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11.03.2010

Jens Lehmann über seinen WM-Traum

»Ich wäre perfekt«

Text: Thorsten Schabelon  Bild: Imago

Nach 22 Jahren im Profifußball wird Jens Lehmann seine Karriere beenden. Oder doch nicht? Ein Gespräch über seine Biographie, eine Fortsetzung seiner Laufbahn beim FC Augsburg – und seine Hoffnung auf die WM.

Jens Lehmann über seinen WM-Traum - »Ich wäre perfekt«


Herr Lehmann, im Mai wird Ihre Biographie erscheinen. Ist das Buch fertig, oder gibt es noch Platz für das »Wunder von Barcelona« mit dem VfB Stuttgart kommende Woche in der Champions League?

(lacht) Es wäre schön, wenn wir das schaffen. Das würde ich schon einfließen lassen. Wir sind in der Endphase, ich lese Korrektur, werde noch ein paar Sachen ändern und ein finales Stückchen hinzufügen.



Der Titel lautet »Warum eigentlich ich«…

Es ist ein Arbeitstitel, der endgültige Titel steht noch nicht fest.

Könnte der »Ich« lauten?

Nein, so sicher nicht. Die Titelfrage ist noch nicht geklärt.

Werden Sie in dem Buch ein paar Sachen aus Ihrer Sicht klarstellen?

Das glaube ich weniger. Das Buch zu schreiben war eine wertvolle Erfahrung. Ich konnte Dinge, die mich gestört haben, aufschreiben und aus gegenwärtigen Ereignissen die Emotionalität herausnehmen. Als Profi stehst du immer in der Kritik. Die ist mal positiv, aber auch, weil es sich besser verkaufen lässt, negativ. Der Leser, sofern es jemand kauft, wird viele Momente und Geschichten finden, die er wegen der aktuellen Ereignisse gar nicht mehr im Gedächtnis hat.

Aktuell verbindet man mit Ihnen zwei Geschichten: Sie haben sich in Mainz von einem Fan die Brille ausgeliehen. Und bei einem Champions-League-Spiel haben Sie hinter einer Bande eine Wasserpause gemacht. Wird das auch thematisiert?

Das sollte man jetzt mal zu den Akten legen.

Ihre sportlichen Erfolge und Großtaten werden alles überstrahlen?

Das wird die Zeit zeigen.

Was waren Ihre markantesten Karriere-Momente?

Eine Verletzung in Leverkusen im September 1992. Ich war 22 Jahre alt. Das Kreuzband war gerissen und im Knie alles kaputt. Zu der Zeit war noch unklar, ob damit nicht die Karriere beendet ist. Sportlich war der UEFA-Pokal-Sieg mit Schalke 1997 sehr wichtig. Da bin ich für europäische Top-Klubs interessant geworden.

Welche Szenen aus Ihrer Karriere wird man in 20 Jahren mit dem Namen Jens Lehmann verbinden?

In Deutschland vielleicht das gewonnene Elfmeterschießen gegen Argentinien. Aber das war natürlich eine tolle Mannschaftsleistung. In England sind es zwei gehaltene Elfmeter, mit denen der FC Arsenal ins Champions-League-Finale eingezogen ist und das FA-Cup Endspiel gewonnen hat.



Der Westen@11Freunde


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Kommentare

  • User
  • 11.03.2010 09:59:07 skifahrer

    Ach ja, der Herr Lehmann. An zwei gehaltene Elfmeter wird man sich in England erinnern. Und an das Elfmeterschießen gegen Argentinien.... An seine spielentscheidende Aktion im CL-Finale 2006 nicht ? Besser nicht, denn er erwähnt sie ja auch nicht. Wenger hat ihm diese dämliche Notbremse nie verziehen. An seinen lahmen Hinterherflug gegen Italien beim 0:1 in die lange Ecke auch nicht ? Nein, denn solche Tore hat er oft kassiert. An seine überhebliche, egozentrische und team-unfähige Art erinnern sich aber gerne seine Mitspieler, die nicht mehr mit ihm spielen wollen. Lehmann hat Kahn verdrängt, das kann er sich zugute halten. Er konnte halt besser mit Bierhoff, den er aus Essen kennt, und Klinsmann, der Angst vor Kahn hatte....

  • User
  • 11.03.2010 10:04:05 ColePorter

    Würd ich so unterschreiben, Skifahrer.

