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08.12.2009

Bachirou Salou über die WM in Afrika

»Der Kontinent ist stolz«

Interview: Alex Raack  Bild: Imago

2006 begleitete Bachirou Salou die Nationalmannschaft seines Heimatlandes noch als Teammanager nach Deutschland, 2010 wird Togo nicht dabei sein. Warum sich trotzdem jeder auf die erste WM in Afrika freut, verrät er hier.

Bachirou Salou über die WM in Afrika - »Der Kontinent ist stolz«


Bachirou Salou, die WM-Gruppen stehen fest, in genau 184 Tagen geht es los. Freuen Sie sich auf die Weltmeisterschaft?

Natürlich! Ich kann ihnen versichern, dass jeder Afrikaner begeistert ist, dass die WM in Südafrika stattfindet. Das macht uns alle stolz.

Sind Sie als gebürtiger Togolese nicht nicht traurig, dass ihr Heimatland die Qualifikation für 2010 verpasst hat?

Na klar. Das ganze Land ist todtraurig darüber, wie gerne wären wir in Südafrika dabei gewesen! Aber so ist Fußball, du gewinnst und du verlierst. Daran können wir auch nichts ändern.

Sie waren 2006 als Teammanager für Togo in Deutschland aktiv. Haben Sie Zweifel daran, dass die WM in Südafrika mit dem Turnier in Deutschland nicht mithalten kann?

Man kann die WM in Deutschland mit keiner Weltmeisterschaft vergleichen. Das Turnier 2006 war so grandios, alle, die daran teilgenommen haben, schwärmen noch heute davon. Das war eine Riesenparty. Aber gleichzeitig ist man in Afrika motiviert, eine ähnlich tolle Veranstaltung auf die Beine zu stellen.

Was ist das Besondere an der WM im kommenden Jahr?

Für uns als Afrikaner, für mich, ist es schon besonders, dass die WM überhaupt in Südafrika stattfindet. Ich kenn das Land und bin mir sicher: Es wird ein großartiges Turnier.

Man spricht immer von der ersten WM in Afrika. Muss man da nicht differenzieren, schließlich findet das Turnier in Südafrika statt und der Kontinent ist groß...

Nicht unbedingt, denn im Fußball ist ganz Afrika gleich. Egal aus welchem Land man kommt, auf die WM freuen sich alle wie verrückt. Außerdem will man den Europäern und dem Rest der Welt zeigen, was dieser Kontinent zu leisten im Stande ist.

Eine Befürchtung, die man immer wieder hört ist die, dass die Organisation nicht so reibungslos klappen könnte. Eine berechtigte Sorge?

Ja, schließlich hat es in ganz Afrika noch nie ein Turnier von solchem Ausmaß gegeben. Allerdings: Wir sind ja nicht allein, aus Europa gibt es und wird es Unterstützung geben.


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In Duisburg wird Bachirou Salou zu einer echten Attraktion in der Bundesliga. 26 Tore in drei Jahren machen ihn zu einem der besten Stürmer der deutschen Eliteklasse. Für knapp acht Millionen D-Mark holt ihn Borussia Dortmund 1998 ins Westfalenstadion.


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  • In Duisburg wird Bachirou Salou zu einer echten Attraktion in der Bundesliga. 26 Tore in drei Jahren machen ihn zu einem der besten Stürmer der deutschen Eliteklasse. Für knapp acht Millionen D-Mark holt ihn Borussia Dortmund 1998 ins Westfalenstadion.
  • »Norwegen bedeutet Schmerz«, bestätigte einst BVB-Legende Siggi Held im 11FREUNDE-Interview. Auch Zweikämpfe gegen Salou dürften nicht angenehmer gewesen sein. Wie in dieser Szene Giovanni Elber zu spüren bekommt.
  • Das 1,90-Meter-Kraftpaket mit einem fantastischen Schuss gegen den FC Bayern. Bewundernd daneben: Lothar Matthäus.
  • »Ich liebe Zweikampf«, verriet Valerien Ismael im Interview mit 11FREUNDE, in Bachirou Salou (hier bereits im Aachener Trikot) dürfte er einen würdigen Partner gefunden haben.
  • Fast sieben Millionen D-Mark lässt sich Eintracht Frankfurt 1999 die Dienste des Togolesen kosten. Zwei Jahre später wechselt der zu Hansa Rostock. Für 700.000 Mark.
  • Nur ein Jahr spielt Salou beim Champions-League-Sieger aus Dortmund. Am Ende stehen 25 Einsätze und fünf Tore zu Buche. Nur selten gelingen die kraftvollen Offensivvorstöße, wie in dieser Szene beim Derby gegen Schalke.


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Per Mertesacker im Interview


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