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09.04.2010

Wolfgang Stark über Barca–Arsenal

»Der Ball gehört Messi«

Interview: Alex Raack  Bild: Imago

Schiri Wolfgang Stark durfte das furiose Viertelfinale zwischen Barcelona und Arsenal leiten und war Teil eines legendäres Spiels. Wir sprachen mit dem Unparteiischen über schnelle Augen und einen Ball für Messi.

Wolfgang Stark über Barca–Arsenal - »Der Ball gehört Messi«


Wolfgang Stark, wie gut haben Sie nach dem Viertelfinale geschlafen?

Ganz anständig, Danke der Nachfrage. Das Spiel war für alle ein Genuss, auch für mich und mein Team. Vor allem weil wir  dazu beigetragen haben, dass dieses Spiel so schnell war.



Am Ende zählten die Statistiker mehr als 500 Pässe für Barcelona, knapp die Hälfte für den FC Arsenal. Wie schafft man es da nicht die Übersicht zu verlieren?

Indem man sich intensiv auf die Begegnung vorbereitet. Vor allem konditionell – für die Champions League muss ich im Vorfeld immer ein paar Meter mehr abreißen. Bei einem normalen Spiel verbrauche ich im Durchschnitt 1900 Kalorien.

Und am Dienstag?


2200.

Braucht es nicht auch enorm schnelle Augen, um ein Spiel zwischen Barca und Arsenal zu leiten?


Eher schnelle Beine. Mein Team und ich mussten bei so einem Spieltempo natürlich weitere Wege gehen, effizientere Wege. Und: Man muss sich auf die Spielkultur der Mannschaften einstellen. Wie bewegt sich Barcelona? Wo entsteht der Spielfluss beim FC Arsenal. Solche Dinge sind wichtig.

Hatten Sie eigentlich Zeit das Spiel zu genießen?

Erst nach dem Schlusspfiff.

Bleibt denn wenigstens anschließend Zeit, um sich die schönsten Szenen nochmals anzuschauen?


Nicht nur ein paar Szenen, ich gucke mit meinem Team jede Partie nachher noch zweimal in kompletter Länge.

Warum?


Zur Schiedsrichteranalyse. So viel Zeit muss sein.


weiterlesen [1] [2]





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Kommentare

  • User
  • 09.04.2010 14:20:08 Hoss

    Mensch, wenn der Messi wenigstens so arrogant wäre wie Ronaldo, oder so bekloppt wie Beckham, wenigstens so hohl wie Rooney. Aber der muss ja zu seinem Können auch noch so sympathisch sein, dass man ihn unmöglich begründet nicht mögen kann...

  • User
  • 09.04.2010 14:23:21 Redondo71

    Messi kann nicht mal bis 4 zählen, wenn man dem Foto glauben schenken darf...

    Schiedsrichter sehen sich jedes Spiel zwecks Analyse noch 2 Mal an - das ist aber häufig die Höchststrafe.

  • User
  • 09.04.2010 14:27:53 schorschkaplan

    Ja Hoss, Du hast völlig Recht. Und für den ganzen MESSIas-Scheiß der Sport-Medien kann er ja auch nichts. Brauchen wir Menschen wirklich immer und überall Heilsbringer?

  • User
  • 09.04.2010 14:32:43 skifahrer

    Die intensive Behandlung mit Wachstumshormonen scheint ihm jedenfalls nicht geschadet zu haben...

  • User
  • 09.04.2010 15:26:40 Der Ire

    Ich will ja mit niemandem Schimpfen und schon gar keinen beschuldigen oder in Frage stellen, aber:

    Wann beginnt denn eigentlich Doping und wo endet "Behandlung mit Wachstumshormonen"? Er war doch wohl vorher nicht krank, einfach nur nicht groß genug für Profifussball...

  • User
  • 09.04.2010 15:36:40 xavi

    Stark hat keine Ahnung von Traditionen im spanischen Fussball. Es ist ein ungeschriebenes Gesetz, dass der Schiestrichter dem Spieler einen Ball ueberreicht, der einen Hat-trick im Spiel geschossen hat. Messi hat das in dieser Saison schon dreimal geschafftt (Tenerife, Valencia und Zaragoza) und ihm wurde nach dem Abpfiff stolz der Ball gegeben. Da macht dann ein Tor mehr auch keinen Unterschied. Das Stark sich so verhalten hat, wurde hier belacht. Da hat er wohl bei seiner Vorbereitung die DVD nicht bis zum Schluss angesehen...

  • User
  • 09.04.2010 15:44:38 Haensgen vom Deich

    Was kann denn der Stark dafür, dass Messi nationale Traditionen aufs internationale Parkett überträgt? Außerdem hat er ihm doch den Ball übergeben. Dieses zwanghafte Schiri-Bashing...

  • User
  • 09.04.2010 16:54:09 elfnarzo

    Bezüglich Doping:
    Ja, das ist bei Messi eine Grauzone. Wie es viele Grauzonen im Profifußball gibt.
    Man muss da immer den Einzelfall überprüfen, inwieweit es mit dem Gewissen vereinbar ist. Messi ist ein Spieler, der extrem an sich arbeitet (Man schaue mal, dass er am Karriereanfang nicht besser als Marin schießen konnte, und nun hat er eine phantastische Schußtechnik), insofern ist es erträglich, dass seine Körpergröße manipuliert wurde.
    Problematischer ist es, wenn die Hälfte der Spieler garnicht mehr ohne Schmerzmittel auflaufen kann, siehe im Extremfall Wayne Rooney. Da sollte was unternommen werden.

  • User
  • 09.04.2010 17:24:20 Marco Polo

    @Xavi: Das war auch kein spanischer Wettbewerb sondern ein europäischer...und da gelten nunmal andere Regeln...die internationale Härte sozusagen^^

    @Hoss: *100%zustimm*

  • User
  • 09.04.2010 17:37:40 zermuerber

    @Der Ire :

    Vielleicht nicht krank, aber doch absehbar und dauerhaft kleinwüchsig. Wäre es gut gewesen, Messi zu fragen : Entscheide dich, entweder normal groß oder Fußballer (was dann letztlich wohl auch nicht mehr geklappt hätte) ?

  • User
  • 12.04.2010 14:43:37 sma

    @Hoss:

    Beängstigend, nich´? Wie der Typ sich wie ein kleiner Junge nach ´nem Tor freuen kann... ?

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