10 Versionen von »You’ll never walk alone«
Du singst nie allein
Text: Fabian Friedmann Bild: Imago
Im neuen 11FREUNDE-Heft erzählen wir die Entstehungsgeschichte des berühmtesten Fußballliedes der Welt: »You'll never walk alone«. Hier zeigen wir Euch zehn Interpretationen – von Elvis Presley bis in die Kurve und zurück.
1. Gerry & The Peacemakers
Die Klassische: Das Video zeigt schmuddelige Fabrikgebäude und den schwitzenden Sänger Gerry in Großaufnahme. Working Class at its best! Diese Version wird bei sämtlichen Spielen auf dem Erdball über die verschiedensten Stadionlautsprecher geschmettert. Kommt für den Hörer wie ein gefühlsechter Gänsehautschub.
2. Die Toten Hosen
Die Rockige: Ganz schön viel Pathos von den Hosen. Die Version für Saufbolde und hemmungslose Trinkgelage, wo man sich nach zehn Bier und zehn Korn auf den Tisch stellt, seinen Kumpel an den Schultern packt und anfängt, beim Refrain mitzugrölen. Das endet dann mit dem Uwe Reinders Gedächtnissturz unter die Bierbank. Na dann Prost!
3. The Three Tenors
Die Pompöse: Diese eingesungene Version von Placido, Jose, und Luciano wirkt mitunter aufgesetzt. Auch hat man das Gefühl, dass die drei gar keinen Bock auf dieses Lied hatten und deshalb auch hörbar aus dem Taktgefüge ausbrechen. Der Zuhörer erkennt zu Beginn gar keine Passagen, außer dem Refrain und der wirkt – Verzeihung, ihr erhabenen Tenöre – echt verhunzt.
4. Tom Jones
Die Soulige: Beifall für Tom Jones! Wahrscheinlich eine der besten Coverversionen unseres Stücks. Die alte Soulbirne ist einfach ein Profi, wenn es um Performance geht: emotionales Gesichtskino von der ersten bis zur letzten Sekunde. Gelernt ist eben gelernt, Tommy Boy! Da fällt einem beim Hören buchstäblich der Schmalz aus den Ohren.
5. Jordin Sparks
Die Gecastete: Heulboje ist wohl der treffende Ausdruck für die Dame, die im Jahr 2006 bei der Castingshow »American Idol« unseren Song covern durfte. Beim Anhören sollte man alle vorhandenen Glasartikel aus Reichweite der Computerboxen entfernen. Sie könnten platzen.