  • User
  • 11.03.2010 10:10:25 rwerfurt

    ..., um mich herum habe ich immer nur arbeitende Menschen gesehen.

    als ob man nur im pott arbeiten würde.
    sicherlich ist bergmann ein harter beruf, aber ob es herr lehmann glaubt oder auch nicht, auch in anderen teilen der republik und welt muss man hart arbeiten, wenn man was erreichen will.

  • User
  • 11.03.2010 10:19:20 Karpfenluder

    Jung, Junge, als wenn sich der gesamte Fußball nur um ihn gedreht hat und immer noch dreht. Gesundes Selbstbewußtsein ist ja notwendig, aber er hat eindeutig zuviel davon. Und das ist ungesund!

  • User
  • 11.03.2010 11:14:53 AbteilungAttacke

    @ rwErfurt

    Ohne da jetzt gleich ein Ost-West-Kiste draus machen zu wollen - die Stelle ist so ziemlich die einzige, wo Jens was halbwegs vernünftiges sagt. Er machte ja keinen Vergleich nach dem Motto "Nur bei uns wird hart gearbeitet, woanders nicht" - sondern halt eher "Wer hat einen Opa hatte, der Bergmann war, weiß wie richtige Maloche aussieht".
    Das jedenfalls könnte ich blind unterschreiben.

  • User
  • 11.03.2010 11:34:55 Buesche

    An seinen lahmen Hinterherflug gegen Italien beim 0:1 in die lange Ecke auch nicht ?

    Meinst du das Spiel bei der WM 2006?
    Mit Verlaub, der Ball wird um Ballack herum mit nicht ganz unwesentlicher Geschwindigkeit in die Ecke geschossen, ich behaupte mal dass den kein anderer Torwart in der gleichen Situation gehalten hätte, ihm da jetzt einen Strick drauszuziehen halte ich doch für nicht ganz angebracht, bin jedoch mit deinen weiteren Ausführungen absolut einverstanden.

    Meiner Meinung nach darf er jetzt auch einfach mal aufhören ständig irgendwelche Statements zu möglichen WM-Szenarien zu wiederholen. Viel sympathischer wäre doch: "Löw hat sich für die Torhüter entschieden, ich wünsche Ihnen viel Glück und denke dass sie ihre Sache gut machen werden". Da ihm sowas aber nie über die Lippen käme, ist er halt nicht nur in England der "Mad Jens"....

  • User
  • 11.03.2010 11:44:53 madonito

    Was hier wieder los ist.....

    Ich weiß nicht, was an diesem Interview so schlimm sein soll! Das ist ein relativ nüchternes Interview in dem nicht groß rumgeschwafelt wird, typisch Lehmann eben. Nicht ganz ungewöhnlich ist es natürlich auch, dass man mitbekommt, dass er von sich eine relativ gute Meinung hat. Arrogant würde ich das noch nicht nennen. Die Coolness schwingt mehr im Subtext mit ^^
    Er sagt doch auch ganz klar, dass die Situation bzw. der Bedarf in Deutschland einen Torwart Lehmann bei der WM unmöglich macht, find ich eigentlich ok - kann man machen und könnte sich von ihm auch schlimmer anhören.

    Bei der WM 2006 war er einfach der bessere und das Klinsmann Angst vor Kahn hatte, halte ich doch für sehr gewagt. Ist vielleicht populär sowas zu sagen aber einfach nur reine Polemik.

  • User
  • 11.03.2010 11:59:03 Arthur77

    Lehmann war ein guter Keeper und auch heute hat er noch sehr starke Momente. Pannen und Patzer gehörten bei ihm auch immer dazu, aber hey! - bei welchem Torwart nicht?

    Ich würde schon sagen dass er ein arroganter Sack ist, aber auch dieses Charaktermerkmal teilt er mit vielen Berufskollegen. Was mich aber wirklich an ihm stört ist, dass er unsportlich ist. Ganz offensichtlich sind Szenen wie das Schuh-Wegwerfen unsportlich, ebenso ist es unsportlich immer allen anderen, Mit- und Gegenspielern, Schiedsrichtern, Balljungen, Publikum etc., die Schuld an allem zu geben - um mal das Phrasenschwein zu füttern: Fußball ist ein Mannschaftssport. Lehmann ist aber, stärker noch als andere Keeper, ein reiner Individualsportler und offensichtlich nicht mit der Fähigkeit zur Selbstkritik gesegnet. Auf mich wirkt sein Verhalten auf irritierende Weise wie das eines Sechsjährigen - und so gesehen ist er nicht zu alt, sondern zu jung für die WM.

