders aus.
    Es soll leute geben die sich nicht für ihre Herkunft schämen und zu ihr stehen.
    Sicher in Deutschland ist Herkunft=Heimat=uncool=Nazi also etwas für was man sich schämen muss aber ich oute mich jetzt mal als einer der dazu steht wo er aufgewachsen ist und der seinen Dialekt an seine Kinder weiter gibt.
    In einer Welt wo alles beliebig bis zu Unkenntlichkeit sein muss löst das natürlich Verwunderung aus und wer nicht stramm auf Linie mit den Vorgaben ist wie man doch zu leben und zu sprechen hat wird mieser Charakter unterstellt aber ich bin stolz auf meine sprachliche Individualität.

  • User
  • 20.12.2010 17:54:50 derwusler

    ach ja... und nicht alle südamerikaner waren flops:

    elber, lucio, micho, jorginho, zé

    aber wahrscheinlich gelten die nicht, weil sie vorher schon in europa gespielt haben, gell...

    ich verstehe ohnehin nicht so gnz, warum man den bayern neidet und vorwirft, der konkurrenz die besten wegzukaufen.

    es ist noch nie jemand gegen seinen willen zum fcb gewechselt worden. die abgebenden teams profitieren finanziell auch davon und wen sollen sie denn sonst kaufen, wenn nicht die besten?

  • User
  • 20.12.2010 19:10:50 pandrodor

    Bei allen Verdiensten Fergusons darf man natürlich auch die Möglichkeiten Man Us nicht vergessen. Mit dem Geld, der sportlichen Perspektive und noch der Tradition ist es deutlich leichter Spieler langfristig zu halten und etwas aufzubauen.


    Und @derwusler: Bei Bayern wird häufig von "Wegkaufen" gesprochen, das stimmt. Teils ist es Missgunst, andererseits sind auch genug Talente und gute Spieler bei den Bayern eingegangen.(Woran es auch immer gelegen haben mag) Das mag man als gezieltes Schwachkaufen der Gegner sehen oder aber als Pech oder sogar Fehleinschätzung der Spieler seitens der Manager und Trainer. Auch die besten passen eben nicht in jede Mannschaft und in jedes System. Ali Daei (oder so) und Hashemian fallen mir spontan ein, die wurden meiner Ansicht eher im Affekt gekauft als dass sich viele Gedanken gemacht wprden wären.

  • User
  • 20.12.2010 20:15:29 feuerwehrmann

    Schon manchmal interessant, wie ein hanebüchener Kommentar zu einem sachlichen und informativen Beitrag den eigentlichen Beitrag ins Abseits stellt... Perfekt vorgeführt von Yvy!

    Von "einer guten Generation" bleibt man nicht auf Jahre im Amt. Frag' mal Armin Veh...

    Zu den Thesen um den "Selbstläufer" FC Bayern und die "desaströsen Südamerikaverpflichtungen" fällt mir ergänzend zu dem Wusler auch nix mehr ein, so sprachlos bin ich.

    Seinen Akzent zu behalten zeugt gerade von Charakter, wie Rhoenschaf richtig stellt. Und nicht mit der BBC nicht zu sprechen zeugt von Selbstvertrauen und nicht von Charakterschwäche. Würde er mit der BBC nur "der Unmengen von TV-Geldern" wegen sprechen - welch feiner Charakterzug!

    Mensch, mensch, Yvy...

    "Aber ich schweife ab..."

    Glückwunsch Alex Ferguson!

    Ein paar kleine "Beinpinkler" wirst Du schon noch verkraften können.

  • User
  • 20.12.2010 21:08:16 gelsenkirchen

    Heute 17:54:50 von derwusler
    elber, lucio, micho, jorginho, zé


    da war demichelis auch der einzige von, der direkt aus südamerika verpflichtet wurde. drei davon gehem sogar aufs konto der scoutingabteilung von bayer leverkusen. die "flops"

    Dos Santos, Sosa, Santa Cruz, Valencia

    sprechen da schon eher für mäßiges südamerikascouting. ist aber lutsche, weil man kann auch aus anderen ländern spieler kaufen.

  • User
  • 20.12.2010 21:11:26 gelsenkirchen

    Heute 20:15:29 von feuerwehrmann
    Zu den Thesen um den "Selbstläufer" FC Bayern und die "desaströsen Südamerikaverpflichtungen" fällt mir ergänzend zu dem Wusler auch nix mehr ein, so sprachlos bin ich.


    oh mein gott, es hat jemand gewagt den fcb zu kritisieren. das geht natürlich gar nicht, macht förmlich sprachlos! taschentuch?

  • User
  • 20.12.2010 21:31:40 LowerRhenania

    Kannst ja mal Sepp Maier fragen, wann er gedenkt sich seinen völlig unverständlichen bayerischen Akzent abzugewöhnen.

  • User
  • 20.12.2010 21:32:16 gelsenkirchen

    vielleicht wird er auch sprachlos?

  • User
  • 20.12.2010 21:40:37 LowerRhenania

    Vielleicht fängt er auch an spanisch zu lernen und wird dann neuer Südamerika-Scout

  • User
  • 20.12.2010 21:51:21 gelsenkirchen

    es gibt gewisse sachen die ich sepp maier einfach nicht zutraue...

  • User
  • 20.12.2010 22:00:32 LowerRhenania

    Was jetzt? Dass er die bajuwarische Mundart ablegt oder spanisch lernt oder brauchbare argentinische Talente erkennt?

  • User
  • 21.12.2010 10:29:53 Yvy

    Was heißt hier hanebüchen(d) ?

    Engländer und Schotten sind sich nicht sooo grün, das dürfte als Fakt durchgehen. Jeder nicht-native speaker versteht kein Wort, wenn Ferguson redet, und selbst die einheimische Presse tut sich schwer. Das englische Gehalt von einem englischen Club nimmt er ja auch an. Ich fand es genauso unmöglich, als der Ösi Pacult bei uns kurz Trainer war, daß er sich nicht ansatzweise bemüht hat, hochdeutsch zu sprechen. Ein Niederländer wie van Gaal, für den es kein Dialekt, sondern eine andere Sprache ist, nimmt hingegen Intensivkurse, bevor er überhaupt seine Stelle antritt. DAS hat mit Charakter zu tun. Und wenn ich das als 60er übern Bayerntrainer sage, sollte das genügen.

    Bayern/Südamerika: die bereits in Europa tätigen Spieler wie z.B. Elber schreibe ich nicht den Südamerika-Scouts von Bayern zu, das ist richtig. Was ist daran komisch ?

    Ferguson:

    Das Geld von den TV-Anstalten nehmen, Spieler dafür verpflichten, aber der BBC keine Interviews gebe, das ist schon etwas, das einen Vermutungen über den Charakter anstellen lässt. Wer noch nie in England war und nicht weiß, was für ein Affront das ist, sollte sich hier mit Kritik zurückhalten.

    Mann mann mann. Wer war nochmal der Penner, der mir hier rechte Tendenzen unterstellt ? Da lach ich doch. Nur kurz nen Beitrag halb überfliegen und dann sabbern. Dieses jeden-der-sich-kritisch-über-einen-nicht-deutschen -äußert-in-die-rechte-Ecke-drängen hat was extrem paranoides und peinliches. Ich bin nun mal von den Eindrücken der letzten 20 Jahre und Informationen, die offensichtlich nicht jeder hat (aber trotzdem blöd daherschreiben, jaja) her der Überzeugung, daß Ferguson ein arrogantes Arschloch ist, und ich stehe dazu. Habe es m.E. auch ausreichend begründet.