  • User
  • 11.03.2010 12:05:53 skifahrer

    Klinsmann hat nach der WM irgendwann, als er bei Bayern war, gesagt, ein Kahn als erster Torwart hätte das "Mannschaftsgefüge" gestört. Deswegen hätte er u.a. auch diese Entscheidung getroffen....

  • User
  • 11.03.2010 12:07:47 saloth sar

    und das interpretierst du als angst?

  • User
  • 11.03.2010 12:09:21 oberhofer

    Und?

    Ist ein nicht unwesentlicher Teil der Trainerarbeit, auf ein intaktes Mannschaftsgefüge zu achten ...

  • User
  • 11.03.2010 12:16:02 AbteilungAttacke

    @ Madonito

    Es ist Lehmann zuzugestehen, dass die Jungs von der WAZ Lehmann nicht soo positiv gegenüberstehen - weswegen es mich gewundert hat, wieso es überhaupt zu diesem Interview kam.

    Die Fragen sind, auch zugestanden, provokativ, so dass Lehmann bewusst gezwungen wird, so zu antworten, dass er seine positive Eigenschaften scheinen lässt , seine negativen Schlagzeiten aber schlicht ignoriert. ("Das sollte man jetzt mal zu den Akten legen")

    Aber war bitte schön "cool" und "nüchtern" an diesem blanken Schönsaufen seiner vermeintlich steilen Karriere sein soll, entzieht sich mir. Die Arroganz ist dabei in der Tat nicht mal das Schlimmste, sondern die mangelnde Reflektionfähigkeit. Skifahrer und Arthur bringen es da sportlich und ethisch auf den Punkt. Beim Lesen des Interviews musste ich stark an Mourinho denken und wartete darauf, dass lehmann sagt "Ich bin was Besonderes".

    Wiederholt wurde berichtet, dass Lehmann privat ganz umgänglich sein soll - aber der "public" Lehmann erscheint immer und immer wieder als ein Mensch mit gravierendem Minderwertigkeitskomplex, der sich und der Welt zu beweisen sucht, was für ein toller Hecht er doch ist. Statt aus seinen tatsächlichen Erfolgen (die ja da sind!) mal eine Gelassenheit zu entwickeln, folgt daraus jedoch eine Angespanntheit, die leider die Grenze des positiv Verrückten bei weitem überschreitet. Und das ist schon seit Dortmund und Schalke so, lange ehe er Mad Jens wurde.

    Dies ist m.E. auch der Grund, warum er sich während des Spiels und abseits des Platzes immer wieder diese Klopper leistet und warum er nie ein wirklich großer Torwart ist und wurde.

  • User
  • 11.03.2010 12:16:49 saloth sar

    nene, der klinsmann hatte angst, dieses weichei! glaub mal dem skifahrer, der weiss sowas!

  • User
  • 11.03.2010 12:26:23 skifahrer

    Wenn Du Trainer-Neuling bist, Dir der Wind von allen Seiten um die Ohren fegt, brauchst Du eine Seilschaft, auf die Du Dich verlassen kannst. Und auf Kahn konnte sich Völler 2002 verlassen, egal, was er an Taktik, Personal etc. erfand. Wenn Klinsmann das Gefühl gehabt hätte, Kahn hätte ebenso zu ihm gestanden, dann hätte er ihn aufgestellt. Aber erinnert ihr euch an seine erste Amtshandlung ? Er hat Kahn noch vor dem ersten persönlichen Gespräch bzw. Kontakt als Kapitän rasiert. Das hat Kahn via Fernsehen erfahren. Am meisten hat Klinsmann überrascht, dass Kahn nicht hingeworfen hat nach seiner Degradierung zur Nummer 2... Der Maier Sepp hat überall später die wahre Geschichte erzählt. Und so war sie zu verstehen: Kahn war dem Lächler zu mächtig.

  • User
  • 11.03.2010 12:28:40 saloth sar

    jaja, die bayern, ich sag langsam nix mehr dazu, weil ich naemlich angst vor euch hab. vorallem vor eurem dummgelaber.