  • User
  • 21.12.2010 10:31:09 Yvy

    z.B. Professer passender Name Nutmeg: ich mache Charakter nicht am Akzent fest. Das ist eine jämmerliche Simplifizierung und Verdrehung meiner Aussage. Lass doch dann die Kommentare, wenn du sowieso nur vorhast, was negatives zu schreiben.

  • User
  • 21.12.2010 10:33:00 saloth sar

    Jeder nicht-native speaker versteht kein Wort, wenn Ferguson redet, und selbst die einheimische Presse tut sich schwer

    ersteres ist falsch, zweiteres bezweifle ich.

    und es ist hanebuechen, menschen wegen ihres dialektes charakter abzusprechen.

    und nur als frage, muesste vg nicht nen intensivkurs in bayrisch nehmen anstatt deutsch, wenn schon dann bitte richtig integrieren.

    das dialekt ding ist schwachsinn, merkste aber bei nochmaligem nachedenken sicher auch selber

  • User
  • 21.12.2010 10:34:35 saloth sar

    Lass doch dann die Kommentare, wenn du sowieso nur vorhast, was negatives zu schreiben.

    das von dir zu hoeren, macht mich laut lachen!

  • User
  • 21.12.2010 10:36:56 Yvy

    @feuerwehrmann:

    so ist aber halt das Business, TV-Anstalten zahlen nicht unerhebliche Summen und erwarten dafür eine gewisse Verhaltensweise von Clubangestellten. Theoretisch könnten Sie ihn wegen Nichteinhaltung vertraglicher Pflichten drankriegen, darauf will ich hinaus

    Das finde ich z.B. bei Beckham sehr positiv: im Vergleich zu vielen Profis hat er kapiert, worum es geht: er gibt immer freundlich seine Interviews, verhält sich so, wie es erwartet wird, redet nie schlecht über andere und hält, soweit mir bekannt, seine Sponsorentermine usw. auch ein.
    Gegenbeispiel: Kahn (bei 6 oder 7 Mio Gehalt muß man halt auf ein wenig Privatleben verzichten, oder glaubt der, das Geld gibts für nix ?) oder natürlich Senor Tevez

  • User
  • 21.12.2010 10:39:01 saloth sar

    TV-Anstalten zahlen nicht unerhebliche Summen und erwarten dafür eine gewisse Verhaltensweise von Clubangestellten. Theoretisch könnten Sie ihn wegen Nichteinhaltung vertraglicher Pflichten drankriegen, darauf will ich hinaus

    soweit mir bekannt ist, muss ferguson auch fuer jedes verweigerte interview rund 20.000 pfund zahlen oder eben manchester united

  • User
  • 21.12.2010 10:40:57 Yvy

    wie gesagt, der Dialekt an sich läßt nicht auf Charakter schließen, aber die standhafte Weigerung, sich in einem Land, das einem letztendlich sehr viel gegeben hat, auch nur ein kleines bißchen auf die Leute zuzugehen, eben schon.

    Wegen mir auch Sepp Maier, ok ich als Bayer versteh den, aber bei Pacult, das war einfach eine andere Sprache.

    Pro Ferguson fällt mir auch was ein : Barcelona 99

    Yippieh !

  • User
  • 21.12.2010 10:44:10 Yvy

    soweit mir bekannt ist, muss ferguson auch fuer jedes verweigerte interview rund 20.000 pfund zahlen oder eben manchester united

    fuck, woher haste die Info ?

    ich glaub die Fußballfans in England, speziell die von United, hätten lieber paar Interviews mit ihrem Trainer. Das ist halt eine Sache, die allein in England viele hunderttausend betrifft und er kümmert sich aus Motiven, die nur ihn und seinen Sohn betreffen, nicht darum. Find ich halt nicht in Ordnung.