  • User
  • 11.03.2010 12:35:12 oberhofer

    Natürlich war Kahn zu mächtig. Wenn einer mit dem Anspruch antritt, die N11 zu erneuern, muss er erstmal die alten Seilschaften kappen. Über das Wie kann man trefflich streiten, aber dass Klinsi das gemacht hat mag ich ihm nicht vorwerfen. Die Rache des Uli H. war ja dann auch an Raffinesse nicht zu überbieten: Klinsi als Bayerntrainer holen und demontieren. Dafür hat er doch gerne mal eine Saison hergeschenkt.

    Was das mit Lehmann zu tun hat? Keine Ahnung.

  • User
  • 11.03.2010 12:40:08 Buthelezi

    Mein Gott. Wie viel geballtes "Insider" Wissen sich hier heute wieder tummelt - aber was der Maier Sepp der Presse sagt muss ja wohl stimmen, immerhin sind bei dem ja keine persönlichen Gefühle gegenüber Klinsmann im Spiel.

    Abgesehen davon ist Lehmann natürlich sehr von sich überzeugt - das kann man mögen oder auch nicht. Er bleibt trotzdem ein sehr guter Torhüter.

  • User
  • 11.03.2010 12:57:35 noorange

    Ach da sind sie wieder, die Legendenschmieder:

    wenn Kahn 2006 im Tor gestanden hätte, wäre Deutschland mindestens Weltmeister geworden ... genauso wie 2002, als die Mannschaft im Endspiel ihre beste Leistung abgeliefert hat und auch Kahn ..., äh ..., oder wie bei den EMs 2000 und 2004, wo Kahn ganz alleine die Vorrunde ..., hm.

  • User
  • 11.03.2010 12:59:12 noorange

    Übrigens empfand ich Lehmann bei der EM2008 schon als Fehlbesetzung.

  • User
  • 11.03.2010 13:10:25 Redondo71

    Der Maier Sepp hat überall später die wahre Geschichte erzählt

    Der beste Beitrag seit Monaten!

  • User
  • 11.03.2010 13:23:42 madonito

    Das die Coolness im Subtext mitschwingt, war nur ein Filmzitat. Aber die Idee trifft es ganz gut. Meinem Empfinden nach, kann ich keine Arroganz erkennen, auch wenn man es so interpretieren könnte, wenn man den Torwart Jens Lehmann vor Augen hat. Das ist aber Ansichtssache, aus dem Interview eindeutig Persönlichkeitsstörungen attestieren zu können finde ich sehr gewagt.
    Die Fragestellung zielt in meinen Augen auch nicht auf Selbstreflexion ab, aber auch das ist Ansichtssache.

    Die Theorien der Bayernfans sind natürlich der Hammer. Vielleicht war unter Klinsmann einfach nur klar, dass kein Torhüter Kapitän sein soll? Scheißegal, der Uli hat ja seinen alten Kumpel gerächt, indem er als großer Märtyrer eine Saison geopfert hat um Klinsmann zu zerstören.... geht's noch???

    Ach, da fällt mir ein: Ist es schon mal jemanden aufgefallen, dass in den Flugzeugen der Anschläge vom 11. September keine Bayern saßen.... ? Denkt mal drüber nach

  • User
  • 11.03.2010 13:30:30 noorange

    "Denkt mal drüber nach"

    Nö, ich warte da auf die Analyse von Sepp Maier.

  • User
  • 11.03.2010 13:34:17 skifahrer

    Madonito, wenn jemand über Deine Position im Berufsleben zu entscheiden hat, dann erfährst Du es doch lieber direkt von ihm, wenn er Veränderungen plant. Alles andere würdest Du "feige" nennen. Natürlich ist die Wirklichkeit oft eine andere, und zudem per TV zu hören, dass man nicht mehr Kapitän einer Nationalmannschaft sei, mit welcher Begründung auch immer, das sticht tief.

  • User
  • 11.03.2010 14:06:37 AbteilungAttacke

    @ madonito

    Naja, von einer Persönlichkeitsstörung kann man schon reden, insofern Lehmanns Verhalten ja starr ist und zu Konflikten führt. Zu dieser Beurteilung komme ich ja nicht nur an Hand des Interviews sondern seit langem und auch mit Gesprächen von Leuten (vorwiegend dem ein oder anderem Pressebüttel der RZ und der WAZ), die Jens von seiner Zeit in Dortmund und Schalke kennen. Obgleich die, das räume ich sofort ein, ja alles andere als objektiv sind...