  • User
  • 21.12.2010 10:44:55 saloth sar

    aus dem grunde, dass Engländer und Schotten sind sich nicht sooo grün, das dürfte als Fakt durchgehen. muss man eben auch verstehen, dass ferguson ein stolzer schotte ist und sich eben nicht in 'englische knechtschaft' begibt und deswegen charakterstark bei seinem dialekt bleibt.
    und sorry, dass ich da die bayern mal wieder anbringen muss, wenn da einer aus der landespolitik in die bundespolitik wechselt, kommt er nie und nimmer auf die idee hochdeutsch zu lernen und es wird immer gerne damit brguendet, dass man eben stolz sei einbayer zu sein.

    dass du ferguson nicht magst, istok, aber den dialekt fuer irgendwas ranzuziehen, ist laecherlist und von nem bayern kommend, geradezu grotesk!

  • User
  • 21.12.2010 10:47:14 saloth sar

    die info hab ich von meinem sportredakteurskollegen.

    ich glaub die Fußballfans in England, speziell die von United, hätten lieber paar Interviews mit ihrem Trainer.

    er verweigert doch nicht allen interviews, sondern eben nur bbc.

  • User
  • 21.12.2010 12:16:34 Yvy

    diese Anspielung auf bayrische Politiker... die sind mir alle oberpeinlich. Waigel läuft sogar mit Löwenschal rum :-(

    Ich spreche doch annähernd hochdeutsch. Zumindest gebe ich mir Mühe. Die Preußen hier in Hessen verstehen mich jedenfalls.. meistens...

    nun fühle ich mich wie ein schleimiger Anpasser *heul*
    ich will auch gar nicht wie ein Bayer klingen, weil ich auf die Herkunft nur bedingt stolz bin. Hab diesen braunen "Freistaat" auch gerne verlassen.

  • User
  • 21.12.2010 12:24:01 LowerRhenania

    Lieber Dr. Sommer,

    ich verstehe Alex Ferguson eigentlich ganz gut, Sepp Maier dafür aber mitunter überhaupt nicht. Hab ich jetzt nen schwachen Charakter? Oder bin ich gar ein Nazi?

  • User
  • 21.12.2010 12:25:59 saloth sar

    ich will auch gar nicht wie ein Bayer klingen, weil ich auf die Herkunft nur bedingt stolz bin. Hab diesen braunen "Freistaat" auch gerne verlassen.

    dem alex geht's halt anderst, der ist gerne schotte und steht zu seiner herkunft.

  • User
  • 21.12.2010 12:27:56 feuerwehrmann

    "Pro Ferguson fällt mir auch was ein : Barcelona 99

    Yippieh !"


    Link

    Yippieh !

    Nicht nur die Bayern (also jetzt mal nich der FC...) leben von und für ihren Dialekt, auch Baden-Württemberg.

    @saloth sar: Ich kann kaum glauben, dass Ferguson/ManU solche Strafen zahlen müssen... Da könnte sich die BBC ja mit ein paar offiziellen Interviewanfragen pro Tag finanziell in kürzester Zeit "sanieren" (und vielleicht doch noch die WM nach England holen...).

    Frohe Weihnachten!

  • User
  • 21.12.2010 13:09:42 Valpolicella

    Habe mich dank der Infos hier in die "Ferguson vs. BBC"-Nummer eingelesen.

    Ich finde Fergusons Verhalten ziemlich peinlich:

    "In recent years Ferguson has habitually failed to talk to the press after Premier League matches in contrast to almost every other manager."

    "Ferguson cancelled a pre-match press conference before Monday's Arsenal match in protest at the reporting of comments in the run-up to the Manchester derby."

    Kritische Berichterstattung - nein danke!

    Ferguson sieht sich anscheinend ein bißchen als Sonnenkönig, der denkt, sich diese Extravaganz aufgrund seiner sportlichen Leistungen erlauben zu können. Vielleicht isses aber auch nur Altersstarrsinn...

  • User
  • 21.12.2010 13:23:12 gelsenkirchen

    wieso sollen leute die dialekt sprechen automatisch nazis sein?

  • User
  • 21.12.2010 14:10:15 Autobahnkreuz

    "ach ja... und nicht alle südamerikaner waren flops:

    elber, lucio, micho, jorginho, zé

    aber wahrscheinlich gelten die nicht, weil sie vorher schon in europa gespielt haben, gell...
    "

    In dieser langen Liste unbekannter Talente fehlt noch Paulo Sergio als nachweislicher Volltreffer des bayrischen Südamerikascoutings.

  • User
  • 21.12.2010 14:17:41 feuerwehrmann

    @saloth sar: schau mal bei Welt online, hast doch nicht ganz unrecht, bzw. Dein Kollege:

    Link

    Und noch ein schöner, wenn auch nicht ganz aktueller Artikel lässt doch einige Zweifel an Fergusons Person und Führungsstil aufkommen... Nichtsdestotrotz gebührt ihm dennoch Respekt, sich über so viele Jahre in dieser Position zu halten, unabhängig von seinen wohl teilweise zweifelhaften Methoden. Schließlich hat er ja soviel ich weiß noch niemandem nachhaltig geschadet, sondern nur einigen Ungeliebten kräftig auf die Füße getreten. Wäre Ferguson eine gänzlich untragbare Person hätte man ihn seitens der Vereinsführung sicher nicht so lange halten können.

    Letztlich ist er einer dieser schrulligen, unangepassten Typen mit Ecken und Kanten, die der Fußball einerseits zur Unterhaltung braucht und fordert ("Eier, wir brauchen Eier!"), über die er sich andererseits aber auch gerne mit erhobenem Finger hermacht. Somit ist er nur einer von vielen...

    Da passt vielleicht auch ein Spruch von Basler: "Wenn man mehr kann, kann man sich auch mehr erlauben".

    Und Ferguson scheint mehr zu können, sonst wäre er nicht dort, wo er ist. Wie er das erreicht hat muss man ja nicht toll finden...

  • User
  • 21.12.2010 15:28:43 Professor Nutmeg

    Lass doch dann die Kommentare, wenn du sowieso nur vorhast, was negatives zu schreiben.

    Wird kritisches Nachfragen etwa nicht so gerne bei dir gesehen? Wieso wird denn die Beantwortung meiner Frage von dir boykottiert? Lässt das nun Rückschlüsse zu?

    Immer diese Glashäuser...


    Ansonsten gibt es der Meinung saloth sars nichts mehr hinzuzufügen!

  • User
  • 21.12.2010 16:53:00 Yvy

    paulo sergio kam von leverkusen, nicht aus südamerika direkt

  • User
  • 21.12.2010 16:53:41 Yvy

    bernardo... leozinho oder wie der hieß

  • User
  • 21.12.2010 16:55:44 Yvy

    @nutmeg

    die frage war doch

    "Wie kann man Charakter am Akzent eines Menschen festmachen? Würde mich an dieser Stelle doch mal interessieren..."

    und das habe ich nie getan und die frage an sich seitenweise beantwortet

  • User
  • 21.12.2010 16:58:06 Yvy

    "Der Höhepunkt dieser beeindruckend konsequenten Anti-Medien-Haltung war im September 2005 erreicht, als "Sir Alex" auch kurzfristig den hauseigenen Vereinskanal MU-TV boykottierte."


    also das ist dann schon mal krass. Als United Anhänger, der bestimmt monatlich paar Pfünde abdrückt, käme ich mir dann schon irgendwie veralbert vor

  • User
  • 21.12.2010 17:16:32 Autobahnkreuz

    "paulo sergio kam von leverkusen, nicht aus südamerika direkt"

    *Tusch*

  • User
  • 21.12.2010 17:37:01 Flachschupfer

    Es fehlt bisher auf jeden Fall Pizarro im Arbeitsnachweis der bajuwarischen Südamerikascoutingabteilung, Abschnitt Europa.

    Einer der inzwischen wenigen Volltreffer von Allofs.