    Ob die Frage auf Reflexion hinaus will oder nicht spielt da keine Rolle, wo der Befragte unabhängig von der Frage ein solches Selbsverständnis entwickeln sollte. (z.B. dort wo Lehmann auf seine Erfolge in der CL 2006 rekurriert). Es ist das fehlende Unrechtsbewusstsein, was stört.

    Knackpunkt des Interviews ist m.E. dabei die Frage danach, ob Lehmann über sich selbst erschrocken sei (in klarer Anspielung auf Kahn). Lehmann verneint dies - und dies ist bezeichnend. Denn wo ein Kahn kung-fu-artig seinen Gegenspieler umknockt, aber wenigstens nach dem Spiel (und einigen Jahren) erkennt, dass er Mist gebaut hat, kann ich diese Selbsterkenntnis nicht bei Lehmann erkennen.

  • User
  • 11.03.2010 14:33:00 sgu07

    Denn wo ein Kahn kung-fu-artig seinen Gegenspieler umknockt, aber wenigstens nach dem Spiel (und einigen Jahren )erkennt, dass er Mist gebaut hat, ...

    hat er denn das wirklich getan und öffentlich zugegeben in der art: da habe ich mist gebaut? wäre mir neu.
    klar hat er evtl. eingeräumt, dass er sich in den beschriebenen szenen (herrlich, brdaric, chapuisat) manchmal nicht wieder erkennt. aber so ein eindeutiger satz: da hab ich mist gebaut hat er meiner kenntnis nach öffentlich nie gesagt.
    @ aa: solche tiefenpsychologische schlüsse (unrechtsbewusstsein!! ist er ein dieb, hat er jemand verletzt?)kann man auch anders ziehen.
    aber seis drum.
    medial ist eh alles klar. die beeinflussung der öffentlichkeit durch diese gelenkten medien war fruchtbar:
    kahn ist der gute, der fachmann, der schillernde, der starke, der ex-bayer, der (fast) auf der ganzen linie erfolgreiche. nur halt nicht 2006 und familiär (kann man aber vernachlässigen).
    und lehmann dieser rotzlöffel, der dem oliver kahn den titel "lichtgestalt II. " in 2006 gestohlen hat. taugt nix, hat nix gewonnen, war immer schlechter, schlechte manieren, langweiliges privatleben ect. pp. und jetzt ist der auch noch frech und sagt er sei besser als andere. so schlimm. er ist selbstbewusst. wie kann der nur. mit 40.
    wie wohltuend ist da der kahn; geschieden, immer nette freundinnen um ihn rum, keine langweilige familie in schlepptau, auf der mattscheibe präsent und an seiner medien-zukunft omnipräsent bastelnd, den kann man immer bringen. sei es in explosiv, wetten dass, frauentausch oder bauer sucht frau.
    da kann man den lehmann immer als negativen vergleich herholen, wenn man ihn jetzt, solange er aktiv ist noch mal richtig als gegenspieler tunkt.
    als kahn in seiner post-überragenden zeit (2005/2006) solche interviews wie jetzt lehmann rausgehauen hat, hat sich keiner beschwert. im gegenteil.

  • User
  • 11.03.2010 14:45:40 skifahrer

    @ Sozial Gerecht Unabhängig....
    wie dein kürzel klingst du aber nicht hier. hat kahn jemals behauptet, ohne fehl und tadel zu sein ? und nur weil herr lehmann beim sgu-verein im tor steht und zu babbel-zeiten über mitspieler herzog, braucht man kahn nicht so anzurempeln, der allerdings ein paar titel mehr als lehmann gewonnen hat.
    das ausscheiden gegen real und das finale 2002 waren seine sportlichen aussetzer, aber zu denen hat er sich bekannt, klar und deutlich, nicht zu den akten gelegt....

  • User
  • 11.03.2010 14:55:40 sgu07

    ich war auch für lehmann, als der noch im eufi-verein-tor stand. isch schwör!
    die sache mit kahn ist jetzt n bisschen lang geworden, sollte allerdings auch nur meine sichtweise der medialen gegebenheiten und ziele verdeutlichen.
    nur noch soviel: wenn zwei dasselbe tun ist es nicht das gleiche.