  • User
  • 21.12.2010 17:43:55 Autobahnkreuz

    "Es fehlt bisher auf jeden Fall Pizarro im Arbeitsnachweis der bajuwarischen Südamerikascoutingabteilung, Abschnitt Europa."

    Bald auch Luiz Gustavo, ein junges Talent aus der Region.

  • User
  • 21.12.2010 18:37:58 Yvy

    @autobahnkreuz

    das war bisher der beste :-)

    Hoffenheims "Talente aus der Region" werden ja im Alter von 12-15 Jahren im 3er - 5er Pack von Kaiserslautern, Frankfurt und anderen Clubs "verpflichtet".

    Hört man die Stimmen der abgebenden Clubs, werden Zweifel laut, ob die Art und Weise der "Verpflichtung" moralisch noch irgendwie vertretbar ist.

    Auch Tom Starke, ein Kind der Region ... Mlapa... hm und die 6 Ex-VfBler sind auch nicht wirlich aus der Region *hust*

  • User
  • 21.12.2010 21:16:06 Rafael Thunderfart

    Paulo Sergio wurde aus Italien, ich glaube, vom AS Rom in die Bundesliga zurückgeholt. Elber gehörte ursprünglich dem AC Milan. Ze Roberto war, ehe er bei Leverkusen war, sogar schon mal bei Real Madrid gewesen.

  • User
  • 22.12.2010 10:41:52 Autobahnkreuz

    @Rafael Thunderfart, mein Beitrag war durchaus ironisch gemeint. Wer glaubt Lucio, Ze Roberto, Jorginho, Paulo Sergio usw. wären allesamt Erfolgsnachweise für die unglaubliche gute Arbeit des Südamerikascoutings der Bayern, dem ist nicht mehr zu helfen.

  • User
  • 22.12.2010 10:48:35 gelsenkirchen

    machen wir uns nix vor: südamerikascouting ist nur durch den tangokurs von karl-heinz rummenigge vorhanden.

  • User
  • 22.12.2010 12:13:10 giselher

    Santa Cruz. DeMichelis. Breno. Alle aus Rummenigges Tango-Kurs?

  • User
  • 22.12.2010 13:05:26 saloth sar

    ach ja, ich vergass, dieser breno is ja DER zukuernftige weltklassemann in bayerns abwehr

  • User
  • 22.12.2010 13:15:07 feuerwehrmann

    Zitat aus einem Bayernfan-Blog:

    "Legt man den Erfolg unserer gescouteten und glorreichen Südamerika-Talente bei uns der letzten Jahre zugrunde, so drängt sich der Verdacht auf, das mehr Zeit bei lecker Caipis an der Copacabana verbracht wird, als alles andere."

    Und ein Zitat von Giovane Elber, dem Südamerika-Scout des FCB bis vor einigen Monaten:

    "Die Bayern haben gesagt, 'Giovane, wir gehen es jetzt etwas langsamer an mit den südamerikanischen Spielern'. Ich kann das verstehen, denn sie haben einen guten Kader. [...] Die Bayern haben mir gesagt, dass es vielleicht besser ist, wenn diese Spieler erst einmal woanders spielen und dann zum FC Bayern kommen. Denn direkt zum FC Bayern zu wechseln, da haben sich die Südamerikaner immer schwer getan."

    O.K., Yvy, so beim rechten Licht betrachtet ist das wohl nix gewesen mit dem Scouting in Südamerika...

  • User
  • 22.12.2010 13:25:06 Yvy

    ich glaub ohne calli-mäßige kontakte zur dortigen transf(ig)er-mafia kriegste halt nicht die besten

  • User
  • 22.12.2010 20:01:43 mehmetwirdankendir

    @Yvy
    Wenn du mit "brauner Freistaat" die Repressalien der Polizei meinst, geh ich konform.
    Ansonsten würde ich dir empfehlen aus der Löwenfankurve rauszugehen...

  • User
  • 23.12.2010 10:03:54 Yvy

    yip was sollte ich sonst gemeint haben

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