  • User
  • 11.03.2010 14:57:50 sgu07

    und nochwas. mir gehts hier nicht ums sportliche, sondern wie lehmann ein persönlichkeitsproblem zugedacht wird, nur weil er sich sportlich auf einer anderen ebene sieht.
    kahns fehler, so sie denn welche waren, wurden von mir nicht erwähnt. absichtlich.

  • User
  • 11.03.2010 15:10:02 AbteilungAttacke

    @sgu

    Ums sportliche gehts mir bei Lehmann auch primär nicht - da liesse sich wohl auch viel diskutieren...

    Kahn hat zumindest sowas wie eine Generalabrechnung mit sich selbst vorgenommen, wenn er klar zwischen dem Kahn auf dem Platz und dem Kahn abseits des Platzes dfferenziert. Sicherlich hat Kahn da den Vorteil, nicht mehr aktiv zu sein, sich nicht mehr behaupten zu müssen. Vielleicht kommt bei Lehmann die Erkenntnis, wenn er endlich die Handschuhe abgibt. Zeit wird es, aber sei's drum.

    Zum Unrechtsbewußtsein. Das ist keine Komponente, die exklusiv der rechtlichen Bewertung vorbehalten ist, im Gegenteil und hier stellt sich für mich die Frage nach der Gerechtigkeit als Fairness.
    Man nehme nur die WM-Diskussion.

    JEDER, auch Lehman, weiß, dass er keine Chance hat, die WM zu spielen. Dieses Thema aus - weiß Gott welchen Gründen - aber dennoch zu instrumentalisieren, um sich selbst im Gespräch zu halten/zu bringen, ist einfach schwach, nicht so sehr wegen Neuer und Adler, sonder einfach, weil hier ein Mensch ist, der offenkundig aus heuchlerischem Grund eine Option ins Spiel bringt, die er gar nicht hat, um externe Interessen zu fördern.

    Oder auch sein Kommentar über den Trainerlehrgang in Deutschland: Das ist für Leute wie mich, die im Fußball viele Erfahrungen sammeln konnten, mit absoluten Toptrainern zusammengearbeitet haben und so ihren Horizont erweitern konnten, nicht wirklich reizvoll. Die Trainerausbildung in Deutschland ist noch nicht richtig durchdacht.

    Mag ja sein, dass ich das fehlinterpretiere, aber sagt er da so sinngemäß: "Ich war ein paar Jährchen im Ausland, hatte Wenger als Trainer, also brauche ich keine gezielte Schulung ? Schenkt mir den Schein!" Also bitte - Selbstgefälliger gehts doch kaum...

  • User
  • 11.03.2010 15:27:38 skifahrer

    @attacke:

    Deine Erkenntnisse sind geschliffen formuliert, klar in der Ansage und deutlich in der Analyse. Nur: was ist wirklich neu an ihnen ? ;-)

    Hat Herr Lehmann jemals über seine glorreiche Zeit in Mailand referiert ? Möglicherweise war da auch noch was nicht durchdacht. Aber der dortige Trainer wusste sicher, was er tat, denn er gewann in Serie die CL. Ohne Lehmann. Mit dem Geld der englischen Top-Vereine, die sich National-Torhüter auf der Bank leisten konnten und können, wären wir alle zusammen auch Toptrainer, die keine Ausbildung bräuchten. Schon gar nicht in Köln....

  • User
  • 11.03.2010 15:29:08 hrubesch42

    19 jahre jens lehmann im profi-fussball sind genug.an seine beiden schönsten szenen,das o-2 `92 im pokal bei rwe,und seine schnöde s-bahn-heimfahrt aus leverkusen werde ich mich auch so immer erinnern.dazu braucht es nicht noch ein weiteres jahr.

  • User
  • 11.03.2010 17:36:32 AbteilungAttacke

    Lol ski, wie sagte schon jemand so richtig: Das Ka ist ein Rad. Nix is' so gesehen neu.^^

    So gesehen ist aber die ganze Aufregung um Lehmann die Sache nicht wert. Daher klinke ich mich mal aus der Diskussion aus,

  • User
  • 12.03.2010 16:13:28 rumpler

    Manchmal ist Lehmanns "gefühltes Alter" wohl auch 14

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